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Zwei Flügel erheben den Menschen über das Irdische: Einfalt und Lauterkeit; Einfalt in

der Absicht, Lauterkeit in der Liebe. Die Einfalt sucht Gott, die Lauterkeit findet ihn. Thomas von Kempen Rabbi Nehorai sagte: Laufe nach dem Ort des Gesetzes, und sage nicht, es werde zu dir kommen, oder deine Freunde würden es dir aufbewahren. Und verlasse dich nicht auf deinen Verstand. Talmud Alle Moral muß aus der Fülle des Herzens kommen, von der der Mund übergeht, man muß ebensowenig lang darauf denken, als damit zu prahlen scheinen. Gotthold Ephraim Lessing Möge es dir nicht beikommen, dein Weib zu mißhandeln, dessen Kraft geringer ist als die deine, sondern möge es in dir einen Beschützer finden. Aus dem Palimpsest Natürliches Recht heißt Gottes Recht. Deutsches Sprichwort Lieben ist nichts Besonderes, sich gegenseitig lieben sehr selten. Die Liebe ist ein Gesetz, die Gegenseitigkeit der Liebe ein Zufall. Sully Prudhomme Wer oder was keine Fehler macht, ist für den Fortschritt verloren, ist ein Fossil. © Peter Rudl Auch eine stiellose Rose hat Stil. © K...

Wie viel wertvoller ist dem Menschen ein kleines Stück Brot als ein großes

Schiff! Aber wie viel Geld wird für ein Schiff benötigt! Wer verstehen kann, den laßt verstehen! Grigori Jefimowitsch Rasputin Gutes und Böses hat die natürliche Tendenz, ein jedes sich in seiner Weise fruchtbar zu erweisen, indem Gutes Gutes und Böses Böses hervorbringt. John Stuart Mill In einem gesund geborenen inneren Erlebnis gehören Fühlen und Denken zusammen wie Fleisch und Knochen. Fleisch ohne Knochen hat keinen Halt, Knochen ohne Fleisch kein Leben. © Wolfgang Pfleiderer Eifersucht ist die Gelbsucht der Seele © John Dryden Wir dürfen uns nur ein Stück Torte vom Kuchenbuffet des Lebens nehmen. © Stefan Rogal Smartphones sind nur so smart wie ihre Nutzer. © Siegfried Wache Wahre Helden brauchen keine Orden, aber immer Menschen. © Helmut Glaßl Selbsthilfe ist der beste Kraftstoff. © Dr. Fritz P. Rinnhofer

Wer zu beleidigen gedenkt oder jeden Augenblick beleidigt zu werden fürchtet, beide sehen

sich begreiflicherweise nach Verbündeten und Gehilfen um. Alessandro Graf Manzoni Mit den Händen in dem Schooß Hoffe auf kein bess'res Loos! Kämpfe, kämpfe dich durch's Leben! Hoffnung ohne Streben Ist ein Anker ohne Schiff! Verfasser unbekannt Es ist gut pflügen, wenn der Acker gereinigt ist; aber den Wald und die Stöcke ausrotten und den Acker zurichten, da will niemand an. Martin Luther Manche Traditionen verschlafen ihr Verfallsdatum. © Peter Horton Selbstverwirklichung? Kümmere dich um andere! © Paul Mommertz Der Krieg ist ein Feuer, das nur brennen kann, wenn sich genügend Menschen dafür hingeben. © Daniel Mühlemann Ich denke nicht, so hab ich es leichter. © Nina Gabrielle Gilhooley

