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Wenn wir die Bildung weiterhin als Diät verabreichen, leicht verdaulich und ohne Ballaststoffe,

dürfen wir uns nicht wundern, wenn es zu Verdauungsbeschwerden und Mangelerscheinung kommt.
© Karl Werner Dickhöfer

Die holden Wünsche blühen,
Und welken wieder herab,
Und blühen und welken wieder –
So geht es bis ans Grab.

Das weiß ich, und das vertrübet
Mir alle Lieb und Lust;
Mein Herz ist so klug und witzig,
Und verblutet in meiner Brust.
Heinrich Heine

Echte Poesie kann kommunizieren, bevor sie verstanden wird.
Der Sinn wird zuerst von der Seele und nachher vom Verstand erfaßt.
George Eliot

Diplomatie ist die Kunst der Konfliktentschärfung, zwei oder mehr Gruppen jedweder Art so zufriedenzustellen, daß jeder denkt, als Sieger hervorgegangen zu sein.
© Sinan Gönül

Wer nicht zu lieben wagt, lebt nicht.
© Manfred Hinrich

Die Jahreszeiten bestimmen den Alltag der Erde,
wäre da nicht der Mensch dazwischen gekommen.
© Andrea Mira Meneghin

Unsicherheit ist meist die Folge fehlenden Wissens.
© Willy Meurer

Dank

Du hast mich beruhigt
in deinem Schweigen

und mich geborgen
in deinem Lächeln

ich hatte Zeit
mich zu sein…
© Hans-Christoph Neuert und Elmar Kupke, deutsche Dichter, Essayisten und Aphoristiker

Wie Sand

So fein und
golden wie Sand
bist du
und rieselst
durch meine
Hände
© Alpha Fragmentia

Gemeoss

Und wenn alles, was man sagt, wahr sein muß, so ist darum nicht

auch die Pflicht, alle Wahrheit öffentlich zu sagen. Immanuel Kant Wenn Blumen, gleichgültig welcher Farben und Formen, zusammenstehen, kann niemals ein Bild der Disharmonie entstehen. Vincent van Gogh Die Erfahrung rät uns zur Vorsicht, das Leben lehrt uns die Nachsicht, aber beides erwächst aus der Einsicht. © Peter Amendt Was ist das, die Liebe? Kann man sie in Worte fassen? Oder ist es einfach ein Ausdruck, für etwas, was nicht ausgesprochen werden kann? Denn die Liebe kann man nur erfahren, wenn man sie spürt. Dieses Gefühl. Ein Gefühl der Vollkommenheit. Auch wenn wir nicht vollkommen sind ergänzen wir uns zu einem Ganzen. © Miranda B. Man weiß und macht eigentlich nur, was man wissen und machen will. Die Schwierigkeit ist nur, dies zu finden. Genaue Beobachtung des ersten Moments der erscheinenden Velleität*, der gleichsam der Keim ist, wird uns überzeugen, das hier schon alles drin liegt, was sich nachher nur entwickelt und abklärt. (*Kraftloses, zögernde...

"Ist der Tod langweilig?", fragt der Lebende den Toten. "Mich dünkt eher das

Leben, wenn du schon mit den Toten sprichst!" © Daniel Hugentobler Alles auf Erde ist für den Menschen da, damit es ihm behilflich sei in der Erreichung seiner Lebensziele. Ignatius von Loyola Hätte ich am Morgen schon gewußt, wessen ich am Abend klüger bin, wäre der Tag nutzlos gewesen. © Damaris Wieser Es wäre ein Wunder, wenn ein junger Mann, der unter einem unausgesetzten System unnatürlichen Zwangs steht, nicht zuletzt ein Heuchler würde. Charles Dickens Zu verlieren, zu verschenken, Hat der Ärmste auch. Das wäre? Zu verschenken: seine Neigung, Zu verlieren: seine Ehre. Verfasser unbekannt Es gibt so viele Morgenröten, die noch nicht geleuchtet haben. Rigveda Beim Erben können sich Besitzer ganzer Häuserzeilen um eine Tasse streiten. © Professor Dr. Josef Vital Kopp Zuschanden werden die leichtfertigen Verächter. Bibel Wer mit dem Rücken zur Wand steht, kann die Kraft entwickeln, sie einzudrücken. © Volkmar Frank Wirkliche Egoisten lieben ihren N...

