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Eine Karikatur ist immer bloß einen Augenblick wahr.Christian MorgensternEs

gibt viel zu tun – schnell weg!
Unbekannt

Die Zukunft ist nicht die Hochrechnung der Vergangenheit.
© Fred Ammon

Die Wirklichkeit ist nur ein Augenblick, flüchtig, aber dein.
© Torsten Marold

Die meisten Grabinschriften sind autorisierte Lügen!
Verfasser unbekannt

Bescheidenheit wird in der Ellenbogengesellschaft mit Beulen bezahlt.
© Manfred Hinrich

Das Völkerrecht ist der Anfang zur universellen Gesetzgebung.
Novalis

Prüderie ist das untrüglichste Zeichen des moralischen Verfalls.
Peter Rosegger

Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.
Lucius Annaeus Seneca

Gelegenheit – wir haben eine große und viele kleine.
© Martin Müller

Der Ehestand ist eine Prozession, wo immer das Kreuz vorangeht.
Aus Österreich

Gemeoss

Je edler ein Ding in seiner Vollkommenheit, desto gräßlicher seine Verwesung. So auch

mit Kultur und Aufklärung. Je edler in ihrer Blüte, desto abscheulicher in ihrer Verwesung und Verderbtheit. Moses Mendelssohn Zuwendung Noch einmal neu liebe ich mich, gerade mit meiner Unvollkommenheit. Ich vergebe mir meine Dummheit, ich verstehe meine Kleinlichkeit, ich bejahe meine Grenzen und verwandele alles in mein Profil. Das bin ich. Ich gebe alle Vergleiche auf. Ich bin einmalig und unvergleichbar. Mit einem Sprung meiner Gedanken glaube ich, dass ich so war, wie ich sein konnte. Ich hole mich heim aus der Verlorenheit, ich belächele meine Verirrungen aus Liebe, meine unfertigen Ansichten, mit denen ich mir eine Gestalt geben wollte. Ich halte mir nichts vor und spreche mich frei. Ich nehme mich an die Hand und schaue mir in die Augen. Es war so, wie es nur sein konnte. Nichts anderes war möglich. Und wieder ergießt sich der Segen des Lebens über mich. Möglich war, was möglich war, was war. © Ulrich Schaffer

Wir sind nie daheim; wir sind immer weit weg: die Furcht, die Sehnsucht,

die Hoffnung treiben uns der Zukunft entgegen und rauben uns das Bewußtsein und die Beachtung dessen, was ist, um uns mit dem zu unterhalten, was sein wird, – höchst wahrscheinlich, wenn wir nicht mehr sind. Michel de Montaigne Ein Seitensprung ist Lustwandeln in fremden Gärten. © Helga Schäferling Sternstunden sind solche Augenblicke des Tages, die das Innere zum Leuchten bringen. © Helga Schäferling Ich müßte eine Hölle haben für meinen Zorn, eine Hölle für meinen Stolz – und die Hölle der Zärtlichkeit. Ein Konzert von Höllen. Jean-Nicolas Arthur Rimbaud Unser Leben ist fast nichts als ein Traum, und wir träumen öfter wachend als schlafend. Marquês de Maricá Nur wer mit keinem streitet, bleibt unbestritten Sieger Unbekannt

Wenn sich im Paradies eine Menschenseele und eine Hundeseele begegnen, muß sich die

Menschenseele vor der Hundeseele verneigen. Aus Sibirien Das Christentum ist das Meisterwerk des Judentums, sein Ruhm, die Zusammenfassung seiner Entwicklung. Ernest Rénan Kein Verständiger straft, wie Plato sagt, weil gesündigt worden ist, sondern um die Sünde zu verhüten. Lucius Annaeus Seneca Kennst du, mein Bruder, schon das Wort »Verachtung«? Und die Qual deiner Gerechtigkeit, solchen gerecht zu sein, die dich verachten? Friedrich Wilhelm Nietzsche Schafft keine Papiere an, mag der Zins beziehungsweise die Dividende noch so hoch sein, wenn das Papier nicht als absolut sicher anzusehen ist. August Bebel Ich sehe eine Zeit kommen, wo ein Hunger nach idealen Gütern die Welt verzehren wird. Isolde Maria Klara Kurz Rechtmäßig: Vereinbar mit dem Willen des zuständigen Richters. Ambrose Gwinnett Bierce Es gibt keine besseren Zeichen von einem wackeren Gemüt als eine harte Hand. William Shakespeare Pünktlich sind die Gewissenhaften und die Neugierigen. Arthur Sc...

