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Auch die Wissenschaft hat ihre Apostel, ihre Märtyrer, ihre Gesetzgeber, ihren Katechismus und

sie dringt überall ein.
Francesco De Sanctis

Das beste Mittel gegen Hypochondrie ist, sich statt mit dem eigenen Körper mit dem eines anderen Menschen zu befassen.
Unbekannt

Immer Gerechtigkeit für andere: Mut für uns selbst. Das sind zwei Tugenden, worin alle andern bestehen.
Rahel Antonie Friederike Varnhagen von Ense

Advent ist, wenn Kinderaugen
wieder zu strahlen beginnen
und wir uns anstecken lassen
von der Vorfreude auf Weihnachten.
© Gudrun Kropp

Würfel gehn von Hand zu Hand,
fallen an des Tisches Rand,
fallen immer, wie sie wollen,
niemals, wie sie sollen.
© Ulla Leber

Die letzte Liebe ist die wahre.
Aus Rußland

Ein wenig Verstand sollte jeder Vernunft schon innewohnen.
© Martin Gerhard Reisenberg

Vampire möchten endlich Feiermorgen haben.
© Walter Ludin

Das Vertrauen hat keine Augen; jener hat keine Vertrauen, der zu sehen wünscht.
Aus Spanien

Wer nur zynisch ist, ist ein Ekel. Wer nie zynisch ist, ist langweilig.
© Ulrich Erckenbrecht

Gemeoss

Was Hänschen nicht lernt – wird Gretchen ihm schon

beibringen! Unbekannt Lachenden Mutes sind wir geschieden, Ahnten nicht, daß es für immer war. Werd' ich dich nie mehr sehen hienieden? Seltsam ist es und wunderbar! Scherzend den letzten Kuß dir vom Munde Küßt' ich in lachender, glücklicher Stunde. Dort wo die Wolken so leuchtend scheinen, Dort auf seligem Inselland Wandeln wir einst in Myrtenhainen, Liebende Schatten Hand in Hand. Daß man auf ewig sich trennen müsse, Nimmermehr glauben das zärtliche Küsse. Hermann Ritter von Lingg Computer – früher ging es ohne, heute geht ohne nichts. © Erwin Benz Die Gabel sticht, der Besen kratzt, Das Kind erstickt, die Mutter platzt. Johann Wolfgang von Goethe Die alte Weide wäscht ihre Füße im Fluß dann geht sie schlafen © Erhard Horst Bellermann Die Menschheit hat eine lange Liste von Dummheiten vorzuweisen; ganz oben: Politik und Religion. © Karl de Laer Zu zweit ist die Einsamkeit doppelt schwer. © Bruno Ziegler Überall fehlt das Gespräch. © Elma...

Globalisierung: Man jagt in die Breite. Man schießt in

die Höhe. Man versiegelt die Tiefe. © Andreas Tenzer Die häufigste Form des Amtsschimmels ist der Bürohengst. © Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck In seinem Kopf hat eine Wissensexplosion stattgefunden. Jetzt gähnt dort ein absolutes Nichts. © Gerd W. Heyse Seltsam, wohin einen zuweilen ein krummer Pfad führt. Aus Rußland In Weltgeschäften hilft Zutrauen weniger als Mißtrauen. Johann Jakob Engel Bei großen Unternehmungen wie bei großen Gefahren muß der Leichtsinn verbannt sein. Johann Wolfgang von Goethe Alle Männer, die man sich angelt, haben einen Haken. © Kunigunde Klaboschke Arm ist nicht der, der wenig hat, sondern der, der viel träumt. Aus England Ordnung ist die Seele in allen Dingen. Matthaeus Cornelius Münch Im Schatten der Zukunft werden wir blaß. © Georg Skrypzak

Aber – ich soll ein echtes, ein wahres Weib sein! Was ist denn

das: ein wahres Weib? Muß ich, um ein wahres Weib zu sein, bügeln, nähen, kochen und kleine Kinder waschen? Hedwig Dohm Ich zweifle noch immer … na ja, warum soll ich denn nicht zweifeln, wenn's mir eine Erleichterung verschafft? Zweifeln kann man an allem, und unter zehnmal zweifelt man neunmal mit vollem Recht! Johann Nepomuk Nestroy Der Unverstand ficht bei Gelegenheit Auch von den Klugen wohl die meisten an; Drum kann ein Mensch schon gelten für gescheit, Der weiß, was er an Dummheit leisten kann. Albert Roderich Ein Lehrer verstößt heute schon gegen die allgemeine Schulpraxis, wenn er das unverschämte Benehmen seiner Schüler mehr als nur feststellt… © Elmar Kupke Ein versperrtes Tor ist leichter zu öffnen als ein versteinertes Herz. © Ernst Ferstl Ein Vogel im Käfig hat stets zu essen, doch wird er nie den Flug in der Morgensonne genießen können.. © Robert Maly´ Was ist das Heiligste? Das, was heut und ewig die Geister, Tiefer und tiefer gefühlt, immer nu...