In der Sekunde nun, als dieser mit dem Kuchengeschmack gemischte Schluck Tee meinen

Gaumen berührte, zuckte ich zusammen und war wie gebannt durch etwas Ungewöhnliches, das sich in mir vollzog. Ein unerhörtes Glücksgefühl, das ganz für sich allein bestand und dessen Grund mir unbekannt blieb, hatte mich durchströmt. Mit einem Schlage waren mir die Wechselfälle des Lebens gleichgültig, seine Katastrophen zu harmlosen Mißgeschicken, seine Kürze zu einem bloßen Trug unserer Sinne geworden; es vollzog sich damit in mir, was sonst die Liebe vermag, gleichzeitig aber fühlte ich mich von einer köstlichen Substanz erfüllt: oder diese Substanz war vielmehr nicht in mir, sondern ich war sie selbst. Ich hatte aufgehört, mich mittelmäßig, zufallsbedingt, sterblich zu fühlen. Marcel Proust Jugend braucht viel Liebe, Vertrauen, Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit, um nicht Geschmack an Gewalt und Terror zu finden. © Dr. Carl Peter Fröhling Probleme Die meisten Probleme lösen sich von selbst, wenn man jemanden findet, der einem bei dem zuhört, was man sich selbst nie erzählen k...

Die Biertischstrategen verändern nicht die Weltgeschichte. Doch die Weltgeschichte hat die Biertischstrategen auch

nicht verändert. © Dr. rer. pol. André Brie Das Leben ist weder ein Leiden noch eine Wonne, sondern eine Arbeit, welche wir zu verrichten und ehrlich zu vollbringen verpflichtet sind. Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville Der Verstand ist immun gegenüber dummen Gedanken, aber dumme Gedanken sind oft immun gegenüber dem Verstand. © Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck Die meisten Menschen, die früh alt werden, sind es immer gewesen. Es gibt greisenhafte Kinder, wie es Kinderseelen bei alten Menschen gibt. Carl Ludwig Schleich Ist es nicht immer wieder eine helle Freude, manchen Leuten zuzuhören, mit welcher Begeisterung sie von ihren neuen Sorgen erzählen? © Ernst Ferstl Blink mal wieder, Frieda! Unbekannt Der Hammer ist zwar ein primitives Werkzeug – der Computer würde aber unterliegen. © Georg Skrypzak Es gibt nichts Dümmeres auf der Welt als einen tapferen Offizier. Arthur Wellesley Herzog von Wellington Jedes gründliche Fachwissen kann nur aus der Literatu...

Der Tod muß so schön sein. In der weichen braunen Erde zu liegen,

während das lange Gras über einem hin und her schwankt, und der Stille zu lauschen. Kein Gestern, kein Morgen haben. Oscar Wilde Menschen, die sich gerne schmeicheln lassen, sind geneigt, da, wo nur reine, nackte Wahrheit erscheint, verborgene Zwecke, Überspannung und das Werk einer beleidigten Empfindlichkeit zu sehen. Fénélon Des Lebens Kunst ist leicht zu lernen und zu lehren; du mußt vom Schicksal nie zu viel begehren; der, welchem ein bescheidenes Los genügt, hat einen Schatz, der nie versiegt. Dem Unersättlichen in jeglichem Genuß wird selbst das Glück zum Überdruß. Ludwig Bechstein Den Kirchen fehlen ihre Gemeinden von Gläubigen; den Gläubigen fehlen Priester und den Priestern fehlt jegliche Ehre. Alles was bleibt, sind ein paar Christen ohne Christus. Bernhard von Clairvaux Es lächelt der Tag. Wissend nimmt er uns in den Arm und reicht uns von einem Augenblick zum anderen. © Helga Schäferling Vom Kritiker Der Kritiker hat immer recht, unfehlbar wie der...

Was ich nicht verstehe ist, daß die Leute auf der Straße zwar laufend

Grüß Gott zueinander sagen, sich aber in der Kirche nicht grüßen. Die Gläubigen singen und beten miteinander, doch sie haben für ihren Nachbarn in der Bank oft keinen Blick übrig. Auch der Friedensgruß ist vielfach ein Krampf, wenn er überhaupt stattfindet. Steht da nicht geschrieben: "Grüßt einander mit dem Kuß der Liebe!" (1. Petrus 5.14)? © Petrus Ceelen Vielleicht haben wir uns nur gegenseitig etwas "benutzt" – Ich klaute mir mein Stückchen Liebe und du hast auf dich aufmerksam gemacht Vielleicht... © Norbert Esser Gelehrsamkeit auch darum so imponierend, weil man sie sich nicht durch eine willkürliche Anstrengung ersetzen (verschaffen) kann als das Gefühl, Genieblick usw. Jean Paul Alle Liebe der Menschen muß erworben, erobert und verdient, über Hindernisse hinweg erhalten werden; die Mutterliebe allein hat man immer unerworben und unverdient. Berthold Auerbach Männer widerstehen oft den besten Argumenten und erliegen einem Augenaufschlag. H...

