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FKK-Strände sind humanitäre Einrichtungen zur Aufhebung der Unterschiede zwischen Arm und Reich.© Erwin

Koch

Glaube den Leuten nicht, die behaupten, niemals eifersüchtig gewesen zu sein. Sie haben in Wahrheit nie geliebt.
Unbekannt

Schreckliche Folgen eines Bleistifts

I
O Madrid, ich muß dich hassen,
Denn du hast ihn schnöd verkannt,
Den Murillo seinen besten
Schüler stets mit Stolz genannt.

Keiner hatte wie Pedrillo
Dieses lange Lockenspiel,
Keiner trug Hispaniens Mantel
Mit so vielem Kunstgefühl;

Keiner wiegte auf dem Haupt
Solchen hohen, spitzen Hut,
Und das edle Bleistifspitzen
Konnt’ er aus dem Grunde gut.

Meistens nahm er Nr. 7,
Und mit kunstgeübter Hand
Spitzt’ er ihn an beiden Enden,
Weil er dieses praktisch fand.

Einstmals merkte dies Murillo,
Und er sprach in erstem Ton:
»Was ich eben da bemerke,
Das gefällt mir nicht, mein Sohn;

Denn ich glaube, daß du hierin
Sehr auf falschem Wege bist,
Weil es erstens sehr gefährlich,
Zweitens auch nicht nötig ist.«

Doch Pedrillo (wie gewöhnlich
Diese jungen Leute sind)
Schlug Murillos weise Lehre
Lirum larum! in den Wind.

II
Übrigens (das muß man sagen)
Was die edle Kunst betraf,
Überhaupt in seinem Fache,
War Pedrillo wirklich brav.

So z.B. die Madonna;
Ja, wer hätte das gedacht?
Selbst der große Don Murillo
Hätte Beßres nicht gemacht.

Aber so was kostet Mühe,
Und es kostet auch noch Geld,
Denn Pedrillo hatte häufig
Sich dazu Modell bestellt.

Sie war eine Schneiderstochter
Aus der Vorstadt von Madrid,
Schwarze Augen, blonde Flechten
Brachte dieses Mädchen mit.

Als Pedrillo nun gemalet
Dieses Mädchen als Porträt,
War der große Don Murillo
Auch nicht ungern in der Näh’.

Früh vom Morgen bis zum Abend
Unterweist der Meister ihn,
Und Pedrillo folgte willig
Stets mit eifrigem Bemühn.

Aber abends, wo ein jeder
Gerne seine Ruhe hat,
Führt’ Pedrillo jenes Mädchen
Oft spazieren vor die Stadt.

Einstmals merkte dies Murillo,
Und er sprach mit ernstem Ton:
»Was ich eben da bemerke,
Das gefällt mir nicht, mein Sohn;

Denn ich glaube, daß du hierin
Sehr auf falschem Wege bist,
Weil es erstens sehr gefährlich,
Zweitens auch nicht nötig ist.«

Doch Pedrillo (wie gewöhnlich
Diese jungen Leute sind)
Schlug Murillos weise Lehre
Lirum, larum! in den Wind.

III
Schon am nächsten Donnerstage,
Als ein schöner Abend war,
Sah man draußen vor dem Tore
Dieses pflichtvergeßne Paar.

Zu dem dort’gen Myrthenhaine
Gingen sie im Mondeslicht,
Aber keiner sah sie wieder,
Wenigstens lebendig nicht.

Denn es sprach zu ihr Pedrillo:
»Sprich, Geliebte, liebst du mich?«
Und sie preßt ihn an den Busen,
Sprechend: »Ja, ich liebe dich!«

»Au!« schrie plötzlich da Pedrillo,
Und das Mädchen schrie es auch;
Tödlich fielen beide nieder
Unter einen Myrthenstrauch.

Keiner wußte, was geschehen,
Bis des Morgens in der Früh,
Denn da kam ein alter Klausner
Durch den Wald und merkte sie.

Und als er die beiden Leichen
In der Nähe sich besah,
Fand er alles ganz natürlich,
Denn, ach Gott! was fand er da?