Einen Menschen lieben heißt ihn ständig zu sehen und zu akzeptieren wie er

gerade ist. Auch er ist auf seinem Weg! Egal, wie seine Seele sich gerade äußert. © Irina Rauthmann Mit jedem Schritt der Erkenntnis, den uns die Erfahrung an die echte Wirklichkeit näher heranführt, geben wir jedesmal eine stolze Hoffnung von unserem Jugendbaume ab. Wilhelm Vogel Was ungewöhnlich angefangen hat, muß ebenso enden. Michael Jurjewitsch Lermontow Es ist Torheit, sich gegen das Altwerden schützen zu wollen, indem man den Gewohnheiten der Jugend festhält. Lebensweisheit Ach! Könnten wir doch auf einen Stuhl steigen und unser Ohr fest an den Mond pressen! Was er uns nicht alles sagen würde! Jules Renard Schweigen ist der Anfang aller Befreiung von der Allgewalt der Außenwelt. Wilhelm Förster Gutes Benehmen ist weitgehend von einer guten Umgebung abhängig. © Hubert Joost

Als Voltaire mit dreiundachtzig Jahren nach Paris fuhr, sagte er zu seinen Freunden:

"Seht, ich habe meinen Todeskampf unterbrochen, um euch noch einmal zu umarmen." © Kalenderanekdote Gieß in meine Seele deine Gieß in meine Seele deine, Meine hast du längst getrunken, Wie im Morgensonnenscheine Untergehn der Sterne Funken: Daß mit wonnevollen Schmerzen Gleiche Flammen uns durchwühlen! Dass wir beide tief im Herzen Eines Blutes Pulsschlag fühlen. Robert Eduard Prutz Musik erschüttert uns, Bilder lassen uns zweifeln, und Worte, wenn sie mehr sagen als nichts, vollenden unseren Irrtum. © Max Bodzin Despoten sind anfällig für Illusionen. Anton Pawlowitsch Tschechow Frauen seien zart und schön? Ich habe in meinem Leben tausendmal mehr Dragoner und Walküren gesehen, als Elfen. © Erhard Blanck Intuition: oft genug eine Art Widerwillen wider Willen. © Peter Rudl Viele sehen in Gott eine Art kosmischen Pizza-Service – mit grenzenlosem Angebot, aber unkalkulierbaren Lieferzeiten. © Matthias Heise

Die historischen Werke müßte man, um sie nützlich zu machen, wenn möglich von

dem Parteigeist, von falschen Anekdoten und Lügen reinigen. Friedrich II., der Große Der Mensch kann sich nicht freier fühlen, als wenn er unter einem Drucke lebt, den er um des Guten willen selbst auf sich genommen hat, und nun mit edler Verleugnung trägt. Unbekannt Erstaunlich: Herzen haben keinen Verstand und können sich dennoch irren. © Werner Friebel Wenn alles vorherbestimmt ist, gibt es keine Hoffnung. © Lisz Hirn Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Bibel Das Hoffen auf die Zukunft ist der Tod der Gegenwart. © Lisz Hirn Ich werde mit ganzem Herzen und Verstand um die relative Wahrheit kämpfen. Auch dann, wenn ich mich selbst widerlegen muß. Unbekannt

Sich um die Liebe zu betrügen, ist der fürchterlichste Betrug; es ist ein

ewiger Verlust, der sich nie ersetzen läßt, weder in der Zeit noch in der Ewigkeit. Søren Aabye Kierkegaard Aber das ist auch eben das Schwere, daß unsere bessere Natur sich kräftig durchhalte und den Dämonen nicht mehr Gewalt einräume als billig. Johann Wolfgang von Goethe Es werde Licht ist ein Dauerauftrag. © Friedrich Löchner Keine Macht wird mißbraucht wie die Macht über sich. © Manfred Hinrich Jedes finstere Gesicht hellt sich auf, wenn es angelächelt wird. © Helmut Glaßl Leben: eine Frivolität des Geistes. © Peter Rudl Ich kenne eine Nuß, die will einen alten Knacker. © Manfred Hinrich

Amerika, Du Land der Träume, Du Wunderwelt, so lang und breit, Wie schön sind Deine

