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Weiter nichts als ein wenig Sonne, ein kleiner Luftzug, ein paar Bäume, die

die Entfernung einrahmen, der Wunsch, glücklich zu sein, der Kummer darüber, daß die Tage vorbeigehen, die Wissenschaft immer ungewiß und die Wahrheit immer noch zu entdecken ist weiter nichts weiter, jawohl weiter nichts.
Unbekannt

Wer mit Menschen freiwillig umgeht, die er für schlecht oder falsch ansehen muß, der ist bei aller seiner Menschenkenntnis ein Tor und ein Selbstmörder dazu.
Carl Hilty

Der schlechte Ruf dringt bis ans Meer,
der gute bleibt auf der Schwelle zur Tür.
Bretonisches Sprichwort

Nicht Gesetze zu machen, ist das Problem, sondern dafür zu sorgen,
daß sie auch eingehalten werden.
© Prof. Querulix

Der mit Abstand wichtigste Raum im Weltall ist der zwischenmenschliche.
© Ernst Ferstl

Manche Theologen adeln jede Stammzelle mit der Weihe einer biblischen Abstammung.
© Reiner Klüting

Gemeoss

Um allein zu leben, muss man ein Tier oder ein Gott sein —

sagt Aristoteles. Fehlt der dritte Fall: Man muss beides sein — Philosoph… Friedrich Wilhelm Nietzsche Solange sich die Erde dreht, bieten die Frauen eigentlich immer noch dasselbe. Aber es ist immer wieder sehenswert. Unbekannt Die Suche nach dem Sein des Menschen scheint sich heute fast ausschließlich darauf zu verengen, was ihm alles in seiner ihm gegebenen Spanne zusammenzuraffen gelingt. © Peter Rudl Shakespeare's Heinrich VI.: »Ich sage wenig – denke desto mehr.« Heutiger Politiker: »Ich denke wenig – sage desto mehr.« © Willy Meurer Der liebe Gott muß mir bald sagen, was er will und was ich darf. An ihm ist jetzt der Entschluß. Rainer Maria Rilke Wo das Glück zuhause ist, dort wohnt auch der Nachbar Neid. © Almut Adler In postfaktischen Zeiten ist es umso wichtiger, Fakten zu schaffen und sie wie Utopien zu erzählen. © Thomas Holtbernd Grüble nicht über dein Schicksal nach. Das Los ist geworfen. Nimm es denn, wie es fiel. Bild' es zum Bessern au...

Jedermann wird zugestehen, daß der Mensch ein soziales Wesen ist. Wir sehen es

in seiner Abneigung gegen Einsamkeit sowie seinem Wunsch nach Gesellschaft über den Rahmen seiner Familie hinaus. Charles Darwin Wenn ich die Liebe an Attribute wie Schönheit und sonstige Werte knüpfe, dann arbeitet mein Denken, es prüft, wägt ab, vergleicht und die Liebe fliegt zum Fenster hinaus. © Peter Lauster Wollt ihr einen Fernsehsüchtigen heilen, verehrte Psychiater, so prüft zuerst ob sein Hirn noch mit Röhren bestückt, oder aber mit Transistoren ausgerüstet ist. © Martin Gerhard Reisenberg Die größte Angelegenheit des Menschen ist, zu wissen, wie er seine Stelle in der Schöpfung gehörig erfülle und recht verstehe, was man sein muß, um ein Mensch zu sein. Immanuel Kant Es dreht sich alles nur im Kreis, wenn das Ende den Anfang erreicht. © Hubert Joost Was immer auch Drogen tun können - ich kann es mit meiner Zunge tun! Unbekannt Betrüger kommen zwar selten weit, dafür geht es ihnen auf ihrer kurzen Strecke aber recht wohl. © Martin Gerhard Reisenberg Jeder...