Ach, ein Bleistift Nr. 7,
Den Pedrillo zugespitzt,
Zugespritzt an beiden Enden,
Hatte dieses Blut verspritzt.

Als Murillo dies vernommen,
Sprach er sanft und weinte sehr:
»Ach! O Jüngling, spitze niemals
Einen harten Bleistift mehr;

Führe Mädchen nie spazieren,
Denn dies Beispiel zeigt es klar,
Daß es erstens sehr gefährlich,
Zweitens auch nicht nötig war.«
Wilhelm Busch

Gemeoss

Sagt der Theologe zum Philosophen: Philosophie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen

Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist. Erwidert der Philosoph: Aber Theologie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist, und dann ruft: "Ich hab sie!" Unbekannt Abendlied Ringsum nun wird es stille, Indeß der Tag versinkt, Und froh im Gras die Grille Den Thau der Dämmrung trinkt. Aufsteigt die Nacht im Westen, Sie athmet hörbar kaum Und wiegt von Ast zu Aesten Den Wald in Schlag und Traum. Den Vögeln wie sie brüten, Drückt sie die Augen zu Und lullt im Thal die Blüten, Die Aehren all' in Ruh'. Komm, Mutter Nacht, und lege Die Hand aufs Herz mir mild, Daß sie die wilden Schläge Dem Ruhelosen stillt! Adolf Friedrich Graf von Schack

Die sogenannte Prinzipienreiterei ist eine üble Sache, und es würde uns nie einfallen,

von irgendeiner Arbeiterpartei zu verlangen, daß sie um des abstrakten Programmschemas willen auf naheliegende praktische Vorteile verzichte. Rosa Luxemburg Niemand ist so unglücklich wie ein Idol, das sich selbst überlebt hat. Joseph Addison Es gibt auch eine Macht der Gewöhnlichkeit. © Gerd W. Heyse Vom Eise befreit sind Gletscher und Pol durch des Menschen gierig beraubenden Blick. Im Tale schwindet Hoffnungsglück. © Andreas Tenzer Im Neuen sich treu, Und im Alten auch neu: Den Wahlspruch der Welt Hab' auch ich mir gestellt. © »Klassisches Vergißmeinnicht« Die Ausrede ist der Nachsatz zum guten Vorsatz. © Klaus Klages

Wenn du lange genug am Fluß sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines

Feindes vorbeischwimmen. Aus China Es genügt nicht zum Fluß zu kommen mit dem Wunsch, Fische zu fangen. Man muß auch das Netz mitbringen. Fernöstliche Weisheit Mütterchen, sagt immerdar, immerdar, Früh zu freien bringt Gefahr, bringt Gefahr, Ich soll warten mit dem Frein, mit dem Frein, Bis ich werde klüger, klüger sein. Doch ich fürcht' nicht die Gefahr, die Gefahr, Nehm' ein Weib noch dieses Jahr, dieses Jahr, Denn wenn ich erst klüger bin, klüger bin, Kommts mir nicht mehr, nicht mehr in den Sinn! © Ungarisches Volkslied Leuchtturm Wegweiser in Dunkelheit Einsamkeit Angst Not und Gefahr. Trotzt du Wellen und Wind im Sturm. Wie der Mensch der seine Stürme des Lebens auch meistert. Und das Licht der Hoffnung leuchtet in seinem Herz. © Karin Thießen Wer hoch hinaus will, sollte beim Blick in die Abgründe, die sich dann vor ihm auftun, schwindelfrei sein. © Dr. Achim Reichert In der Spaßgesellschaft erntet die meisten Lacher, wer ...

