Menschen von feinem Gefühle bezaubern durch eine gewisse zärtliche Aufmerksamkeit auf kleine Bedürfnisse
des andern; durch ein Erraten seiner leisesten Wünsche; durch eine stete Aufopferung ihrer eigenen; durch Gefälligkeiten, deren seidenes Geflechte sich fester und sanfter um unser Herz herum legt, als das schneidende Haarseil einer großen Wohltat.
Jean Paul
Bienchens Erwachen
Durch einen Sonnenstrahl ist sie erwacht
nach des Winters weißer Pracht.
Gemütlich schlief sie in diesem Haus,
Bienchen schaut entzückt heraus.
Die Sonne lacht die Beute an,
ein Blütenmeer ist aufgetan.
Voller Mut möchte sie jetzt wandern,
von einem süßen Duft zum andern.
Auf diesen neuen, bunten Wiesen
eingeladen zum Genießen.
An jeder Knospe will sie sich laben,
den süßen Nektar einzutragen.
Jeder Kelch ist prall gefüllt,
Bienchens Bein in Gelb gehüllt.
Früh geht's los in diese Weiten,
um Honig in die Waben zu leiten.
Angelockt von dem Gesumm,
schaut sich auch der Imker um.
Dankt ganz herzlich für das Glück
und kehrt träumend nach Haus zurück.
© Frank Dommenz
Jean Paul
Bienchens Erwachen
Durch einen Sonnenstrahl ist sie erwacht
nach des Winters weißer Pracht.
Gemütlich schlief sie in diesem Haus,
Bienchen schaut entzückt heraus.
Die Sonne lacht die Beute an,
ein Blütenmeer ist aufgetan.
Voller Mut möchte sie jetzt wandern,
von einem süßen Duft zum andern.
Auf diesen neuen, bunten Wiesen
eingeladen zum Genießen.
An jeder Knospe will sie sich laben,
den süßen Nektar einzutragen.
Jeder Kelch ist prall gefüllt,
Bienchens Bein in Gelb gehüllt.
Früh geht's los in diese Weiten,
um Honig in die Waben zu leiten.
Angelockt von dem Gesumm,
schaut sich auch der Imker um.
Dankt ganz herzlich für das Glück
und kehrt träumend nach Haus zurück.
© Frank Dommenz