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Jede Folgerung, die wir aus unseren Beobachtungen ziehen, ist meistens voreilig: Denn hinter

den wahrgenommenen Erscheinungen gibt es solche, die wir undeutlich sehen, und hinter diesen wahrscheinlich noch andere, die wir überhaupt nicht erkennen.
Gustave Le Bon

Welche Nacht, welcher Mond,
Wenn ich wart' auf den Freund!
Bleich und kalt steh' ich da
Und es zittert mein Herz.

Sieh', da kommt er und singt:
"Nun, wo bist du Herzlieb?"
Und er reicht mir die Hand
Und er küßt mir den Mund!

Mein Geliebter, halt' ein!
Mit dem Küssen halt' ein!
Ohne Kuß schon bei dir
Glüht genug mir das Blut.

Ohne Kuß schon bei dir
Färbt die Wange sich rot,
Und es wogt meine Brust,
Und es leuchtet mein Aug'
Wie am Himmel der Stern!
Alexei Wassiljewitsch Kolzow

Gemeoss