ein Blatt, so groß, wie ein Ozean
© Oswald Schimmel
Die größten und schönsten Kristalle bilden sich aus jener Lösung, die keiner Erschütterung ausgesetzt ist.
Prentice Mulford
Ein Gedicht, so schlicht:
Ein Leuchtturm denkt
Ein Leuchtturm lichtet
- soweit klar.
Wird er gesichtet
- wunderbar!
Sonst Licht und Wasser bunt gestreut.
Lenkend, lotsend, eine Hand
Auf wackligen Schiffen wird sich gefreut;
Wer lange schwimmt- der findet Land.
Es tauschen Hell und Dunkel sich,
nun können Augen wieder schauen
Ein Leuchtturm denkt: "wer spottet mich?
- verflucht sei dieser Morgen Grauen!"
Verlegen steht er da in Streifen
Und geht mit sich hart ins Gericht,
lässt Morgenthau und Gras nicht reifen
Licht ausschalten?- das geht doch nicht!
Unverständnis kam schon schnell.
Wieso auchs liebe leuchten lassen?
Bekenntnis zu sich! Auf der Stell!
Der Übermut wird kaum zu fassen.
Im Helln noch heller; ob das wohl geht?
Die Rotation nun schneller wird
Und was sich nur im Kreise dreht,
das wirkt und wird, galant, verwirrt.
Belichtet scheint er unbesonnen
denn wer ihn sieht, der weint und lacht;
waren es doch seine Wonnen
- er Helligkeit ins Dunkel bracht'
Des Tages Weg gipfelt inzwischen!
Ein Narr wer so was nicht besingt!
Beim Leuchtturm sich Gefühle mischen:
Ob ihm lichtig sein, gelingt?
Passanten fragt er jetzt um Rat:
"Unsicher bin ich: Leuchte ich?!
Entgegnet wurde in der Tat:
"Reflektieren tust Du, ordentlich!"
Wo Feuer brannte, läßt es Glut.
Angetrieben wird stets banal
Ob kindlich sein mag jener Mut?
Bestenfalls, sicherlich - jovial.
Der Halbkreis macht das Runde müde.
Ein Leuchtturm merkt den langen Tag.
Die Hündin stets gefolgt vom Rüde.
Ein Leuchtturm nichts als scheinen mag.
Die Dämmerung bringts in sich mit;
für keinen leicht so zuzugeben.
Nach wildem, langem, hartem Ritt
Versteht ein Leuchtturm doch zu leben.
"Sternenhimmel, ich will Dich küssen!
Letztendlich ist doch alles Schein
Und da wir doch durchs Dunkel müssen -
- möcht' ich Dir Licht im Lichte sein."
© Max P. Baumann
© Oswald Schimmel
Die größten und schönsten Kristalle bilden sich aus jener Lösung, die keiner Erschütterung ausgesetzt ist.
Prentice Mulford
Ein Gedicht, so schlicht:
Ein Leuchtturm denkt
Ein Leuchtturm lichtet
- soweit klar.
Wird er gesichtet
- wunderbar!
Sonst Licht und Wasser bunt gestreut.
Lenkend, lotsend, eine Hand
Auf wackligen Schiffen wird sich gefreut;
Wer lange schwimmt- der findet Land.
Es tauschen Hell und Dunkel sich,
nun können Augen wieder schauen
Ein Leuchtturm denkt: "wer spottet mich?
- verflucht sei dieser Morgen Grauen!"
Verlegen steht er da in Streifen
Und geht mit sich hart ins Gericht,
lässt Morgenthau und Gras nicht reifen
Licht ausschalten?- das geht doch nicht!
Unverständnis kam schon schnell.
Wieso auchs liebe leuchten lassen?
Bekenntnis zu sich! Auf der Stell!
Der Übermut wird kaum zu fassen.
Im Helln noch heller; ob das wohl geht?
Die Rotation nun schneller wird
Und was sich nur im Kreise dreht,
das wirkt und wird, galant, verwirrt.
Belichtet scheint er unbesonnen
denn wer ihn sieht, der weint und lacht;
waren es doch seine Wonnen
- er Helligkeit ins Dunkel bracht'
Des Tages Weg gipfelt inzwischen!
Ein Narr wer so was nicht besingt!
Beim Leuchtturm sich Gefühle mischen:
Ob ihm lichtig sein, gelingt?
Passanten fragt er jetzt um Rat:
"Unsicher bin ich: Leuchte ich?!
Entgegnet wurde in der Tat:
"Reflektieren tust Du, ordentlich!"
Wo Feuer brannte, läßt es Glut.
Angetrieben wird stets banal
Ob kindlich sein mag jener Mut?
Bestenfalls, sicherlich - jovial.
Der Halbkreis macht das Runde müde.
Ein Leuchtturm merkt den langen Tag.
Die Hündin stets gefolgt vom Rüde.
Ein Leuchtturm nichts als scheinen mag.
Die Dämmerung bringts in sich mit;
für keinen leicht so zuzugeben.
Nach wildem, langem, hartem Ritt
Versteht ein Leuchtturm doch zu leben.
"Sternenhimmel, ich will Dich küssen!
Letztendlich ist doch alles Schein
Und da wir doch durchs Dunkel müssen -
- möcht' ich Dir Licht im Lichte sein."
© Max P. Baumann