Sagt der Theologe zum Philosophen: Philosophie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen

Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist. Erwidert der Philosoph: Aber Theologie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist, und dann ruft: "Ich hab sie!" Unbekannt Abendlied Ringsum nun wird es stille, Indeß der Tag versinkt, Und froh im Gras die Grille Den Thau der Dämmrung trinkt. Aufsteigt die Nacht im Westen, Sie athmet hörbar kaum Und wiegt von Ast zu Aesten Den Wald in Schlag und Traum. Den Vögeln wie sie brüten, Drückt sie die Augen zu Und lullt im Thal die Blüten, Die Aehren all' in Ruh'. Komm, Mutter Nacht, und lege Die Hand aufs Herz mir mild, Daß sie die wilden Schläge Dem Ruhelosen stillt! Adolf Friedrich Graf von Schack

Wenn das Spiel zu Ende ist, kommen König und

Bauer wieder zurück in die gleiche Schachtel. Aus Italien Die Schönheit einer Frau besteht in dem Grad des Verlangens, das sie bei einem Mann auslöst. Italo Svevo Denn nächst der Natur hat ja die Gewohnheit die stärkste Macht über uns. Francesco Petrarca Es laufen so viele Angeschlagene und so wenig Aufrechte umher. © Dr. Fritz P. Rinnhofer Wer zu laut und zu oft seinen eigenen Namen kräht, erweckt den Verdacht, auf einem Misthaufen zu stehen. Otto von Leixner Meinungen sind Wegweiser. Ohne die Wegweiser würden wir uns im Leben verirren. Johann Jakob Moser Die Erde ist die einzige Irrenanstalt, die von ihren Insassen verwaltet wird. © Willy Meurer Es wird Wagen geben, die von keinem Tier gezogen werden und mit unglaublicher Gewalt daherfahren. Leonardo da Vinci Die Taten reden, aber den Ungläubigen überzeugen sie doch nicht. Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach Wer das Alte ganz wegwirft, wird das Neue nicht lange behalten. Aus China

Wenn du einem geretteten Trinker begegnest, dann begegnest du einem Helden. Er lauert

in ihm schlafend der Todfeind. Er bleibt behaftet mit seiner Schwäche und setzt seinen Weg fort durch die Welt der Trinkunsitten, in einer Umgebung, die ihn nicht versteht, in einer Gesellschaft, die sich berechtigt hält, in jämmerlicher Unwissenheit auf ihn herabzuschauen, als auf einen Menschen zweiter Klasse, weil er es wagt, gegen den Alkoholstrom zu schwimmen. Du sollt wissen: Er ist ein Mensch erster Klasse! Friedrich von Bodelschwingh Tage, wenn sie scheinbar uns entgleiten Tage, wenn sie scheinbar uns entgleiten, gleiten leise doch in uns hinein, aber wir verwandeln alle Zeiten; denn wir sehnen uns zu sein .... Rainer Maria Rilke Eine verführerische Frau beherrscht die Fächersprache mit ihrem Körper… © Elmar Kupke Die Ode lebt vom Ideal, das Epos vom Grandiosen, das Drama vom Wirklichen. Diese dreifache Dichtung schließlich fließt aus drei großen Quellen: der Bibel, Homer, Shakespeare. Victor Marie Hugo Jeder Rahmen der Möglichkeiten ist mit einem heimlichen G...

