und so die notwendige zeitliche Erfahrung der Tiefe durch die Reduktion auf Schlagworte ersetzen können.
© Peter Sereinigg
»Gott« steht für den Begriff des Einen, Unteilbaren, in dem alle weltlichen, unvollkommenen und zutiefst widersprüchlichen Geschehnisse und Handlungen in ihrer gegenseitigen Ausschließung zu einer Singularität des Daseins verschmelzen, die zugleich Anfang und Ende des Irdischen in sich trägt. Denn alles erfaßbare Irdische kann und wird vergehen, nur das Überirdische, die Singularität, das Sein-Selbst schlechthin, wird weiter bestehen, weil es selbst Sein und Nicht-Sein umschließt. Gott-Glaube bedeutet nun, diese zwei unverständlichen Sätze im Innersten zu fühlen sowie ihre tröstliche und erlösende Wirkung zu erkennen – und das auch noch unter Beibehaltung des unbedingten individuellen Willens zum Handeln und Entscheiden in dieser Welt.
Sowas soll hin und wieder vorkommen. Gerade bei Menschen, die nie eine solch verworrene Erklärung zum »Glauben« abgeben könnten.
© Frank Fehlberg
© Peter Sereinigg
»Gott« steht für den Begriff des Einen, Unteilbaren, in dem alle weltlichen, unvollkommenen und zutiefst widersprüchlichen Geschehnisse und Handlungen in ihrer gegenseitigen Ausschließung zu einer Singularität des Daseins verschmelzen, die zugleich Anfang und Ende des Irdischen in sich trägt. Denn alles erfaßbare Irdische kann und wird vergehen, nur das Überirdische, die Singularität, das Sein-Selbst schlechthin, wird weiter bestehen, weil es selbst Sein und Nicht-Sein umschließt. Gott-Glaube bedeutet nun, diese zwei unverständlichen Sätze im Innersten zu fühlen sowie ihre tröstliche und erlösende Wirkung zu erkennen – und das auch noch unter Beibehaltung des unbedingten individuellen Willens zum Handeln und Entscheiden in dieser Welt.
Sowas soll hin und wieder vorkommen. Gerade bei Menschen, die nie eine solch verworrene Erklärung zum »Glauben« abgeben könnten.
© Frank Fehlberg