nur keck heraussagen, die Hauptangelegenheit des ganzen Unternehmens. Es ist ein ernstes Geschäft diese Feierlichkeit wird in der Tiefe begangen.
Johann Wolfgang von Goethe
Ein Unmensch gratuliert
Ein Mensch wird sechzig, und er denkt,
Daß nichts so schön wie das Geschenk,
Das aus dem Wörtchen Zeit besteht.
Der Unmensch aber seinerseits,
Denkt anders, und er meint den Reiz,
Man könnte ja auch Hundert werden,
Dann sind die Sechzig nichts auf Erden.
Sie wären erst ein gutes Halb
Und das bedeutet, noch nicht alt.
Der Mensch jedoch läßt Vorsicht walten
Bedenkt bei sich, wie bei den Alten,
Daß wirklich nichts von Dauer ist;
Und dennoch hofft er inniglich,
Das möglichst lang er noch am Leben.
Dem will der Unmensch Hoffnung geben
Und rät für weit‘re sechzig Jahr‘
Doch so zu leben, wie es war
Mit Frau und Kindern und der Welt
Die eine Kraft zusammenhält,
Von der der Unmensch auch nicht weiß,
Ob sie die Kraft des Alterns heißt.
So denkt der Mensch am Ende auch,
Daß es wohl richtig und auch Brauch,
Sich heut‘ und hier der Zeit zu freuen.
Und auch die Hoffnung auf ein neues
Jahrzehnt, Jahrhundert, ach was soll’s
Die Lebensuhr ist eh‘ noch voll.
© Wolfgang (WoKo) Kownatka
Johann Wolfgang von Goethe
Ein Unmensch gratuliert
Ein Mensch wird sechzig, und er denkt,
Daß nichts so schön wie das Geschenk,
Das aus dem Wörtchen Zeit besteht.
Der Unmensch aber seinerseits,
Denkt anders, und er meint den Reiz,
Man könnte ja auch Hundert werden,
Dann sind die Sechzig nichts auf Erden.
Sie wären erst ein gutes Halb
Und das bedeutet, noch nicht alt.
Der Mensch jedoch läßt Vorsicht walten
Bedenkt bei sich, wie bei den Alten,
Daß wirklich nichts von Dauer ist;
Und dennoch hofft er inniglich,
Das möglichst lang er noch am Leben.
Dem will der Unmensch Hoffnung geben
Und rät für weit‘re sechzig Jahr‘
Doch so zu leben, wie es war
Mit Frau und Kindern und der Welt
Die eine Kraft zusammenhält,
Von der der Unmensch auch nicht weiß,
Ob sie die Kraft des Alterns heißt.
So denkt der Mensch am Ende auch,
Daß es wohl richtig und auch Brauch,
Sich heut‘ und hier der Zeit zu freuen.
Und auch die Hoffnung auf ein neues
Jahrzehnt, Jahrhundert, ach was soll’s
Die Lebensuhr ist eh‘ noch voll.
© Wolfgang (WoKo) Kownatka