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Solange die Sonne scheint und der Regen regnet, die Kälte beißt, ist's mir

gleichgültig, wie unverschämt und frech das Menschenvolk ist. Ich bin es auch und lasse mich ruhig bescheinen oder naßregnen.
Wilhelm Raabe

Schenke den Verzagten Mut
Und den Übermütigen ein bisschen Verzagtheit.
© Walter Ludin

Der Sklave

Das heischende Geschrei nach Freiheit... macht auf alle Menschen, die ihren Kohl in Frieden bauen und wenig auf die Regierung achtgeben, worunter sie ihn bauen, einen höchst widrigen Effekt.
Johann Heinrich Voß

Vor dem die Welt nicht zittern muß,
der zittert auch nicht vor der Welt.
Aus Indien

Der Tod ist ein einmaliges Erlebnis. Niemand sollte es verpassen.
© Dr. rer. pol. Gerhard Kocher

Iß mit deinem Freund, aber mach mit ihm keine Geschäfte.
Aus Armenien

Gemeoss

Sprich von Reue mir nicht, wenn du nichts empfindest als Unmut über die Folgen der

Schuld oder aus Furcht des Gerichts. Wirkliche Reue ist verwandelnde Glut; nur weil du ein anderer wurdest, sobald du sie fühlst, hat sie zu sühnen Gewalt. Emanuel Geibel Der Tod und der Frühling Es kann nichts Schlimmres geben Von allen Schicksalsgaben Als, wenn sich kraftgeschwellt Ringsum erneut das Leben, Im Frühling zu begraben Sein Liebstes auf der Welt. Auf grünem Rasenkissen Das übersät die bunte Jungfrische Frühlingspracht, Klafft gähnend aufgerissen Wie eine schwere Wunde Der schwarze Grabesschacht. Da senken sie hinunter Die Truhe, die Dein Lieben, Dein ganzes Lieben barg; Dir ist als ob sie drunter Für immer auch begruben Den Frühling mit dem Sarg. Mit jeder Schaufel Erden Wird ja hinabgenommen Ein ganzes Blumenheer – – Ach nächsten Frühling werden Die Blumen wiederkommen … Nie, nie Dein Liebes mehr! A. de Nora

Wenn du lange genug am Fluß sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines

Feindes vorbeischwimmen. Aus China Es genügt nicht zum Fluß zu kommen mit dem Wunsch, Fische zu fangen. Man muß auch das Netz mitbringen. Fernöstliche Weisheit Mütterchen, sagt immerdar, immerdar, Früh zu freien bringt Gefahr, bringt Gefahr, Ich soll warten mit dem Frein, mit dem Frein, Bis ich werde klüger, klüger sein. Doch ich fürcht' nicht die Gefahr, die Gefahr, Nehm' ein Weib noch dieses Jahr, dieses Jahr, Denn wenn ich erst klüger bin, klüger bin, Kommts mir nicht mehr, nicht mehr in den Sinn! © Ungarisches Volkslied Leuchtturm Wegweiser in Dunkelheit Einsamkeit Angst Not und Gefahr. Trotzt du Wellen und Wind im Sturm. Wie der Mensch der seine Stürme des Lebens auch meistert. Und das Licht der Hoffnung leuchtet in seinem Herz. © Karin Thießen Wer hoch hinaus will, sollte beim Blick in die Abgründe, die sich dann vor ihm auftun, schwindelfrei sein. © Dr. Achim Reichert In der Spaßgesellschaft erntet die meisten Lacher, wer ...

Sagt der Theologe zum Philosophen: Philosophie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen

Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist. Erwidert der Philosoph: Aber Theologie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist, und dann ruft: "Ich hab sie!" Unbekannt Abendlied Ringsum nun wird es stille, Indeß der Tag versinkt, Und froh im Gras die Grille Den Thau der Dämmrung trinkt. Aufsteigt die Nacht im Westen, Sie athmet hörbar kaum Und wiegt von Ast zu Aesten Den Wald in Schlag und Traum. Den Vögeln wie sie brüten, Drückt sie die Augen zu Und lullt im Thal die Blüten, Die Aehren all' in Ruh'. Komm, Mutter Nacht, und lege Die Hand aufs Herz mir mild, Daß sie die wilden Schläge Dem Ruhelosen stillt! Adolf Friedrich Graf von Schack