Kokosbäume Und Deine rege Einsamkeit! Friederike Kempner Eine der wichtigsten Sorgfalt-Pflichten eines Beraters besteht darin, sofort alle Protokolle zu verbrennen, aus denen hervorgeht, daß sein Kunde unrecht und er recht hatte. © KarlHeinz Karius Unter den Scheinheiligen ist einer des anderen Teufel. Unbekannt Gross sein, Gut sein, Schön sein, genügt dem Menschen nicht, er will auch glücklich sein. Mathilde Wesendonck Ein praktischer Theoretiker? – Ach, verschont mich doch mit euren Wunschträumen! © Gerd W. Heyse Manchmal verkleidet sich das Schweigen und trägt Vorwurf! © Gudrun Zydek Wer den Lüsten nicht das Messer an die Kehle setzt, den bringen sie um. Alter Spruch

Niemand, der steht, steht wie ein anderer. Jeder, der sitzt oder liegt, hat

für diesen Moment eine Gestalt bekommen, und der nächste Moment nimmt sie wieder zurück. © Billy Auch in Krankheit sollen wir stille sein und geduldig und bedenken, daß Einer lebt, der solche Passionszeiten ganz besonders als die seinen betrachtet. Aus: »Gedankenvoll«, 1893 Nur großen Menschen sind große Fehler erlaubt. Verfasser unbekannt Was michNiemand, der steht, steht wie ein anderer. Jeder, der sitzt oder liegt, hat für diesen Moment eine Gestalt bekommen, und der nächste Moment nimmt sie wieder zurück. © Billy Was micheigentlichinteressieren sollte, will ich gar nicht erst einsehen. © Michael Wollmann Man kennt den Wein nicht am Faß, noch den Menschen an seiner Kleidung. Aus Frankreich Der freie Wille ist unsere größte Gefahr. © Erwin Koch Wer andere kontrollieren möchte, sollte mit sich selbst beginnen. © Jerome Anders

Bei den Aufnahmen der Kernspin tomographie sieht das Gehirn wie eine Walnuß aus. Manchmal

hab ich den Eindruck, daß es auch die gleiche Größe hat. © Peter Becker Mit einem Menschen, welcher den gekreuzigten Gottmenschen verehrt, ist immer noch mehr anzufangen als mit einem, der weder an die Menschen noch an die Götter glaubt. Gottfried Keller Religion muß immer unseren Willen erfassen, denn so gering auch unser Wille sein mag, stets ist er noch groß genug, um mit dem Willen Gottes vereinigt zu werden. © Edward White Benson Offen auf den Himmel hoffen, hoffen, daß der Himmel offen. © Friedrich Löchner Wer stärker als die Dinge ist, der ist Asket. Aus Indien Wenn Du nicht willst, daß die Leute auf Dir herumtrampeln, hör auf, Dich wie eine Fußmatte zu benehmen. © Frank Wisniewski Ein Kunstwerk schön finden heißt, den Menschen lieben, der es hervorbrachte. Christian Morgenstern

Der größte Vorposten des Kapitalismus ist der Militarismus. Genau in dem Augenblick, in

dem der letztere unterminiert wird, wird der Kapitalismus wanken. Emma Goldman Das Handeln Anderer beurteilt man am besten in der dem Ereignis entsprechenden Zeit und den dort herrschenden Umständen. Damit lassen sich Fehlurteile vermeiden. © Dieter Gropp Es gibt keinen Menschen, der nicht mehr zu lernen als zu lehren hätte. Hugo Ball Ich habe immer mehr Freude an der Arbeit, als an den Resultaten der Arbeit gehabt. Christian Albert Theodor Billroth Einen Fahrstuhl zum Glück gibt es nicht, man muß die Treppe nehmen. © Phil Bosmans Wenn das Glück ein mächtiger König ist, so ist der Zufall sein allmächtiger Hofnarr. Verfasser unbekannt Im Krieg haben wichtige Ereignisse unscheinbare Ursachen. Gaius Iulius Caesar