Das Dilemma des Fortschritts der Produktionstechnik besteht darin, daß er den Menschen zwar

als Arbeitskraft zu ersetzen vermag, nicht aber zugleich auch als Konsumenten. © Prof. Querulix Die öffentliche Meinung ist wie ein Gaul: man kann ihm die die Sporen geben, man kann ihn zügeln und man kann sich auf ihm den Hals brechen. Henry John Temple, 3. Viscount Palmerston Palmerston Trage dein Übel, wie du magst, Klage niemand dein Mißgeschick; Wie du dem FreundeDas Dilemma des Fortschritts der Produktionstechnik besteht darin, daß er den Menschen zwar als Arbeitskraft zu ersetzen vermag, nicht aber zugleich auch als Konsumenten. © Prof. Querulix Die öffentliche Meinung ist wie ein Gaul: man kann ihm die die Sporen geben, man kann ihn zügeln und man kann sich auf ihm den Hals brechen. Henry John Temple, 3. Viscount Palmerston Palmerston Trage dein Übel, wie du magst, Klage niemand dein Mißgeschick; Wie du dem FreundeeinUnglück klagst, Gibt er dir gleich ein Dutzend zurück! Johann Wolfgang von Goethe Diskussionen sind noch längst keine Wissenschaft. Wissenscha...

Das Dichten gar mancher unserer modernen Poeten ist kein

Zeugen, sondern ein Selbstschänden. Johann Jakob Mohr Die Falschheit herrscht, die Hinterlist Bei dem feigen Menschengeschlechte. Johann Christoph Friedrich von Schiller Gott hat nur Wasser geschaffen, aber der Mensch machte den Wein. Victor Marie Hugo Um den Gefühlen Raum zu geben bedarf es drei Dinge: Pinsel, Farben und Papier © Wilma Eudenbach Oft warten die Nebenwirkungen schon auf die Medikamente. © Michael Marie Jung Schein kann Sein sein. © Manfred Hinrich Erfinder glauben an mehr. © Alfred Selacher Das Geld geht hinkend ein und tanzend fort. Alter Spruch Junge werden auch älter aber nicht so plötzlich © Anke Maggauer-Kirsche

Philosophie, Heideggers Existenz ist das Existieren des Einzelnen, nicht durch andre zu andern,

sondern mit andern in einem ärmlichen Mit, mehr jemeinig als je unsrig, sein Sein des Seienden lebt, er hatte sich auf das unsichtbare Ei der Eier gesetzt und bebrütet, das Sein schlüpfte und er fütterte es, bis es seinte, doch wurde er selbst verworfen, der Plattkopfmasse Man vorgeworfen und fand gleich den Weg, auf dem die Verworfenheit überwunden werden kann, die eigentliche Angst, die die platte Welt verschwinden läßt und ihn in seinem eigentlichen Sein zum Tode erlöst. © Manfred Hinrich Wahrheit ist oft schmerzhaft... Aber ein tiefer Schmerz ist leichter überwindbar als endloses Schweigen und Warten... Sag' dem anderen die Wahrheit, wenn du dich veränderst! © Irina Rauthmann Junge Studenten wissen im ersten Jahr alles, im zweiten zweifeln sie, im dritten fangen sie an zu lernen. Deutsches Sprichwort Poesie Poesie ist tiefes Schmerzen, Und es kommt das echte Lied Einzig aus dem Menschenherzen, Das ein tiefes Leid durchglüht. Doch die höchsten Poesieen ...

Auf der Grundlage historischer Studien das Schöne und Darstellbare einer Epoche umspannend, darf

der Roman auch wohl verlangen, als ebenbürtiger Bruder der Geschichte anerkannt zu werden. Joseph Victor von Scheffel Wer sich die Kenntnis der Medizin gründlich aneignen will, der muß folgender Dinge teilhaftig werden: der natürlichen Anlage, des Unterrichts, und zwar von Jugend auf, der Lust zur Arbeit, und genügender Zeit. Das Wichtigste vor allem ist die natürliche Anlage. Wo die fehlt, ist alles umsonst. Wo sie aber die richtige Führung hat, da wird sie zur Lehrmeisterin der Wissenschaft. Weiter aber bedarf es der Lust zur Arbeit für lange Zeit. Denn die Unerfahrenheit ist ein schlechter Schatz für die, die sie besitzen, und die Nährmutter der Feigheit und der Frechheit. Feig aber ist der Schwache und frech der Nichtskönner! Hippokrates von Kos Eines Abends stellte der Zweifel meine Träume auf den Boden der Realität, bezeichnete sie als Hirngespinste. Sie schmunzelten nur, denn insgeheim wussten sie längst, dass sie mich auf dem Weg der Zuversicht zum Glück führen....