es antriffst. Bekümmere dich um die Deinen und halte dich selber aufrecht, auf daß dein Herz erleuchtet werde in der Sonne. Gib die Sorge für die dir Anvertrauten nicht auf.
Hildegard von Bingen
Du bist mir lieb
Du bist mir lieb. Wie jene stille Stunde,
– Der Frühling streifte kaum den Gartenrand –
In der ein Wort, gehaucht von deinem Munde –
Bis übers Grab mein Herz an deines band,
Bist du mir lieb.
Du bist mir lieb wie meiner Seele Hoffen,
Daß Gott zum Lichte seine Völker lenkt;
So wie mein Glaube, daß ins Herz getroffen
Die alte Nacht schon ihre Flügel senkt
Bist du mir lieb.
Die bist mir lieb wie stiller Glanz der Sterne,
Der niedergrüßt in ahnungsvoller Pracht;
Wie meiner Lebenstage heit're Ferne,
Aus der mir reiches Glück entgegenlacht,
Bist du mir lieb.
Du bist mir lieb wie meines Liedes Tönen,
Wie meines Namens gern vernomm'ner Klang:
Wie die verborg'ne Thräne, die aus schönen
Jungfrauenaugen lockte mein Gesang,
Bist du mir lieb.
Du bist mir lieb wie jene Hand voll Erde,
Die bald in Frieden hält mein Herz bedeckt;
So wie er selber, der mir sprach mein "Werde",
Der mich zu Grabe ruft und wieder weckt,
Bist du mir lieb.
Alexander Julius Schindler, Pseudonym: Julius von der Traun
Hildegard von Bingen
Du bist mir lieb
Du bist mir lieb. Wie jene stille Stunde,
– Der Frühling streifte kaum den Gartenrand –
In der ein Wort, gehaucht von deinem Munde –
Bis übers Grab mein Herz an deines band,
Bist du mir lieb.
Du bist mir lieb wie meiner Seele Hoffen,
Daß Gott zum Lichte seine Völker lenkt;
So wie mein Glaube, daß ins Herz getroffen
Die alte Nacht schon ihre Flügel senkt
Bist du mir lieb.
Die bist mir lieb wie stiller Glanz der Sterne,
Der niedergrüßt in ahnungsvoller Pracht;
Wie meiner Lebenstage heit're Ferne,
Aus der mir reiches Glück entgegenlacht,
Bist du mir lieb.
Du bist mir lieb wie meines Liedes Tönen,
Wie meines Namens gern vernomm'ner Klang:
Wie die verborg'ne Thräne, die aus schönen
Jungfrauenaugen lockte mein Gesang,
Bist du mir lieb.
Du bist mir lieb wie jene Hand voll Erde,
Die bald in Frieden hält mein Herz bedeckt;
So wie er selber, der mir sprach mein "Werde",
Der mich zu Grabe ruft und wieder weckt,
Bist du mir lieb.
Alexander Julius Schindler, Pseudonym: Julius von der Traun