Die Freiheit, die Menschen meinen, indem sie keine Bindung zu einem anderen Menschen

aufbauen, ist in Wahrheit das Gefängnis, in welches sie sich selbst einschließen. © Damaris Wieser Wer den Augenblick nicht genießen kann, dem fällt es auch schwer, die Sensibilität für mehrere Augenblicke und ganze Zeitabläufe zu besitzen. © Helmut Glaßl Gib den Leuten was sie wollen und sie hängen dich an ihren Forderungen auf. © Kurt Haberstich Die Würde des einen ist die Bürde des anderen. © Dr. phil. Michael Richter Drei Dinge überwinden es Lebens Not: Friede, Geduld und ein seliger Tod. Deutsches Sprichwort Krieg aller gegen alle. Thomas Hobbes Werde also nicht müde, deinen Nutzen zu suchen, indem du anderen Nutzen gewährst. Marc Aurel

Die Mehrheit an Beziehungen besteht doch daraus, sich gegenseitig immer wieder beweisen zu

müssen, wer die Hosen anhat. Und manche verlieren darüber ihr letztes Hemd! © Thomas S. Lutter Wer eine große Liebe an sich erfahren hat, vernachlässigt die Freundschaft; wer sich in Freundschaft erschöpft hat, hat damit noch keinen Schritt zur Liebe getan. Jean de La Bruyère Wem's rote Rosen regnen soll, der muß zwangsläufig auf Dornen gehen! © Thomas S. Lutter Das ist es! Kunst ist etwas, was das Leben lebendiger macht. Denn was wäre es sonst, wenn es, aus Lebendigem entsprungen, nicht lebendiger wäre als dieses? Peter Altenberg Konferenzen beruft man ein, wenn man nicht mehr allein weiter weiß. William »Will« Penn Adair Rogers Der rechte Augenblick zur Scheidung liegt vor der Verlobung. Unbekannt Die Kunst ist das milde Versöhnen des Ideals mit dem Leben. Ludwig Habicht

Die Poesie und die Theologie Sind eben beide Phantasie, Nur die eine erfindet ihre Gestalten, Die

andere spielt mit den vorhandenen alten. Franz Grillparzer Die Autorität ist die erste soziale Idee des menschlichen Geschlechtes gewesen. Die zweite hat darin bestanden, unmittelbar nach der Abschaffung der Autorität zu arbeiten. Pierre Joseph Proudhon Die Tugend flößt schon durch ihr Wesen Wohlgefallen ein und ist so lieblich, daß es sogar den Bösen natürlich ist, das Bessere gut zu heißen. Lucius Annaeus Seneca In jedem Menschen steckt ein Heiliger und ein Verbrecher. Jean Baptiste Henri Lacordaire Die Hoffnung wird dich nie enttäuschen. Aus Afrika Schwach werden kann nur der bis dahin Starke. © Willy Meurer Für alle Prognosen gilt: Vertrauen ist gut, Misstrauen ist besser. © Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger

So fühlt auch mein alter, lieber Adam Herbst- und Frühlingsfieber…Also bist du nicht so

schlimm, o alter Adam, wie die strengen Lehrer sagen. Eduard Mörike Der Städter, dessen politische Überlegenheit über das Land im Laufe des Jahrhunderts vielfach zum Ausdruck kommt, macht den Versuch, das Land in die Stadt einzubringen. Walter Benjamin Wieviel du auch besitzt, gib immer weniger aus. Unbekannt Späte Kinder, frühe Waisen. Aus England Der Glaube hat auch wider besseres Wissen schon immer in den Verfolgungswahn geführt. © Justus Vogt Jenseits erst von Vernunft und Emotion entsteht die wahre Menschlichkeit. © Dr. Christian Ferch Welcher Boden kann wie jeder Schwankende so schwanken, daß niemand fällt. © Manfred Hinrich

