den Herren spielen und befindet sich nirgends wohl, wo er ist. So ist er genötigt, stets vor sich selber auf der Flucht zu sein.
Jean-Jacques Rousseau
Die Zeiten ändern sich. Das läßt sich fein studieren an den Worten, die gerade "in" sind. "Geil" zum Beispiel. Früher verursachte der Ausdruck rote Ohren. Heute ist alles irgendwie "geil". Geile Jacke, geile Hose, geiles Auto, geile CD, geiler Computer.
Und dann kam die Werbung und verkündete: "Geiz ist geil." Na, toll. Würden die Menschen das wörtlich nehmen, hätten Kaufleute keine guten Karten. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.
Jetzt springt auch eine der größten Organisationen auf diesen Zeitgeistzug auf. Im Schaukasten eines stattlichen Gotteshauses prangt der epochale Spruch:
"Kirche ist geil".
Oh, Gott!
Ihr Leineweber
© Der »Leineweber«
Jean-Jacques Rousseau
Die Zeiten ändern sich. Das läßt sich fein studieren an den Worten, die gerade "in" sind. "Geil" zum Beispiel. Früher verursachte der Ausdruck rote Ohren. Heute ist alles irgendwie "geil". Geile Jacke, geile Hose, geiles Auto, geile CD, geiler Computer.
Und dann kam die Werbung und verkündete: "Geiz ist geil." Na, toll. Würden die Menschen das wörtlich nehmen, hätten Kaufleute keine guten Karten. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.
Jetzt springt auch eine der größten Organisationen auf diesen Zeitgeistzug auf. Im Schaukasten eines stattlichen Gotteshauses prangt der epochale Spruch:
"Kirche ist geil".
Oh, Gott!
Ihr Leineweber
© Der »Leineweber«