Zeitungsenten sind immer mit Vorsicht zu genießen - nicht nur wegen der grassierenden

Geflügelpest. © Willy Meurer Es werden Engel, aber nicht Gefallene geschaffen. – Nie kann ein Kind für zu unschuldig und gut gehalten werden. Jean Paul Zum Bußtage (Jesaja 38, Vers 17) Um Trost war mir sehr bange! Oft hab' ich Tag und Nacht, auf meinem Pilgergange in Tränen zugebracht. Wenn mich die Trübsalswogen umtost mit Sturmgebraus, dann schaut' ich nach dem Bogen des ew' gen Friedens aus. Um Trost war mir sehr bange! Wie hat mein zagend Herz gerufen: „Herr, wie lange! Ach heile meinen Schmerz!“ War ich in Angst und Sorgen, aß ich mein Tränenbrot, dann klagt' ich jeden Morgen, mein Gott, dir alle Not. Um Trost war mir sehr bange! Ich seufzte Tag für Tag, wenn Leid und Grämen lange auf meinem Herzen lag. Und ward des Kampfes Ringen in deiner Kraft vollbracht, dann zog auf Andachtsschwingen zu dir ich in der Nacht. Um Trost war mir sehr bange in meiner Sündennot, und drohte mir die Schlange mit ew' gem Höllentod, dann wär i...

Und der Herr sprach zu Abraham: "Geh aus deinem Lande, verlaß deine Sippe,

deines Vaters Haus, und zieh in ein Land, das ich dir zeigen will. Ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen, und durch dich sollen alle Völker der Erde Segen empfangen." Da zog Abraham nach den Worten des Herrn aus. Bibel Die Seligkeit, einmal für eine große Idee gelitten zu haben, bestimmt unsere Entschlüsse auch lange noch, nachdem der Zweifel uns hellsichtig gemacht hat. Moses Joseph Roth Die Abschaffung der Pressefreiheit ist eine physische Vergewaltigung und der Demokratie unwürdig. Maxim Gorkij Unendlichkeit kann sich leisten, alles nur einmal geschehen zu lassen. © Dr. phil. Michael Richter Börse: Pleitegeierlotterie © Manfred Hinrich Die Handschrift eines jeden Schülers muß vier Eigenschaften in sich vereinigen; sie muß deutlich, einfach, fließend und gefällig sein. Karl Kehr

Sagt der Theologe zum Philosophen: Philosophie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen

Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist. Erwidert der Philosoph: Aber Theologie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist, und dann ruft: "Ich hab sie!" Unbekannt Abendlied Ringsum nun wird es stille, Indeß der Tag versinkt, Und froh im Gras die Grille Den Thau der Dämmrung trinkt. Aufsteigt die Nacht im Westen, Sie athmet hörbar kaum Und wiegt von Ast zu Aesten Den Wald in Schlag und Traum. Den Vögeln wie sie brüten, Drückt sie die Augen zu Und lullt im Thal die Blüten, Die Aehren all' in Ruh'. Komm, Mutter Nacht, und lege Die Hand aufs Herz mir mild, Daß sie die wilden Schläge Dem Ruhelosen stillt! Adolf Friedrich Graf von Schack

Ich sehe nicht ein, warum ich nicht, wenn ich es nur ernstlich will,

der erste Geschichtsschreiber in Deutschland werden kann. Johann Christoph Friedrich von Schiller Bei einem Weibsbild, das darauf beharrt, eine Dame zu sein, ist die Gürtellinie noch nicht in die Hose gegangen © Andreas Egert Meine Freunde, was ist ein großes Leben, wenn nicht eine jugendliche Idee, ausgeführt durch das reife Alter. Alfred Comte de Vigny Für viele ist Denken nur eine Notdurft. Entweder machen sie es nur notdürftig, oder kommt deshalb auch so viel Sch.... dabei raus. © Erhard Blanck Im April mit seinen Launen, kann man über manches staunen; Regenguß und Sonnenschein, auch der Schnee gesellt sich drein. © Oskar Stock X. ist so verdorben, daß er schon wieder ein Leckerbissen für Feinschmecker wäre. © Gerd W. Heyse Wer sich selbst anklagt, der will nur von den Andern verteidigt werden. Verfasser unbekannt Wenn ein Idiot dich Idiot nennt, darfst du stolz auf dich sein. Aus England Die Welt ist eine Prophezeiung von kommenden Welten. Aus England...