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Die Jugend ist die Zeit der Freude, mag sie genießen, soviel sie kann.

Zum Leiden findet sie immer später noch Raum im Leben und es bleibt nicht aus. Aber gerade darum muß man uns schon in der Jugend unseren Anteil an den Leiden nicht nehmen, wir lernen sonst nicht, sie zu ertragen, wie wir sollen.
Fanny Lewald

Sonett 24

Mein Auge hat als Malerin dem Schrein
Des Herzens deinem Bild den Platz gegeben,
Mein Busen schließt es gleich dem Rahmen ein,
Um kunstgerecht des Malers Werk zu heben.
Und durch den Künstler kannst du nur die Stelle
Erspähen, der dein Bildnis ward vertraut;
Es hängt noch stets in meines Herzens Zelle,
Das Fenster sich aus deinen Augen baut.
Sieh wie die Augen freundlich sich vereinen;
Meins malte dich, und deines ward dafür
Zu meines Busens Fenster, durch das scheinen
Die Sonnenstrahlen lustig hin zu dir.
Eins fehlt dem Auge nur, sein Wert zu schmücken:
Es malt die Form, das Herz bleibt fremd den Blicken.
William Shakespeare

Gemeoss

Wer Wohltat gibt, soll's bald vergessen; wer Wohltat nimmt, soll's nie

vergessen; Sonst ist um Undank der zu strafen und jenem Hoffart zuzumessen. Friedrich Freiherr von Logau …und leg uns nicht ad acta… © Manfred Hinrich Diese merkwürdige Dreieinhalb-Gott-Religion. © Jacques Wirion Willst du wissen, wo es guten Wein gibt, so frag, wohin die Popen gehen. Aus Bulgarien Wenn's euch mit dem und jenem wirklich Ernst ist, und es dir so recht durch Mark und Bein geht, so lasse du's durchgehen und danke Gott dafür und sage niemandem davon. Matthias Claudius Für intellektuelle Leistungen nimmt man gern einen Lohn, aber für moralische weist man ihn ab. Arthur Schopenhauer

Die Liebe ist etwas, was wir als Kinder besitzen und dann durch die

alleinige Konzentration auf ein anderes Wesen verlieren. © Irina Rauthmann Um verzweifelt zu sein, muß man am Leben, auch wenn es nur noch unglücklich sein kann, gleichwohl und trotz allem hängen. Marcel Proust In dem Moment, wo der Mann seinen Gemütszustand durch einen Rülpser offenbart, fehlen ihm vermutlich die passenden Worte. © Daniel Mühlemann Halbwahrheiten sind Lügen im Deckmantel, aber was im Kern eine Lüge ist, wird selbst im prachtvollsten Mantel nicht zur Wahrheit. © Kersten Kämpfer Einer der Unterschiede zwischen Hund und Mensch besteht darin, daß man sich in der Not auf diesen niemals, auf jenen aber immer verlassen kann. George Louis Leclerc Graf de Buffon Ich bin so jung, und die Welt ist so alt. Georg Büchner Mensch zu sein ist etwas Sonderbares: Man ist nie fertig. © Else Pannek Die Wahrheit denken ist eine natürliche Geburt; die Wahrheit sagen – ein Kaiserschnitt. © Ernst R. Hauschka Des Menschen Wille ist sein Himmelreich. – Selbst, wenn...

In Hamburg lebten zwei Ameisen, Die wollten nach Australien reisen. Bei Altona auf der Chaussee, Da

taten ihnen die Beinchen weh, Und da verzichteten sie weise Dann auf den letzten Teil der Reise. Joachim Ringelnatz Das Gleichgewicht ist im Leben wichtiger als das Über- oder Untergewicht. © Ernst Ferstl Die Henne ist das klügste Geschöpf im Tierreich. Sie gackert erst, nachdem das Ei gelegt ist. Abraham Lincoln Wir können nur lachen, solange wir jung sind, und je länger wir leben, um so gründlicher vergeht uns das Lachen, wie das Öl in einer Funzel allmählich versiegt. Honoré de Balzac Die entscheidenden Fehler werden immer am Anfang gemacht, und dann glaubt man, nicht mehr zurück zu können. © Ulrich Erckenbrecht

