und Weltteilen seien. Sie sind überall. Aber diejenigen, die uns umgeben, achten wir nicht, weil wir sie von Kindheit an täglich sehen.
Johann Peter Hebel
Armut der Weisheit
Ihr alten Bücher, glänzend noch bei Nacht
In Gold und Leder und voll weiser Lehren –
Ihr redet mir von einst'ger Kaiserpracht,
Bringt Platon, Sirach, Epikur zu Ehren.
Ihr baut mir eine Welt aus euren Blättern,
Und Geister steigen auf aus euren Lettern.
Ach, ich ersehne nur im Mondenschein
Ein lebend Herz, und eure Geister machen
Mich bitter fühlen, daß ich bin allein,
Fern der Geliebten, fern dem holden Lachen
Des Mädchenmunds – o Plato, Epikur,
Dagegen seid ihr arme Schelme nur.
Julius Waldemar Grosse
Johann Peter Hebel
Armut der Weisheit
Ihr alten Bücher, glänzend noch bei Nacht
In Gold und Leder und voll weiser Lehren –
Ihr redet mir von einst'ger Kaiserpracht,
Bringt Platon, Sirach, Epikur zu Ehren.
Ihr baut mir eine Welt aus euren Blättern,
Und Geister steigen auf aus euren Lettern.
Ach, ich ersehne nur im Mondenschein
Ein lebend Herz, und eure Geister machen
Mich bitter fühlen, daß ich bin allein,
Fern der Geliebten, fern dem holden Lachen
Des Mädchenmunds – o Plato, Epikur,
Dagegen seid ihr arme Schelme nur.
Julius Waldemar Grosse