Gemeoss

Und wenn alles, was man sagt, wahr sein muß, so ist darum nicht

auch die Pflicht, alle Wahrheit öffentlich zu sagen. Immanuel Kant Wenn Blumen, gleichgültig welcher Farben und Formen, zusammenstehen, kann niemals ein Bild der Disharmonie entstehen. Vincent van Gogh Die Erfahrung rät uns zur Vorsicht, das Leben lehrt uns die Nachsicht, aber beides erwächst aus der Einsicht. © Peter Amendt Was ist das, die Liebe? Kann man sie in Worte fassen? Oder ist es einfach ein Ausdruck, für etwas, was nicht ausgesprochen werden kann? Denn die Liebe kann man nur erfahren, wenn man sie spürt. Dieses Gefühl. Ein Gefühl der Vollkommenheit. Auch wenn wir nicht vollkommen sind ergänzen wir uns zu einem Ganzen. © Miranda B. Man weiß und macht eigentlich nur, was man wissen und machen will. Die Schwierigkeit ist nur, dies zu finden. Genaue Beobachtung des ersten Moments der erscheinenden Velleität*, der gleichsam der Keim ist, wird uns überzeugen, das hier schon alles drin liegt, was sich nachher nur entwickelt und abklärt. (*Kraftloses, zögernde...

"Ist der Tod langweilig?", fragt der Lebende den Toten. "Mich dünkt eher das

Leben, wenn du schon mit den Toten sprichst!" © Daniel Hugentobler Alles auf Erde ist für den Menschen da, damit es ihm behilflich sei in der Erreichung seiner Lebensziele. Ignatius von Loyola Hätte ich am Morgen schon gewußt, wessen ich am Abend klüger bin, wäre der Tag nutzlos gewesen. © Damaris Wieser Es wäre ein Wunder, wenn ein junger Mann, der unter einem unausgesetzten System unnatürlichen Zwangs steht, nicht zuletzt ein Heuchler würde. Charles Dickens Zu verlieren, zu verschenken, Hat der Ärmste auch. Das wäre? Zu verschenken: seine Neigung, Zu verlieren: seine Ehre. Verfasser unbekannt Es gibt so viele Morgenröten, die noch nicht geleuchtet haben. Rigveda Beim Erben können sich Besitzer ganzer Häuserzeilen um eine Tasse streiten. © Professor Dr. Josef Vital Kopp Zuschanden werden die leichtfertigen Verächter. Bibel Wer mit dem Rücken zur Wand steht, kann die Kraft entwickeln, sie einzudrücken. © Volkmar Frank Wirkliche Egoisten lieben ihren N...

In der Sekunde nun, als dieser mit dem Kuchengeschmack gemischte Schluck Tee meinen

Gaumen berührte, zuckte ich zusammen und war wie gebannt durch etwas Ungewöhnliches, das sich in mir vollzog. Ein unerhörtes Glücksgefühl, das ganz für sich allein bestand und dessen Grund mir unbekannt blieb, hatte mich durchströmt. Mit einem Schlage waren mir die Wechselfälle des Lebens gleichgültig, seine Katastrophen zu harmlosen Mißgeschicken, seine Kürze zu einem bloßen Trug unserer Sinne geworden; es vollzog sich damit in mir, was sonst die Liebe vermag, gleichzeitig aber fühlte ich mich von einer köstlichen Substanz erfüllt: oder diese Substanz war vielmehr nicht in mir, sondern ich war sie selbst. Ich hatte aufgehört, mich mittelmäßig, zufallsbedingt, sterblich zu fühlen. Marcel Proust Jugend braucht viel Liebe, Vertrauen, Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit, um nicht Geschmack an Gewalt und Terror zu finden. © Dr. Carl Peter Fröhling Probleme Die meisten Probleme lösen sich von selbst, wenn man jemanden findet, der einem bei dem zuhört, was man sich selbst nie erzählen k...