Das Gewissen ist wie eine Leuchtuhr; im Dunkel schlafloser

Nächte empfinden wir ihr Dasein am lebhaftesten. Alfred Erich Hoche Reisen ist eine Selbstbegegnung in unbekanntem Terrain, ein Sich-selbst-Treffen in der Ferne. © Siegfried Santura Gedanken liegen nicht vor, also keine Staumeldungen. © Manfred Hinrich Man kann kein perfekter Arzt sein, wenn man selber nicht schon einmal Patient war. Sir James Paget Im rechten Lebenswandel liegt die einzig würdige Gottesverehrung. Lucius Annaeus Seneca Vollkommener Ernst und reifer Entschluß bei einer Unternehmung, ist schon ein großer Schritt zu ihrer Vollendung. Johann Ulrich Hegner Wir sterben an nicht verwirklichten Möglichkeiten. © Manfred Hinrich Wo es keine Liebe gibt, dort gibt es auch keinen Verstand. Fjodor Michailowitsch Dostojewskij So häufig Geld auch den Besitzer wechselt, es behält immer seinen Charakter bei. © Martin Gerhard Reisenberg Wer sich immer nur im Licht der anderen sonnt, steht irgendwann im Schatten. © Jens P.

Warum müssen immer Juristen und nie Kenner des Lebens

die Geschicke der Völker lenken? Carl Ludwig Schleich Kinder, schmeichelt den Menschen und sie werden euch füttern. Johann Heinrich Pestalozzi Werte: Was sind Erfolge wert, über die sich kein anderer freut? © Dr. Ing. Marc Kraft Man kann sich auch krank weinen. © Erhard Horst Bellermann Normalität braucht die Mehrheit einer Gruppe von Menschen! © Jens Kaden Eigentlich begehrt und braucht jeder Mensch seinen besonderen Roman. Jean Paul So manche Pflichtübung ist schon am Neigungswinkel verreckt. © Dr. phil. Jürgen Wilbert Die Ehe ist wie ein Prisma, welches das weiße, klare Licht zerlegt. © Erhard Blanck Der Dilettant will mehr als zehn Künstler können. Deutsches Sprichwort Reden ist Silber, Schweigen ist dann Gold, wenn man Blech redet. © Dr. rer. pol. André Brie Aphorismen sind wie Straßenlaternen in der Literatur. © peter e. schumacher Wer andre jagen will, muß selber gut laufen können. Aus Schweden

Das Tier, das sich Mensch nennt, erfand den Anstand,

um ungestörter Tier bleiben zu können. Emanuel Wertheimer Wer zur Nachwelt reisen will, muß kleines Gepäck haben. Voltaire Respekt vor den Tieren folgt der Sanftmut des Herzens. © Erwin Koch Wem das Seinige nicht ausreicht, der ist arm, auch wenn er der Herr der ganzen Welt wäre. Epikur von Samos Wenige wissen vieles, viele wissen weniges, aber einige wissen alles besser. Unbekannt Erst sei die Sache poetisch, ehe es das Wort ist. Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling Es ist schwierig, jemanden so zu schätzen, wie er es wünscht. Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues Der Fortschritt lebt von den Fehlern der Vergangenheit und den Irrtümern von heute. © peter e. schumacher Einige Fehler sträuben sich zu Recht dagegen, korrigiert zu werden. © Ulrich Wiegand-Laster Ein tauber Mann und eine blinde Frau ergeben immer ein glückliches Paar. © Willy Meurer