Man kann das Laster als eine verfehlte Berechnung der Wechselfälle, als einen Irrtum

in der Wertschätzung von Freud und Leid definieren. Es ist falsche moralische Arithmetik. Jeremy Bentham Der Charakter ist die empirisch erkannte, beharrliche und unveränderliche Beschaffenheit eines individuellen Willens. Arthur Schopenhauer Es ist weise, viele Dinge zu erforschen; aber es ist noch weiser, bei Zeiten zu erkennen, dass wir an unseren Grenzen früher ankommen als an den ihrigen. Unbekannt "Wie heißt das schlimmste Tier mit Namen?" So fragt ein König einen weisen Mann. Der Weise sprach: "Von wilden heißt's Tyrann, Und Schmeichler von den Zahmen." Gotthold Ephraim Lessing Segen denen, die gefunden früher liebe Rosenstunden. Johann Wolfgang von Goethe Wer sich nicht zu bescheiden weiß, geht maßlos unter. © Peter Amendt Nur wenn der Mensch des Äußeren beraubt wird wie Winter, besteht Hoffnung, daß sich ein neuer Frühling in ihm entwickelt. Dschalal ad-Din Muhammad Rumi Wo ist also dieses Ich, wenn es weder im Körper, noch in ...

Die Bewusstheit über das, was wir uns nicht gönnen,

lässt uns erkennen, was wir brauchen. © Dörthe Huth Die nackte Wahrheit ist manchmal attraktiver als die bestbekleidete Unwahrheit. © Willy Meurer Glauben Sie mir: der Staat ist immer für Sie da, wenn er Sie braucht. © Dr. rer. pol. Gerhard Kocher Sogar die Grundsteine der Menschlichkeit sind den meisten Leuten längst vom Herzen gefallen. © peter e. schumacher Manche Bestimmungen erscheinen ausgedümmelt, aber so etwas sagt man nicht. © Erhard Horst Bellermann „Das letzte, was dir von den Frauen bleibt, ist das selbstgekochte Essen…“ © Elmar Kupke Das Neue erfreut jene, die nichts zu verlieren haben. Aus Venedig Des Frevels Acker trägt den Tod als Erntelohn. Aischylos Man sollte in Biographien einmal die Taten ins Licht setzen, die einer seingelassen hat. © Matthias Pleye Was am meisten Unheil anrichtet, das ist der inconsequente Despot. Johann Jakob Mohr

Jahrhundertelang dauert es, bevor ein Wahn, ein Aberglaube als solcher erkannt und von

der Menge aufgegeben wird. ... Jahrhundertelang hat man Hexen verbrannt, Juden als Hostienschänder und Brunnenvergifter gehetzt und die Folter als Zwangsmittel zur Erlangung wahrer Aussagen vor Gericht angewendet; der gesunde Menschenverstand lag in Schlafsucht. ... Gerhardt von Amyntor Einen Engel wünsch' ich mir, Gottes Nähe möchte ich spüren; Guter Engel, komm zu mir, um mich zärtlich zu berühren. Unbekannt Die uns am Herzen liegen, haben ein Recht darauf zu erfahren, was uns durch den Kopf geht. © Ernst Ferstl Gesegnet jene Flure wo du dein Haus erstellt. Gesegnet ihr Bewohner, dort baut das Glück sein Zelt. Zu Perlen werden Steine, zur Ros' der Distel Grün. Staub ist dort süßer Amber. Mit Honig Bäche ziehen. Ali Ibn Al Andalusi Hazm Mein Haus ist sauber genug, um gesund zu sein – und schmutzig genug, um glücklich zu sein. Aus Irland Eine gefallene Frau ist das nächste Stadium einer gestolperten Frau. © Andrzej Majewski

