in ihrer Totalität respektiert werden. Sie ist ein Janus aus Fluch und Segen und Einseitigkeit ist mithin ihre Sache nicht. Es ist ein Fehler, die dunkle Seite des Mondes zu leugnen und kein Gewinn, sie nicht zu erkunden.
© Peter Rudl
Sieh dich vor
Wer hat je einen Freund zu Grab getragen
Und nicht durchforscht sein innerstes Gewissen,
Ob er das Band, das jetzt der Tod zerrissen,
Nach seinem vollen Wert stets angeschlagen?
Ob er auch stets in den entschwund'nen Tagen
Sein Glück voll auszunützen sich beflissen?
Ob er nie Huld und Nachsicht ließ vermissen?
Dem Freund nie Grund gab zu gerechten Klagen?
Den preis' ich glücklich, der mit freier Brust
In seinem tiefen Leid sich selbst darf sagen,
Daß er sich darin keiner Schuld bewußt!
Doch wer verstummen muß vor jenen Fragen,
Weh ihm! Denn grimmer noch als der Verlust
Wird späte Reue ihm am Herzen nagen.
Betty Paoli
© Peter Rudl
Sieh dich vor
Wer hat je einen Freund zu Grab getragen
Und nicht durchforscht sein innerstes Gewissen,
Ob er das Band, das jetzt der Tod zerrissen,
Nach seinem vollen Wert stets angeschlagen?
Ob er auch stets in den entschwund'nen Tagen
Sein Glück voll auszunützen sich beflissen?
Ob er nie Huld und Nachsicht ließ vermissen?
Dem Freund nie Grund gab zu gerechten Klagen?
Den preis' ich glücklich, der mit freier Brust
In seinem tiefen Leid sich selbst darf sagen,
Daß er sich darin keiner Schuld bewußt!
Doch wer verstummen muß vor jenen Fragen,
Weh ihm! Denn grimmer noch als der Verlust
Wird späte Reue ihm am Herzen nagen.
Betty Paoli