Ich erinnere mich mit absoluter Sicherheit, dass in meiner Kindheit kein einziger Tag

verging, ohne dass ich weinte. Es waren keine kindischen Tränen, ich weinte mit Bewusstsein, wie ein Erwachsener, über das, was mir geschah, Tränen, die vergiften, Tränen, die für immer Spuren in der Seele hinterlassen. Hedwig Dohm Wenn du dich nach Liebe sehnst, suche sie nicht in anderen Menschen. Finde sie in dir und gib sie denen, die sie in sich gefunden haben, um sie dir zu geben. Unbekannt Daß wir Halunken ungeschoren lassen, sollten wir selbst uns niemals verzeihen. © Martin Gerhard Reisenberg Es klingt paradox, aber vieles von dem, was uns über die Hutschnur geht, war eindeutig unter der Gürtellinie. © peter e. schumacher Wenn der Wind bläst, sind Pferde und Kühe verschiedener Meinung. Aus China Man kann nicht alles tun, aber lassen. © Klaus Klages

Eine der ersten Intelligenzleistungen der Menschen war herauszufinden, wie man Feuer macht und

es auch beherrscht. Heute entwickeln wir Waffen mit ungeheurer Vernichtungskraft, und niemand weiß, ob wir uns auch beherrschen werden, sie einzusetzen. © Werner Braun Der Neid ist das ungewollte Sichbeugen des Schwächeren vor dem Stärkeren – er verwandelt sich in tödlichen Haß, wenn der Stärkere es verschmäht, seine Übermacht fühlen zu lassen. Ernst Woldemar Sacks Der Kriegskunst dürfte jedes Stilmittel gerade gut genug sein. © Martin Gerhard Reisenberg Überarbeitung ist eine gefährliche Erkrankung, die hohe Beamte befällt, die angeln gehen wollen. Ambrose Gwinnett Bierce Wer über Aussichten verfügt, gelangt recht selten zu einer Einsicht. © Martin Gerhard Reisenberg "Gibt's nur im Märchen heut noch Feen, kann man sie auch wo anders sehen?" Der Mai beantwortet die Frage eindeutig am Muttertage und extraliebevoll sollt deshalb sein jedes Präsent, ob groß, ob klein … © KarlHeinz Karius

Sowie einmal das Schmerzende des Mangels beseitigt ist, mehrt sich die Lustempfindung im

Fleische nicht mehr, sondern wird bloß mannigfaltiger. Die äußerste Grenze der Lust, die das Denken erkennt, wird aber erreicht durch die Aufklärung eben jener Dinge, die dem Denken die größten Ängste bereiteten, und der damit verwandten Dinge. Epikur von Samos An den Idealen einer Epoche erkennt man ihren Wissensstand. © Aba Assa Das Schicksal ist nichts Unpersönliches. Es wäre nicht, was es heißt, wenn nicht der Schickende hinter ihm stände. Christian Geyer Wer auf dem Holzweg ist, hat die richtige Abzweigung verpaßt. © Willy Meurer Das Menschliche mit unmenschlichen Mitteln erzwingen zu wollen ist genauso unmenschlich wie das Unmenschliche zu belassen © Gerald Dunkl Die Kunst ist eine Religion, die ihre Priester hat und deswegen auch ihre Märtyrer haben muß. Honoré de Balzac

Das Altern ist eine heimtückische Krankheit, die sich ganz

von selbst und unbemerkt einschleicht. Michel de Montaigne Nicht leicht zu hüten ist des Gartens reife Frucht. Aischylos Die meist gesprochene Sprache der Welt ist die "Über Andere". © Willy Meurer Innehalten, um weiterzukommen. © Michael Marie Jung Die Größe der Charaktere steigert auch die Größe der Situationen. Honoré de Balzac Streß ist, wenn man schreiend aufwacht und bemerkt, daß man noch gar nicht eingeschlafen war. © Willy Meurer Ganz bestimmt gibt es Zauberer, aber wir lernen leider nur die Lehrlinge kennen. © Art van Rheyn Verstand muß beschränkt sein, sonst wär' er weiter verbreitet. © Erhard Blanck Ich will die Welt auf meine Schultern nehmen und sie mit Lobgesang zum Himmel tragen. Reinhard Johannes Sorge Gestohlen hat nur einer, aber viele werden verdächtigt. Aus dem Libanon