Gesellschaft nennt, ist nur, daß man die gleichen Dinge in einem kleinen Zimmer oder in einem großen Salon sagen hört, an kleinen Tischen oder an großen Tischen, vor zwei Kerzen oder zwanzig Armleuchtern.
Alexander Pope
Flaubert war ein Erfinder einer gewaltigen Wirklichkeit. Dem Autor war es vergönnt, jene schöpferischen Fähigkeiten zu besitzen, die Wesen, mit denen er die Welt seiner Werke bevölkert hat, ein wenig nach dem Beispiel Gottes zu schaffen. Er hat Männer und Frauen hinterlassen, die für die kommenden Jahrhunderte nicht mehr Figuren aus Büchern, sondern wirkliche Menschen sind.
Jetzt, da er tot ist, mein armer großer Flaubert, ist man dabei, ihm Genie zuzugestehen. Dieses Leben voller Meisterwerke, was trug es ihm ein? Ablehnung, Beschimpfung, moralische Kreuzigung.
In diesen Zeiten, wo das Geld die Kunst und die Literatur zu industrialisieren droht, widerstand Flaubert immer, immer den Verlockungen des Geldes. Er ist einer der letzten von uneigennützigen Arbeitern, der
nur dazu bereit war, Bücher von mächtigem Arbeitsaufwand und großen geistigen Anstrengungen zu schaffen, Werke, die ihrem Kunstsinn absolut gerecht werden, schlecht verkaufte Bücher, bezahlt mit einem bißchen
posthumen Ruhm.
Jules und Edmond Huot de Goncourt
Alexander Pope
Flaubert war ein Erfinder einer gewaltigen Wirklichkeit. Dem Autor war es vergönnt, jene schöpferischen Fähigkeiten zu besitzen, die Wesen, mit denen er die Welt seiner Werke bevölkert hat, ein wenig nach dem Beispiel Gottes zu schaffen. Er hat Männer und Frauen hinterlassen, die für die kommenden Jahrhunderte nicht mehr Figuren aus Büchern, sondern wirkliche Menschen sind.
Jetzt, da er tot ist, mein armer großer Flaubert, ist man dabei, ihm Genie zuzugestehen. Dieses Leben voller Meisterwerke, was trug es ihm ein? Ablehnung, Beschimpfung, moralische Kreuzigung.
In diesen Zeiten, wo das Geld die Kunst und die Literatur zu industrialisieren droht, widerstand Flaubert immer, immer den Verlockungen des Geldes. Er ist einer der letzten von uneigennützigen Arbeitern, der
nur dazu bereit war, Bücher von mächtigem Arbeitsaufwand und großen geistigen Anstrengungen zu schaffen, Werke, die ihrem Kunstsinn absolut gerecht werden, schlecht verkaufte Bücher, bezahlt mit einem bißchen
posthumen Ruhm.
Jules und Edmond Huot de Goncourt