Druckfehler kommen nur selten vor. Denn die Drucker drucken nur, was ihnen andere

liefern. Deshalb sind die meisten Fehler in Zeitungen, Zeitschriften und Büchern in Wirklichkeit Fehler des Setzers, Journalisten oder Autors. © Ernst Probst Das Eis Das Eis, das gibt’s in jeder Form, ganz dick, ganz spitz, ganz rau und eine Sorte schmeckt enorm, ob Kirsche - ob Kakao. Doch das, was Kufen blitzen läßt, bedeckt den ganzen See und selbst der letzte Pfützenrest, der reicht für ein Juchhe. Am Dach, da hängt es dutzendfach in glitzernder Gestalt es wächst bei Frost die ganze Nacht, besonders, wenn’s ganz kalt. So schnell wie es gekommen ist, so schmilzt es auch dahin, bevor’s jedoch zerronnen ist, war es ein Lustgewinn. © Klaus Ender

Mülltrennung rettet nicht die Welt, Mülltrennung rettet die gute

Beziehung zum Hausmeister. © Josef Bordat Das Stiefkind Wandernd zog ich durch den Staub Sommerheißer Straßen, Rand entlang im breiten Laub Schwere Trauben saßen. Doch auch eine Rose klomm Aus den grünen Ranken Und ihr rundes Antlitz glomm Und sie schien zu wanken. Und ein Winzer stand im Sold, Der Empfindungslose Hütete der Trauben Gold, Aber nicht die Rose. Und der Rose naht' ich hold, Brach sie mit Gekose – Mach' euch glücklich euer Gold, Mich beglückt die Rose! Johann Fercher von Steinwand Was die Welt dir nicht gab, das kann die Welt dir nicht nehmen! Johann Kaspar Lavater Schuldgefühle sind wie Widerhaken im Gehirn, man kann sie nur mit großen Verletzungen herausreißen. © Horst Reiner Menzel Das Alter: Neue Besen haben gut kehren, was die Alten besenrein hinterlassen haben. © Willy Meurer Der Jammer des Fabulierers: wie gewonnen, so zersponnen...! © Martin Gerhard Reisenberg Man kann sehr viel mit wenigen Worten sagen. © Erich Limp...

Keine Religion predigt die Unmoral; aber sicher ist, daß von allen existierenden die

christliche Religion diejenige ist, unter deren Maske die Menschen am unglücklichsten werden. – So steigert sich der Haß gegen eine Menschenklasse, die unter dem Anschein, den Indios Gutes zu tun, ihnen ihren Besitz gewaltsam wegnimmt und sie glauben macht, es sei eine Sünde, sich darüber zu beklagen. Alexander Freiherr von Humboldt Meine unendliche Liebe zu Dir umschlingt dein Herz wie der Efeu die Stäbe des Zauns und bildet immer Triebe, ohne die die Luft zum atmen zu nehmen. © Margit Strott-Heinrich Bunten Hunden gelingt es selten, sich überzeugend als graue Maus zu tarnen. Farblich klappt es manchmal, aber das Bellen mindert doch den Gesamteindruck © KarlHeinz Karius Es ist schwerer aus einer Idee wieder heraus zu kommen, als eine neue zu entwickeln. © Roger Blacan Jeder Mensch ist von Interesse - für sich selbst. Unbekannt Vor der eigenen Tür fegen und innere Ruhe erübrigen all das Weltverbesserungsgetue. © Peter Henatsch

Eine Skizze wirkt oft so viel mehr und höher als die Ausführung, weil

in letztere vieles aufgenommen wird, was man füglich entbehren könnte, in der Skizze hingegen nur das Notwendige, die Phantasie Anregende. Karl Friedrich Schinkel II. Unsre Seelen bleiben freilich, In platonischer Empfindung, Fest vereinigt, unzerstörbar Ist die geistige Verbindung. Ja sogar im Trennungsfalle Fänden sie doch leicht sich wieder; Denn die Seelen haben Flügel, Schnelles Schmetterlingsgefieder; Und dabei sind sie unsterblich, Und die Ewigkeit ist lange; Und wer Zeit hat und wer suchet Findet, was er auch verlange. Doch den Leibern, armen Leibern, Wird die Trennung sehr verderblich, Haben keine Flügel, haben Nur zwei Beine, und sind sterblich. Das bedenke, schöne Kitty, Sei vernünftig, klug und weise; Bleib in Frankreich bis zum Frühling, Bis ich mit nach England reise. Heinrich Heine