den südlichen Ländern oft auf nur zwölf oder fünfzehn Jahre, freilich die schönsten unseres Lebens beschränkt, unser Glück vollkommen in der Hand der Frau.
Henri Stendhal
Letzte Sommertage
Von einem leisen Wind gestreichelt,
wiegt sich die Rose wie im Traum,
und wo im Lenz die Bienen summten,
herrscht Stille jetzt im Apfelbaum.
Noch hängen seine reifen Früchte
gar fest an seinen starken Zweigen,
die sich jedoch von Tag zu Tag
jetzt immer lastenschwerer neigen.
Ganz fremd fühlt sich ein gelbes Blatt
noch auf dem sommergrünen Rasen,
doch bald schon wird ein rauer Wind
das letzte Blatt vom Baume blasen.
Noch eine letzte Gnadenfrist
will uns der Sommer zugestehen,
bevor die bunte Farbenpracht
wird so wie alles dann vergehen.
© Christa Kluge
Henri Stendhal
Letzte Sommertage
Von einem leisen Wind gestreichelt,
wiegt sich die Rose wie im Traum,
und wo im Lenz die Bienen summten,
herrscht Stille jetzt im Apfelbaum.
Noch hängen seine reifen Früchte
gar fest an seinen starken Zweigen,
die sich jedoch von Tag zu Tag
jetzt immer lastenschwerer neigen.
Ganz fremd fühlt sich ein gelbes Blatt
noch auf dem sommergrünen Rasen,
doch bald schon wird ein rauer Wind
das letzte Blatt vom Baume blasen.
Noch eine letzte Gnadenfrist
will uns der Sommer zugestehen,
bevor die bunte Farbenpracht
wird so wie alles dann vergehen.
© Christa Kluge