ein göttlicher Akt.
© Helga Schäferling
Leute, die kein geistiges Ich haben, können sich selbst bespiegeln, aber sie können sich nicht selbst beschauen.
Peter Rosegger
Läufers Marathongedanken
Der Startschuss fällt, Dein Herz, das hämmert
Und endlich Deinem Köpfchen dämmert:
Es kommt wohl alles nur davon,
Ich laufe heute Marathon.
Die Meute drängt und läuft und schwitzt
Und ab und an siehst Du wie's blitzt
Aus Kameras von Alt und Jung,
Das dient wohl der Erinnerung.
Du hältst Dein Tempo, schaust gradaus,
Du überholst und Du weichst aus.
Im Kopf nur immer eins im Sinn:
Wo ist das Ziel? Da will ich hin.
Die halbe Strecke ist geschafft
Dank Willens- und auch Muskelkraft.
Das ging viel schneller als vermutet,
Als jeder es Dir zugemutet.
Im Hinterstübchen liegt erhaben
Und tief und fest der Satz vergraben:
Der Lauf geht erst ab Kilometer Dreissig an,
Denn dann kommt er, der Hammermann.
Du fühlst ihn nicht und willst ihn nicht,
Du tust nur Deine Läuferpflicht
Und trabst dem Ziel voll Kraft entgegen,
Die Brust ist stolz, das Haar verwegen.
Am Stand von Klaus ein nettes Lächeln,
Die Beine schmerzen, weiter hecheln.
Es ist jetzt nicht mehr allzu weit
Und Du liegst gut in Deiner Zeit.
Den letzten Kilometer dann,
Den hältst du durch, da bleibst Du dran.
Ein Freudentränchen Du dann flennst,
Wenn durch das Disco Tor Du rennst.
Noch ein paar Meter Aschenbahn,
Dann ist der Marathon getan.
Dein Hirn, Dein Herz vor Freude taumelt,
Dir wird ein Orden umgebaumelt.
Jetzt kannst Du sagen voller Stolz:
Ich bin von ganz besondrem Holz,
Ich hab trainiert mit aller Kraft,
ICH habe einen Marathon geschafft.
© Steffen Fennig
© Helga Schäferling
Leute, die kein geistiges Ich haben, können sich selbst bespiegeln, aber sie können sich nicht selbst beschauen.
Peter Rosegger
Läufers Marathongedanken
Der Startschuss fällt, Dein Herz, das hämmert
Und endlich Deinem Köpfchen dämmert:
Es kommt wohl alles nur davon,
Ich laufe heute Marathon.
Die Meute drängt und läuft und schwitzt
Und ab und an siehst Du wie's blitzt
Aus Kameras von Alt und Jung,
Das dient wohl der Erinnerung.
Du hältst Dein Tempo, schaust gradaus,
Du überholst und Du weichst aus.
Im Kopf nur immer eins im Sinn:
Wo ist das Ziel? Da will ich hin.
Die halbe Strecke ist geschafft
Dank Willens- und auch Muskelkraft.
Das ging viel schneller als vermutet,
Als jeder es Dir zugemutet.
Im Hinterstübchen liegt erhaben
Und tief und fest der Satz vergraben:
Der Lauf geht erst ab Kilometer Dreissig an,
Denn dann kommt er, der Hammermann.
Du fühlst ihn nicht und willst ihn nicht,
Du tust nur Deine Läuferpflicht
Und trabst dem Ziel voll Kraft entgegen,
Die Brust ist stolz, das Haar verwegen.
Am Stand von Klaus ein nettes Lächeln,
Die Beine schmerzen, weiter hecheln.
Es ist jetzt nicht mehr allzu weit
Und Du liegst gut in Deiner Zeit.
Den letzten Kilometer dann,
Den hältst du durch, da bleibst Du dran.
Ein Freudentränchen Du dann flennst,
Wenn durch das Disco Tor Du rennst.
Noch ein paar Meter Aschenbahn,
Dann ist der Marathon getan.
Dein Hirn, Dein Herz vor Freude taumelt,
Dir wird ein Orden umgebaumelt.
Jetzt kannst Du sagen voller Stolz:
Ich bin von ganz besondrem Holz,
Ich hab trainiert mit aller Kraft,
ICH habe einen Marathon geschafft.
© Steffen Fennig