Die Erscheinung ist vom Betrachter nicht losgelöst, vielmehr in die Individualität desselben verschlungen

und verwickelt. Johann Wolfgang von Goethe Wir gehören zu denen, welche ein wenig für sich leben und ein wenig für ihre Freunde, in der Hauptsache für ihr Volk. Gustav Freytag Wer Einblick hat, kann verstehen. Wer Durchblick hat, kann entscheiden. Wer Weitblick hat, weiß die Dinge zu lenken. © Peter Amendt Die Welt ein Buch Die Welt, die ist ein Buch, ein jeder eine Letter; Die Länder sind der Bund; die Zeiten sind die Blätter. In diesem find't man mehr betört als kluge Sachen; In diesem find't man mehr zum Klagen als zum Lachen; In diesem find't man mehr zu meiden als zu üben; In diesem find't man mehr zu hassen als zu lieben. Friedrich Freiherr von Logau Befehle zu erhalten war fast das Schlimmste für ihn noch schlimmer für ihn war keine Befehle zu erhalten © Gerald Dunkl Man kann sich in Geschwätz flüchten, aber auch in Geschweigen. © Gregor Brand Den Faulenzer soll jeder Beliebige zur gerichtlichen Verantwortung ziehen dürfen. Solon W...

Wenige haben den Mut, zu essen, wenn sie hungern, noch weniger den Mut,

zu schlafen, wenn sie müde sind. Alle haben wir eine Neigung, uns zum Sklaven der Stunde und der Überlieferung zu machen. Theodor Fontane Der Mensch hat neun Öffnungen. Wenn er mit seiner Aufmerksamkeit bei der einen verharrt, so stehen die andern acht leer. Stehen aber die andern acht dauernd leer, so stirbt der Leib. Lü Bu We Gebet, Gesang in letzter Stund' Sind Honig um des Richters Mund! Natürlich! Das gebührt sich da, Sie kennen ihn von Alters ja, Denn wohin auch und wie sie wandeln, Der Alte läßt ja mit sich handeln! Henrik Ibsen Ich höre die lautlose Stimme der Natur: "Geniesse die Schönheit des Herbstes und denke nicht an die Blumen des Frühlings. Man kann nicht beides gemeinsam erleben wollen." © Willy Meurer Der Glaube an einen lenkenden, strafenden Gott ist die letzte große Illusion der Menschheit, und was, wenn auch diese verloren ist? Dann ist sie klüger geworden - aber reicher, glücklicher? Jens Peter Jacobsen Wer das Feld seines Glücks ...

Treues Vorwärtswandern Seit' an Seit', eines macht den andern stark im Leid. Eines trägt des andern schwere Last, eines

hält des andern Hand umfaßt. Keines fragt den andern: Ist's noch weit? Selig ist das Wandern so zu zweit. Nachruf Das Glück ist Liebe, die Lieb' ist Glück, Ich hab' es gesagt und nehm's nicht zurück. Adelbert von Chamisso Wir möchten so viel: Haben. Sein. Und gelten. Daß einer alles hat: das ist selten. Kurt Tucholsky Alles Kluge, was man von sich gibt, ist schon gesagt worden. Und wenn man Glück hat, bemerkt es niemand. © Manfred Schröder Denn das Denken und Sein ist ein und dasselbe. Parmenides aus Elea

So ist die Jugend: Wie das Walzwerk einer immer laufenden Mühle. Schüttet man

gutes Korn in die Mühle, so wird gutes Mehl daraus. Gibt man jedoch minderes oder verdorbenes hinein, so wird auch das Mehl minderwertig oder schlecht. Tut man aber gar nichts hinein, dann zerreiben sich die Steine selber. Don Bosco Wer dir einen Tropfen Wasser schenkt, den lohne mit einem nie versiegenden Born. Aus China Wenn die Leute nicht zu faul wären, gäbe es noch mehr Schlechtigkeiten. © Erhard Blanck Das Leben ist für die unglücklichen Arbeiter nicht viel mehr als ein Kampf gegen den Tod, ein Leiden, um sich gegen das Leiden stark zu machen. Sully Prudhomme Positiv gesehen ist jeder, der besser als du sein will, einer, der dich bestätigt – bestätigt, daß du gut bist – daß du bist! © Bruno O. Sörensen Wenn die Anwesenheitsliste der Senatoren abgefragt wird, wissen die Senatoren nie, ob Sie mit "Anwesend" oder "Nicht schuldig" antworten sollen. Theodore Roosevelt

