nix verspricht. Heiraten muß man prima furia, es muß der Labetrunk sein, den man im ersten Durst auf den heißen Stein der Liebe schütt'. Wie's nicht auf ein Zug geht, so merkt man's, daß man in d'Hitz trinkt, und laßt sich Zeit', bis die ganze G'schicht abg'standen is.
Johann Nepomuk Nestroy
Zeit zu geh'n
Geh hin und schweig!
Im fahlen Licht
zerreißt das Band
und hält mich nicht.
Kein Lichtstreif fern
am Horizont.
Ein Meer voll Schaum.
Nichts was sich lohnt.
Im Land der Feen
der Blick verhüllt.
Geheimer Wunsch
sich nie erfüllt.
Abseits der Welt
die Spur zum Glück
geht ein' Schritt vor
dann zwei zurück.
Der Schmetterling,
hilflos verirrt,
ist flügellahm,
enttäuscht und friert.
Es endet nie.
So war's der Schein.
Doch namenlos
will niemand sein.
Noch Zweifel nagt.
Die Seele weint.
Mein bester Freund?
Mein ärgster Feind?
Verlust? Gewinn?
Wir werden seh’n.
Das Dunkel mahnt:
S’ist Zeit zu geh’n.
Kein Schulterblick.
Leb wohl, mein Held!
Nur Sand im Aug'! –
Die Träne fällt.
Soll fließen sie.
Dahin. Sie rinnt.
Die letzte war's!
Mein Tag beginnt …
© Gabi Künzel
Johann Nepomuk Nestroy
Zeit zu geh'n
Geh hin und schweig!
Im fahlen Licht
zerreißt das Band
und hält mich nicht.
Kein Lichtstreif fern
am Horizont.
Ein Meer voll Schaum.
Nichts was sich lohnt.
Im Land der Feen
der Blick verhüllt.
Geheimer Wunsch
sich nie erfüllt.
Abseits der Welt
die Spur zum Glück
geht ein' Schritt vor
dann zwei zurück.
Der Schmetterling,
hilflos verirrt,
ist flügellahm,
enttäuscht und friert.
Es endet nie.
So war's der Schein.
Doch namenlos
will niemand sein.
Noch Zweifel nagt.
Die Seele weint.
Mein bester Freund?
Mein ärgster Feind?
Verlust? Gewinn?
Wir werden seh’n.
Das Dunkel mahnt:
S’ist Zeit zu geh’n.
Kein Schulterblick.
Leb wohl, mein Held!
Nur Sand im Aug'! –
Die Träne fällt.
Soll fließen sie.
Dahin. Sie rinnt.
Die letzte war's!
Mein Tag beginnt …
© Gabi Künzel