Die Bewusstheit über das, was wir uns nicht gönnen,

lässt uns erkennen, was wir brauchen. © Dörthe Huth Die nackte Wahrheit ist manchmal attraktiver als die bestbekleidete Unwahrheit. © Willy Meurer Glauben Sie mir: der Staat ist immer für Sie da, wenn er Sie braucht. © Dr. rer. pol. Gerhard Kocher Sogar die Grundsteine der Menschlichkeit sind den meisten Leuten längst vom Herzen gefallen. © peter e. schumacher Manche Bestimmungen erscheinen ausgedümmelt, aber so etwas sagt man nicht. © Erhard Horst Bellermann „Das letzte, was dir von den Frauen bleibt, ist das selbstgekochte Essen…“ © Elmar Kupke Das Neue erfreut jene, die nichts zu verlieren haben. Aus Venedig Des Frevels Acker trägt den Tod als Erntelohn. Aischylos Man sollte in Biographien einmal die Taten ins Licht setzen, die einer seingelassen hat. © Matthias Pleye Was am meisten Unheil anrichtet, das ist der inconsequente Despot. Johann Jakob Mohr

Was der Saft im Baum ist, das ist die Seele im Körper, und

ihre Kräfte entfalte sie wie der Baum seine Gestalt. Die Erkenntnis gleicht dem Grün der Zweige und Blätter, der Wille den Blüten, das Gemüt ist wie die zuersat hervorbrechende Knospe, die Vernunft wie die voll ausgereifte Frucht. Der Sinn endlich gleicht der Ausdehnung des Baumes in Höhe und Breite. So ist die Seele der innere Halt und die Trägerin des Leibes. Hildegard von Bingen Jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen: In der ersten wird es lächerlich gemacht. In der zweiten bekämpft, in der dritten gilt es als selbstverständlich. Arthur Schopenhauer Die meisten Ehemänner benehmen sich wie ein Orang-Utan, der Geige zu spielen versucht. Honoré de Balzac Wenn die Wirkung gut ist, so muß man auch einen, dem man abgeneigt ist, belohnen, wenn die Wirkung nicht gut ist, so muß man auch einen, dem man geneigt ist, bestrafen. Lü Bu We Gebet ist das Atemholen der Seele. John Henry Newman Nostalgie: Blackbox mit perfekter Ausblende-Technik © KarlHeinz...

Ei der Tausend! Wie man doch die dummen Leute anführen kann! Diese Menschen

sitzen sämtlich wie die Raupe auf einem Blatte, jeder glaubt, seines sei das Beste und um den Baum bekümmern sie sich nicht. Heinrich von Kleist Aus der Ferne … Und wenn du groß bist – nein, du wirst's nicht wissen, Wie ich's so gut, so gut mit dir gemeint, Wie dieses stolze Aug' in heiße Kissen So oft in Sehnsucht hat um dich geweint. Ich möcht' die Ruh' nicht deines Herzens stören – Ich bin ja tot … verreist … ich weiß es nicht! Könnt' ich nur einmal noch dein Stimmchen hören: "Papa, Papa!" … O Gott, ein andrer flicht Dir nun den Frühlingskranz von Anemonen, Erzählt dir Märchen vom kristallnen Berg, Vom groben Riesen und vom schlauen Zwerg Und von dem Schloß, darin die Elfen wohnen … Ach, könnt' ich dann nur still durchs Zimmer gehn, Den Märchenglanz in deinen Kinderblicken, Die heißerglühten Bäckchen nur zu sehn, Und leis den Mund auf deinen Scheitel drücken … Ich schlich' mich heimlich, wie ein böser Dieb, An dir vorbe...