Manche witzigen Einfälle sind wie das überraschende Wiedersehen zweier befreundeter Gedanken nach einer

langen Trennung. Friedrich von Schlegel Kurz scheint das Leben dem Glücklichen, doch wer im Elend, dem scheint selbst eine Nacht unendlich lange zu währen. Lukian Wenn es für unser Leben etwas Ewiges geben soll, so sind es die Erschütterungen, die wir in der Jugend empfangen. Theodor Storm — Ein Grund, der Gründe hat, Wird durch die Wiederholung ja nicht schlecht; Und ist er schlecht, so ist es sehr probat, Umschrieben ihn zu wiederholen. Sprecht Hartnäckig, unverschämt von früh bis spat; Am Ende gibt euch euer Gegner recht Oder ermüdet, was auf eins hinauskommt; Was liegt am Wege, wenn man nur ins Haus kommt? Lord George Gordon Noel Byron Wer rief dich denn? Wer hat dich herbestellt? Wer hieß dich kommen, wenn es dir zur Last? Geh zu dem Liebchen, das dir mehr gefällt, Geh dahin, wo du die Gedanken hast. Geh nur, wohin dein Sinnen steht und Denken! Daß du zu mir kommst, will ich gern dir schenken. Geh zu dem Liebchen, das dir mehr gefällt, Wer rief dich denn?...

Gewiß kein Freund der Gärtnerei wäre zufrieden, wenn auf einmal alles reif gewachsen

da stände und er nichts zu tun hätte als zu pflücken. Jean Paul Was ich so hübsch finde: wenn eine illustrierte Zeitschrift – als Verzierung – auch etwas Text enthält. Otto Weiss (auch: Weiß) Gerechtigkeit? Die Polizei sucht nach dem Täter, der den andern umgebracht, jedoch bleibt meistens ungeschoren, wer mit Worten kalt gemacht. © Gisela Schäfer Mein lieber Setzer! Wir verhalten uns zueinander wie Leib und Seele, müssen daher, wie diese, einander unterstützen, auf daß das Werk zustande komme, daran der Herr Wohlgefallen habe. Arthur Schopenhauer Wir können heutzutage nicht mehr einer rein dynastischen Politik folgen; wir müssen nationale Politik betreiben, wenn wir bestehen wollen. Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck Mit lieben klugen Menschen leben, ist wie ein täglich Sicherneuern, es bewirkt gedankliches Jungwerden. Luise Baer Eine allzu reichliche Gabe lockt Bettler herbei, anstatt sie abzufertigen. Johann Wolfgang von Goethe Hungerlöhne mästen den...

In neun von zehn Fällen ist es die pure Zeitverschwendung, einem deutschen Apophthegma

irgendeinen Sinn entnehmen zu wollen, oder, besser gesagt, aus all diesen Sinnsprüchen der Deutschen läßt sich alles und jeder herauslesen. Edgar Allan Poe Glauben Das Denken ist der Freund von Gott. Und die Zeit hat ohne einen Glauben keinen Sinn. Und nur die Liebe erhält dem Leben seine Freiheit. Das was Gott ist! Oder die Zeit! Oder die Wahrheit! Ist Poesie! Immer das Leben zu sehen! Auch mit geschlossenen Augen! Neben der Liebe lebt die Gerechtigkeit. Nur Träume geben dem Leben einen Sinn. Und Gott schenkt uns mit jeder Sekunde einen Diamanten. Das Leben ist eine Reise zu neuen Gedanken. Die Kleidung der Welt ist die Liebe. Und die Zeit ist ein Lied, das Kriege verhindern kann. Sekunden sind nur mit Phantasie mehr als Zeit. Die Hauptrolle in diesem Leben spielt die Liebe. Und Gott ist ein Künstler, der das Leben stets neu zeigt. Jeder Mensch ist so wichtig wie die Sonne. Und für alles, was lebt, ist Gott ein Lehrer. Und ein Gedanke, der 1000 Türen öffnet,...

