und trägt nicht aus, sie trägt nicht auf und trägt nicht ab. Wahre Liebe erträgt und verträgt sich. Wahre Liebe trägt, weniger nicht.
© Peter Rudl
An Marie
Du bist wie eine Dusche
So fein, so rein, so kalt,
Du bist wie eine Dusche
In einer Badeanstalt.
In deiner Näh ergreift mich
Der Liebe Allgewalt
Doch du – es überläuft mich –
Du bleibst so rein, so kalt.
Ich stammle: Ach Mariechen!
Vergeh' vor Liebe fast –
Du streichst den Mops, das Viehchen,
Das du so gerne hast.
Ich murmle was von Sehnen,
Von heißter Herzensglut –
Du unterdrückst das Gähnen
Und reichst mir meinen Hut.
Leb' wohl! Ich geh' nach Hause,
Ich lasse dich allein,
Du bist wie eine Brause
So kalt, so fein – so rein.
Verschnupft an Haupt und Herzen
Trag' ich mein tiefes Weh
Und denke dein mit Schmerzen,
So oft ich baden geh'!
Otto Müller, Pseudonyme Sommerstorff, O. Storff
© Peter Rudl
An Marie
Du bist wie eine Dusche
So fein, so rein, so kalt,
Du bist wie eine Dusche
In einer Badeanstalt.
In deiner Näh ergreift mich
Der Liebe Allgewalt
Doch du – es überläuft mich –
Du bleibst so rein, so kalt.
Ich stammle: Ach Mariechen!
Vergeh' vor Liebe fast –
Du streichst den Mops, das Viehchen,
Das du so gerne hast.
Ich murmle was von Sehnen,
Von heißter Herzensglut –
Du unterdrückst das Gähnen
Und reichst mir meinen Hut.
Leb' wohl! Ich geh' nach Hause,
Ich lasse dich allein,
Du bist wie eine Brause
So kalt, so fein – so rein.
Verschnupft an Haupt und Herzen
Trag' ich mein tiefes Weh
Und denke dein mit Schmerzen,
So oft ich baden geh'!
Otto Müller, Pseudonyme Sommerstorff, O. Storff