Direkt zum Hauptbereich

Satirikern wird es sehr verübelt, daß die Welt so

beschaffen ist, wie sie sie schildern.
Otto Weiss (auch: Weiß)

Es pfeift der Wind. Was pfeift er wohl?
Eine tolle närrische Weise.
Er pfeift auf einem Schlüssel hohl,
bald gellend und bald leise.

Die Nacht weint ihm den Takt dazu
mit schweren Regentropfen,
die an der Fenster schwarze Ruh
am End eintönig klopfen.

Es pfeift der Wind. Es stöhnt und gellt.
Die Hunde heulen im Hofe. –
Er pfeift auf diese ganze Welt,
der große Philosophe.
Christian Morgenstern

Erinnere dich der Vergessenen –
eine Welt geht dir auf.
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Menschen haben die Erde erobert
aber die Beherrschung verloren
© Anke Maggauer-Kirsche

wir kaufen ständig neue Schachteln
aber das Leben will einfach nicht hineinpassen
© Anke Maggauer-Kirsche

So abgeschottet der Haß auch manchmal verbleibt,
er vermehrt sich ständig.
© Martin Gerhard Reisenberg

Wer nach unten tritt, hat oben nichts verloren.
© Esther Klepgen

Zweifel: Erkenntnis-Übungsplatz.
© Manfred Hinrich

Stets besteht das Wahre nur.
Sophokles

Die Mannichfaltigkeit der Kirchen ist vor Gott
nur eine Mannichfaltigkeit der Sprache.
Heinrich Daniel Zschokke

Gemeoss