Die Biertischstrategen verändern nicht die Weltgeschichte. Doch die Weltgeschichte hat die Biertischstrategen auch

nicht verändert. © Dr. rer. pol. André Brie Das Leben ist weder ein Leiden noch eine Wonne, sondern eine Arbeit, welche wir zu verrichten und ehrlich zu vollbringen verpflichtet sind. Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville Der Verstand ist immun gegenüber dummen Gedanken, aber dumme Gedanken sind oft immun gegenüber dem Verstand. © Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck Die meisten Menschen, die früh alt werden, sind es immer gewesen. Es gibt greisenhafte Kinder, wie es Kinderseelen bei alten Menschen gibt. Carl Ludwig Schleich Ist es nicht immer wieder eine helle Freude, manchen Leuten zuzuhören, mit welcher Begeisterung sie von ihren neuen Sorgen erzählen? © Ernst Ferstl Blink mal wieder, Frieda! Unbekannt Der Hammer ist zwar ein primitives Werkzeug – der Computer würde aber unterliegen. © Georg Skrypzak Es gibt nichts Dümmeres auf der Welt als einen tapferen Offizier. Arthur Wellesley Herzog von Wellington Jedes gründliche Fachwissen kann nur aus der Literatu...

Der Tod muß so schön sein. In der weichen braunen Erde zu liegen,

während das lange Gras über einem hin und her schwankt, und der Stille zu lauschen. Kein Gestern, kein Morgen haben. Oscar Wilde Menschen, die sich gerne schmeicheln lassen, sind geneigt, da, wo nur reine, nackte Wahrheit erscheint, verborgene Zwecke, Überspannung und das Werk einer beleidigten Empfindlichkeit zu sehen. Fénélon Des Lebens Kunst ist leicht zu lernen und zu lehren; du mußt vom Schicksal nie zu viel begehren; der, welchem ein bescheidenes Los genügt, hat einen Schatz, der nie versiegt. Dem Unersättlichen in jeglichem Genuß wird selbst das Glück zum Überdruß. Ludwig Bechstein Den Kirchen fehlen ihre Gemeinden von Gläubigen; den Gläubigen fehlen Priester und den Priestern fehlt jegliche Ehre. Alles was bleibt, sind ein paar Christen ohne Christus. Bernhard von Clairvaux Es lächelt der Tag. Wissend nimmt er uns in den Arm und reicht uns von einem Augenblick zum anderen. © Helga Schäferling Vom Kritiker Der Kritiker hat immer recht, unfehlbar wie der...

Was ich nicht verstehe ist, daß die Leute auf der Straße zwar laufend

Grüß Gott zueinander sagen, sich aber in der Kirche nicht grüßen. Die Gläubigen singen und beten miteinander, doch sie haben für ihren Nachbarn in der Bank oft keinen Blick übrig. Auch der Friedensgruß ist vielfach ein Krampf, wenn er überhaupt stattfindet. Steht da nicht geschrieben: "Grüßt einander mit dem Kuß der Liebe!" (1. Petrus 5.14)? © Petrus Ceelen Vielleicht haben wir uns nur gegenseitig etwas "benutzt" – Ich klaute mir mein Stückchen Liebe und du hast auf dich aufmerksam gemacht Vielleicht... © Norbert Esser Gelehrsamkeit auch darum so imponierend, weil man sie sich nicht durch eine willkürliche Anstrengung ersetzen (verschaffen) kann als das Gefühl, Genieblick usw. Jean Paul Alle Liebe der Menschen muß erworben, erobert und verdient, über Hindernisse hinweg erhalten werden; die Mutterliebe allein hat man immer unerworben und unverdient. Berthold Auerbach Männer widerstehen oft den besten Argumenten und erliegen einem Augenaufschlag. H...