Die Grausamkeit gehört zur ältesten Festfreude der Menschheit. Folglich denkt man sich auch

die Götter erquickt und festlich gestimmt, wenn man ihnen den Anblick der Grausamkeit anbietet, — und so schleicht sich die Vorstellung in die Welt, daß das freiwillige Leiden, die selbsterwählte Marter einen guten Sinn und Wert habe. Friedrich Wilhelm Nietzsche Mit zwei Worten Am Gestade Palästinas, auf und nieder, Tag um Tag, "London?" frug die Sarazenin, wo ein Schiff vor Anker lag. "London!" bat sie lang vergebens, nimmer müde, nimmer zag, Bis zuletzt an Bord sie brachte eines Bootes Ruderschlag. Sie betrat das Deck des Seglers und ihr wurde nicht gewehrt. Meer und Himmel. "London?" frug sie, von der Heimat abgekehrt, Suchte, blickte, durch des Schiffers ausgestreckte Hand belehrt, Nach den Küsten, wo die Sonne sich in Abendglut verzehrt ... "Gilbert?" fragt die Sarazenin im Gedräng' der großen Stadt, Und die Menge lacht und spottet, bis sie dann Erbarmen hat. "Tausend Gilbert gibts in London!" Doch sie sucht un...

Grundsätze sind enge Kleider, die einen bei jeder freien

Bewegung genieren. Johann Nepomuk Nestroy Der Positivist war ein epistemologischer Nudist: Er schwärmte für nackte Tatsachen. © Anselm Vogt Hüte dich vor Illusionen, sie besitzen keine Schwächen. Unbekannt Gerechtigkeit: Eigenschaft und Phantom der Deutschen. Johann Wolfgang von Goethe Das einzig Intelligente an ihm ist sein Weisheitszahn. Mark Twain Wer sein Wissen laufend ergänzt, der glänzt. © Hubert Joost Ich möchte den Totenkopf des Mannes streicheln, der die Ferien erfunden hat. Jean Paul Die Zeit des Kalauers ist die Happy hour des Aphorismus. © Reiner Klüting Das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen. Rainer Maria Rilke Das Wetter wird wärmer – das Klima kälter. © Andrea Mira Meneghin

»Il faut cultiver notre jardin.« Den berühmten Schlußsatz aus dem ›Candide‹ versteht man

erst dann richtig, wenn man erfährt, daß Voltaire diesen Roman in Schwetzingen begonnen hat. © Ulrich Erckenbrecht Föhn Laß deinen Atem wehen, Frühling, du Held! Mag auch zugrunde gehen, Was morsch auf der Welt! Die Erde will keinen Freier, Der lahm und lack, Solch eine Hochzeitsfeier Feiert im Frack. Nein! einen wilden tollen Nackten Geselln, und in die Küsse sollen Todschreie gelln! Wogen sollen brüllen Gepeitscht an den Strand, Brechende Wälder füllen Mit Stöhnen das Land, Lawinen sollen dröhnen Ins zitternde Tal, Um das Brautbett tönen Soll Sturmchoral! So empfangen und zeugen Riesen ihr Kind. – – Uns ziemt es zu schweigen, Zwerge, die wir sind … A. de Nora

Eine von unseren wichtigsten Lebensaufgaben ist es wohl, dem Menschen gerecht zu werden.

Wenn ich mich frage, wie vielen von all den Menschen, denen ich begegnet bin, gerecht geworden bin, dann sind es einige wenige, und diese wenigen waren Menschen, die ich besonders gut mochte. Das ist keine große Leistung. © Paul Schibler In der Aufstellung unserer Grundsätze sind wir strenger als in ihrer Betätigung. Theodor Fontane Äußere Schönheit ist eine Ansichtssache, innere Schönheit eine Herzensangelegenheit. © Ernst Ferstl Auch die Ewigkeit bleibt niemals stehen. © Martin Gerhard Reisenberg Die, die man zu den Nächsten zählt, sind, wenn man sie braucht, meistens die Entferntesten. © Horst Rehmann Frechheit ist fast immer die Maske der Feigheit. Der Mutige ist ruhig. Otto von Leixner