lächerlich, und sind diese Eigenschaften gar frivol, ist er gemein. Das Wesen des echten Stolzes ist es, stets am Platz zu sein.
Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues
Wir kommen – niemand weiß, woher?
Sind Tropfen nur im Lebensmeer
Aus unerschöpftem Grunde.
Wir gehen – niemand weiß, wohin?
Bemüht um kargen Lohngewinn
In brüderlichem Bunde.
Aber quäle
Dich, o Seele,
Nicht im Trüben
Nie versiegen
Licht und Wärme, wenn wir lieben.
Du ew'ge Macht, die unbekannt
Die weite Welt so stark umspannt,
Daß keiner dir entrinne,
Du hältst auch uns im festen Ring;
Wer ist so arm, so gar gering,
Der nicht sein Teil gewinne?
Aus der Ferne
Ew'ger Sterne
Strömt von drüben
Uns hernieder
Kraft zu leiden und zu lieben.
Wir schaun ins All der Wunderwelt,
Darein ein Traum wir sind gestellt,
Und wissen's nicht zu deuten,
Vom Morgen- bis zum Abendrot,
Und balde kommt der Glöckner Tod,
Die Nachtruh' einzuläuten.
Weh und Wonnen
Rasch zerronnen,
Nichts geblieben,
Als der Trost nur,
Daß wir lebten, um zu lieben.
Paul von Heyse
Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues
Wir kommen – niemand weiß, woher?
Sind Tropfen nur im Lebensmeer
Aus unerschöpftem Grunde.
Wir gehen – niemand weiß, wohin?
Bemüht um kargen Lohngewinn
In brüderlichem Bunde.
Aber quäle
Dich, o Seele,
Nicht im Trüben
Nie versiegen
Licht und Wärme, wenn wir lieben.
Du ew'ge Macht, die unbekannt
Die weite Welt so stark umspannt,
Daß keiner dir entrinne,
Du hältst auch uns im festen Ring;
Wer ist so arm, so gar gering,
Der nicht sein Teil gewinne?
Aus der Ferne
Ew'ger Sterne
Strömt von drüben
Uns hernieder
Kraft zu leiden und zu lieben.
Wir schaun ins All der Wunderwelt,
Darein ein Traum wir sind gestellt,
Und wissen's nicht zu deuten,
Vom Morgen- bis zum Abendrot,
Und balde kommt der Glöckner Tod,
Die Nachtruh' einzuläuten.
Weh und Wonnen
Rasch zerronnen,
Nichts geblieben,
Als der Trost nur,
Daß wir lebten, um zu lieben.
Paul von Heyse