Das Glaubensbekenntnis von Hilmer Kopper, Vorstandssprecher der Deutschen Bank AG: "Dem Finanzplatz nutzt

nichts mehr als die Gewißheit, daß ordnungspolitische Grundsätze gelten - in Theorie und Praxis." Unbekannt Auf Talentsuche Wer oder was bin ich denn? Ich wüßte es für’s Leben gern! Es wär’ auch langsam and der Zeit: Die dritte Phase macht sich breit. (Der Jugend und dem Mittelalter folgt nicht etwa das Greisenalter. Nein, nein - das darf nicht sein! Es lebe weiterhin der Schein! ‘Du hast dich überhaupt nicht verändert!’ Heißt diese Phase bis man’s vollendet.) Bin ich Poet? Nein, bloß Prolet. Auch kein Lyriker – nur Pseudo-Satiriker. Ein lichter Dichter? Schlichter Ver-Dichter, ein undicht verpichter! Schriftsteller aus Eifer? Schriftschleifer mit Geifer! Ein neo-linker Intellektueller? Pah, linkischer Fallensteller! Ein großes Talent? Das keiner erkennt! Vielleicht ein Kritiker? Gefehlt, nur Meckerer! Wenigstens ein Kecker? Du gehst mir auf den Wecker! O ja, ein großer Forscher? Ach was, ein Kleiner forscher! Ein Abenteurer? Ein abends Te...

Aber – ich soll ein echtes, ein wahres Weib sein! Was ist denn

das: ein wahres Weib? Muß ich, um ein wahres Weib zu sein, bügeln, nähen, kochen und kleine Kinder waschen? Hedwig Dohm Ich zweifle noch immer … na ja, warum soll ich denn nicht zweifeln, wenn's mir eine Erleichterung verschafft? Zweifeln kann man an allem, und unter zehnmal zweifelt man neunmal mit vollem Recht! Johann Nepomuk Nestroy Der Unverstand ficht bei Gelegenheit Auch von den Klugen wohl die meisten an; Drum kann ein Mensch schon gelten für gescheit, Der weiß, was er an Dummheit leisten kann. Albert Roderich Ein Lehrer verstößt heute schon gegen die allgemeine Schulpraxis, wenn er das unverschämte Benehmen seiner Schüler mehr als nur feststellt… © Elmar Kupke Ein versperrtes Tor ist leichter zu öffnen als ein versteinertes Herz. © Ernst Ferstl Ein Vogel im Käfig hat stets zu essen, doch wird er nie den Flug in der Morgensonne genießen können.. © Robert Maly´ Was ist das Heiligste? Das, was heut und ewig die Geister, Tiefer und tiefer gefühlt, immer nu...

Wenn sich die Welt zerstört, so fängt es so an: Menschen werden zuerst

treulos gegen die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland. Sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen das Weib und gegen das Kind. Peter Rosegger Wirklich sind es die deutlichen Ideen, die zum Sprechen gebraucht werden; fast immer ist es irgend eine konfuse Idee, die uns zum Handeln treibt. Diese beherrschen das Leben. Joseph Joubert Im Heuhaufen ist vielleicht die Nadel, im Sein aber kein Sinn. © Stefan Rogal Gewalt ist die Hebamme der Geschichte. Karl Marx Wehe denen, die sich der Gewalt bedienen, die sie über ein Herz haben. Johann Wolfgang von Goethe Nicht die Liebe ist es, die den Menschen irreführt, er führt sich selbst irre. Aus Japan

Erzähle nicht die Wahrheit, solange dir etwas Interessanteres einfällt.Karl

Friedrich May Minne, der Welt Unseligkeit, Da reine Lust so flüchtig ist, Da du so wankelmütig bist Was minnt nur all die Welt an dir? Ich seh doch wohl, du lohnest ihr, So wie der Ungetreue tut. Dein Ende, das ist nie so gut, Wie du versprichst im Anbeginn: Da lockst du den betörten Sinn Mit kurzer Lust zu langem Leid. Mit schmeichlerischer Trüglichkeit, Die in so falscher Süße schwebt, Die trüget alles, was da lebt. Gottfried von Straßburg Jedem gerecht werden heißt, jedem Unrecht zu tun. © Horst A. Bruder Schlage ein Kind nie, und wenn es traurig oder ängstlich ist, dann nimm es einfach in den Arm. Indianische Weisheit Ein Gedicht ist nur so lange gut, bis man weiß, von wem es ist. Karl Kraus Das Leben ist bunt. So manchem zu bunt. Als erfände es täglich neue Farben. © Erhard Blanck Wer Tyrannei stürzen will, muß ihr dienen. Carl Ludwig Börne Ohne Zucht ist jede Tugend eitel. Leo Tepe von Heemstede Vermutungen sind Saatkörner der Verleumdung. ...