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Wo ein großes Gefühl das Herz erschüttert und den Menschen vorwärts treiben möchte,

wirft die Erde ihren Schmutz daran, und das Schöne verkümmert, und alles Große wird lächerlich gemacht.
Gustav Freytag

Da beißt die Maus keinen Faden ab

Für die Entstehung dieser Redensart bieten sich mehrere Erklärungsmöglichkeiten an. So ließe sich die Fabel vom Löwen und der Maus heranziehen, in der die Maus das Schicksal des gefangenen Löwen wendet, indem sie das Netz zernagt. Die Redensart könnte auch aus dem alten Volksglauben herrühren, daß man im Frühjahr keine Winterarbeit verrichten, also auch nicht mehr spinnen solle. Den Frauen, die das trotzdem tun, beißen zur Strafe die Mäuse den Spinnfaden durch. Nur wer sich unbeirrt an den Brauch hält, dem »beißt die Maus keinen Faden ab«. Ein weiterer Deutungsversuch bezieht sich auf die Versicherung des Schneiders gegenüber dem Kunden, daß dessen Stoff bei ihm gut aufgehoben sei. Die Redensart ist umgangssprachlich gebräuchlich, um auszudrücken, daß an etwas nicht zu rütteln ist: Er muß seine Schulden bezahlen, da beißt die Maus keinen Faden ab. Aus Erich Kubys Roman »Sieg! Sieg!« stammt das folgende Beispiel: »Sie sind und bleiben Soldat, da beißt die Maus keinen Faden ab« (S. 343).
Literatur:
Kuby, Erich: Sieg! Sieg! Reinbek: Rowohlt Verlag, 1961.
© 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus
Redensart

Gemeoss