Wer Verantwortung übernimmt, macht sich um die Gegenwart verdient

Wer die Freiheit verteidigt, schafft Voraussetzungen für eine bessere Zukunft. Aber erst Freiheit und Verantwortung zusammen machen den eigentlichen Wert unseres Lebens aus. © Wolfgang (WoKo) KownatkaZwei WorteZu früh, zu spät – zwei Worte, welche eigendem Menschenleben, auch dem deinen, sind. Du siehst, daß dir die Stunden schnell verstreichenund daß mit ihnen deine Zeit verrinnt. Du ahnst den Irrtum nicht, an dem du leidest;du hast ja Zeit, du hast unendlich Zeit,und wenn du dich in ihr zu früh entscheidest,entscheidest du für deine EwigkeitEs war zu früh, als du die Rechnung schlossestund in das Defizit den Himmel warfst,zu früh, als du begeistert überflossestfür Zwecke, denen du nicht dienen darfst. Es war zu früh; du warst nicht reif zum Denken,als du deinZiel nur an das Grab gestellt,denn du verstandest noch nicht, dich in die Gruft zu senken,um aufzustehn schon hier in dieser Welt. Es war zu spät, als plötzlich du erkanntest,daß du vielleicht, vielleicht nicht recht...

Hirngespinste sind nicht selten fein gesponnen wie ein Spinnennetz,

aber es fehlt ihnen deren Belastbarkeit. © Siegfried Wache Die Vernunft gebietet und verbietet. Allein ihr fehlt die Macht. © Erhard Blanck Ein Müßiggänger gibt einen guten Propheten ab. Aus Bulgarien Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet. David Hume Das Tier, das der Leopard nicht fressen konnte, verspeist auch die Katze nicht. Sprichwort der Thsi aus Afrika Was man glücklich nennt, war ich nie. Johann Georg Forster Wer sich selber ein Heiligtum ist, der ist dem andern ein Greuel. Deutsches Sprichwort Wahre Liebe ist auch die Liebe zur Wahrheit – dem anderen gegenüber. © Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck Manche Geräusche versetzen uns in einen Rauschzustand. Stattdessen macht Stille vielen Angst. © Erhard Blanck Rektal gemessen, wies X. den höchsten Staubzuckergehalt auf. © Gerd W. Heyse

Es gibt mehr Beispiele von maßloser Liebe als von

vollkommener Freundschaft. Jean de La Bruyère Einmal gewinnen mit Brillianz, zehnmal mit Konstanz. © Kurt Brugger Jede andere Kunst verstehst du, sobald sie dir leicht wird; die des Schreibens, wenn sie dir schwer wurde. Christian Friedrich Hebbel Bei Propheten ist oft der Ausleger ein wichtigerer Mann als der Prophet. Georg Christoph Lichtenberg Nichts ist so dringend, daß es nicht durch Abwarten noch dringender werden könnte. Unbekannt Was einem Leid tut – tut einem wenigstens nicht weh. © Erhard Horst Bellermann Der Unwissende wird böse, der Wissende versteht. Aus Indien Ich mag Menschen, die mit Problemen fertig werden! Ralph Waldo Emerson Wenn der Fuchs predigt, so nehmt die Gänse in Acht. Deutsches Sprichwort Das gute Buch: gebundene Denkzettel © Manfred Hinrich

Man darf die Menschen nicht danach beurteilen, was sie nicht wissen, sondern danach,

was sie wissen und wie sie es wissen. Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues Manche Ehemänner sind Menschen, die ihren treuesten Zechkumpan am besten gleich geehelicht hätten. © Christa Schyboll Freundschaft und Liebe blühen, wo Menschen sanft geworden sind, sanft in ihrem Urteil, sanft in ihren Worten und sanft in ihrem Umgang miteinander. © Phil Bosmans Die Tage sind ja Blätter nur im Buche deines Lebens. Füll sie mit guten Taten an und Wirken reinen Strebens. Daniel Sanders Das Meer beruhigt, weil es sich bewegt. © Jürgen K. Hultenreich Außen fix, innen nix. Außen nix, innen fix. Alter Spruch Wer die Natur nicht durch die Liebe kennen lernt, der wird sie nie kennen lernen. Friedrich von Schlegel Obwohl ich genau weiß, wer ich nicht bin, weiß ich noch nicht wer ich bin. Unbekannt Wer seine Stunden besser zu nutzen versteht, behält noch Zeit übrig. Jean de La Bruyère Manchmal fühle ich mich so einsam, daß ich mich sogar über eine Rechnung im Briefkaste...