weil sie kein Herz mehr haben, alle die rohen Unholde, die tausendfältig die jugendliche Schönheit töten und zerstören mit ihrer kleinen unvernünftigen Mannszucht.
Johann Christian Friedrich Hölderlin
Was am Freitag geschehen ist
Was am Freitag geschehen ist,
was man nie vergißt.
Die Reaktion ist sehr verschieden,
Schadenfreude wird grad noch vermieden.
Viele stellen sich schockiert,
jeder diskutiert.
Für die Klatschpressen ist es ein gefundenes Fressen.
Dort werden die Toten genannt und bebildert,
Pietätlos, so ist es am besten, geschildert.
Die Medien treten es breit, als sei man zu allem bereit.
Nur in den Wahlkampf, da paßt es bestimmt nicht hinein.
Also wird diskutiert, jeder will der Klügere sein.
Bis es einen zu guter Letzt
innerlich ganz zerfetzt.
Weil man die Diskussion, die Lügerei,
die Sensations-Geilerei
nicht mehr mit ansehen kann und will.
In vier Wochen ist es eh wieder still.
Weil man zu dem Entschlusse kam,
daß man sich sowieso nicht wirksam schützen kann.
Dann redet keiner mehr von Waffengesetz und Gefahr,
dann ist alles, wie es immer war.
Und am Ende bleibt wieder alles beim Alten.
Am Ende kann man beruhigt wieder durch die Kanäle schalten.
Am Ende bleibt wieder alles so, wie es ist,
Am Ende man doch wieder alles vergißt.
Nur für die Betroffnen, für die ist es wirklich schlimm,
für die Kinder, die ohne Mutter sind,
für die Frauen, die keinen Mann mehr haben.
Nur die haben den wirklichen Schaden.
So daß der Betroffne der einzige ist,
der wirklich nie vergißt.
© Martin
Johann Christian Friedrich Hölderlin
Was am Freitag geschehen ist
Was am Freitag geschehen ist,
was man nie vergißt.
Die Reaktion ist sehr verschieden,
Schadenfreude wird grad noch vermieden.
Viele stellen sich schockiert,
jeder diskutiert.
Für die Klatschpressen ist es ein gefundenes Fressen.
Dort werden die Toten genannt und bebildert,
Pietätlos, so ist es am besten, geschildert.
Die Medien treten es breit, als sei man zu allem bereit.
Nur in den Wahlkampf, da paßt es bestimmt nicht hinein.
Also wird diskutiert, jeder will der Klügere sein.
Bis es einen zu guter Letzt
innerlich ganz zerfetzt.
Weil man die Diskussion, die Lügerei,
die Sensations-Geilerei
nicht mehr mit ansehen kann und will.
In vier Wochen ist es eh wieder still.
Weil man zu dem Entschlusse kam,
daß man sich sowieso nicht wirksam schützen kann.
Dann redet keiner mehr von Waffengesetz und Gefahr,
dann ist alles, wie es immer war.
Und am Ende bleibt wieder alles beim Alten.
Am Ende kann man beruhigt wieder durch die Kanäle schalten.
Am Ende bleibt wieder alles so, wie es ist,
Am Ende man doch wieder alles vergißt.
Nur für die Betroffnen, für die ist es wirklich schlimm,
für die Kinder, die ohne Mutter sind,
für die Frauen, die keinen Mann mehr haben.
Nur die haben den wirklichen Schaden.
So daß der Betroffne der einzige ist,
der wirklich nie vergißt.
© Martin