alles, was Menschen tun, ist Ausdruck ihres Hungers nach einem sinnvollen, lebenswerten Leben. Sehr oft tun Menschen sehr törichte, sehr unzureichende und schädliche Dinge auf ihrer verzweifelten, blinden Suche nach Leben und enden darum immer wieder in der Enttäuschung.
© Bernardin Schellenberger
Das sind die Stunden, die der Sehnsucht heilig sind:
Wenn in den Blütenblättern still der Abendwind
Ein dämmerdunkles Lied der müden Wehmut rauscht
Und dann verstummend selbst dem Spiel der Töne lauscht,
Wenn alle Kelche sommerschwere Düfte glühn,
Und ferne Himmelsrosen purpurblutend blühn,
Und unsrer Kindheit wundersame Märchenglocken
Mit weicher Liebesmär die Seelen an sich locken,
Wenn lautes Leben wesenlos vorüberrinnt …
Das sind die Stunden, die der Sehnsucht heilig sind.
Stefan Zweig
© Bernardin Schellenberger
Das sind die Stunden, die der Sehnsucht heilig sind:
Wenn in den Blütenblättern still der Abendwind
Ein dämmerdunkles Lied der müden Wehmut rauscht
Und dann verstummend selbst dem Spiel der Töne lauscht,
Wenn alle Kelche sommerschwere Düfte glühn,
Und ferne Himmelsrosen purpurblutend blühn,
Und unsrer Kindheit wundersame Märchenglocken
Mit weicher Liebesmär die Seelen an sich locken,
Wenn lautes Leben wesenlos vorüberrinnt …
Das sind die Stunden, die der Sehnsucht heilig sind.
Stefan Zweig