Daher also, daher, aus dem Orkus, kommt alles und dort ist schon jedes

gewesen, das jetzt Leben hat: – wären wir nur fähig, den Taschenspielerstreich zu begreifen, vermöge dessen das geschieht; dann wäre alles klar. Arthur Schopenhauer Arbeitslosigkeit macht krank Ich habe zu viel Zeit, wieder eine Absage. Ich bin zu allem bereit an diesem grauen Tage. Ich gehe in eine der Kneipen und habe so einen Durst. Ich werde bis Abend bleiben und vergesse meinen Frust. Die Vorwürfe regen mich auf, meine Chancen sind gleich Null. Das Leben geht seinen Lauf und ich bin wieder einmal voll. Arbeitslosigkeit macht krank, früher habe ich nie Alkohol getrunken. Heute bin ich wieder einmal blank, die Absage hat mir gestunken. Freunde lassen mich im Stich, die Reichen werden immer reicher, kaum jemand akzeptiert mich, meine Gesichtsfarbe wird immer bleicher. Was nützt das ganze Lernen, Beziehungen kennzeichnen das Leben. Wieweit werde ich mich entfernen? Wird es jemals wieder Arbeit geben? Vieles geht auf Kosten der Schwachen. Was bringt...

Zeitungsenten sind immer mit Vorsicht zu genießen - nicht nur wegen der grassierenden

Geflügelpest. © Willy Meurer Es werden Engel, aber nicht Gefallene geschaffen. – Nie kann ein Kind für zu unschuldig und gut gehalten werden. Jean Paul Zum Bußtage (Jesaja 38, Vers 17) Um Trost war mir sehr bange! Oft hab' ich Tag und Nacht, auf meinem Pilgergange in Tränen zugebracht. Wenn mich die Trübsalswogen umtost mit Sturmgebraus, dann schaut' ich nach dem Bogen des ew' gen Friedens aus. Um Trost war mir sehr bange! Wie hat mein zagend Herz gerufen: „Herr, wie lange! Ach heile meinen Schmerz!“ War ich in Angst und Sorgen, aß ich mein Tränenbrot, dann klagt' ich jeden Morgen, mein Gott, dir alle Not. Um Trost war mir sehr bange! Ich seufzte Tag für Tag, wenn Leid und Grämen lange auf meinem Herzen lag. Und ward des Kampfes Ringen in deiner Kraft vollbracht, dann zog auf Andachtsschwingen zu dir ich in der Nacht. Um Trost war mir sehr bange in meiner Sündennot, und drohte mir die Schlange mit ew' gem Höllentod, dann wär i...

Und der Herr sprach zu Abraham: "Geh aus deinem Lande, verlaß deine Sippe,

deines Vaters Haus, und zieh in ein Land, das ich dir zeigen will. Ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen, und durch dich sollen alle Völker der Erde Segen empfangen." Da zog Abraham nach den Worten des Herrn aus. Bibel Die Seligkeit, einmal für eine große Idee gelitten zu haben, bestimmt unsere Entschlüsse auch lange noch, nachdem der Zweifel uns hellsichtig gemacht hat. Moses Joseph Roth Die Abschaffung der Pressefreiheit ist eine physische Vergewaltigung und der Demokratie unwürdig. Maxim Gorkij Unendlichkeit kann sich leisten, alles nur einmal geschehen zu lassen. © Dr. phil. Michael Richter Börse: Pleitegeierlotterie © Manfred Hinrich Die Handschrift eines jeden Schülers muß vier Eigenschaften in sich vereinigen; sie muß deutlich, einfach, fließend und gefällig sein. Karl Kehr

Sagt der Theologe zum Philosophen: Philosophie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen

Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist. Erwidert der Philosoph: Aber Theologie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist, und dann ruft: "Ich hab sie!" Unbekannt Abendlied Ringsum nun wird es stille, Indeß der Tag versinkt, Und froh im Gras die Grille Den Thau der Dämmrung trinkt. Aufsteigt die Nacht im Westen, Sie athmet hörbar kaum Und wiegt von Ast zu Aesten Den Wald in Schlag und Traum. Den Vögeln wie sie brüten, Drückt sie die Augen zu Und lullt im Thal die Blüten, Die Aehren all' in Ruh'. Komm, Mutter Nacht, und lege Die Hand aufs Herz mir mild, Daß sie die wilden Schläge Dem Ruhelosen stillt! Adolf Friedrich Graf von Schack