Glück, daß du deine Mauer wieder eingerissen hast, die mir schon unüberwindbar schien. Wir haben so viel zu teilen!
© Irina Rauthmann
Derweil du mich verlassen hast
Derweil du mich verlassen hast,
Verließ mich auch der Schlummer;
Unrast war mein beständ'ger Gast,
Mein Bettgenoß der Kummer.
Ich glaub' auch du hast viel geweint,
Dein Auge sah ich glänzen;
Nun bist du ruhig wie es scheint,
Und fährst zu Spiel und Tänzen.
Da stellt' ich mich ans Treppenhaus
Ins gaffende Gedränge;
Ein Wagen hielt, du stiegst heraus,
Und Lob ging durch die Menge.
Wie schien dein Putz zum Hohn mir gar!
Anstatt der Myrtenkrone,
Die einst ich träumt', umfing dein Haar
Ein Kranz von rotem Mohne.
Die Blumen der Vergessenheit
Trugst du mit Lachen und Scherzen,
Da dacht' ich der vergangenen Zeit
Und sprach zum klopfenden Herzen:
Heut' macht sie Glück, denn leicht und laut
Trägt sie im Haargeflechte
Als Schmuck für eine lust'ge Stund'
Den Schlummer meiner Nächte.
Hans Demetrius, Ritter von Hopfen
© Irina Rauthmann
Derweil du mich verlassen hast
Derweil du mich verlassen hast,
Verließ mich auch der Schlummer;
Unrast war mein beständ'ger Gast,
Mein Bettgenoß der Kummer.
Ich glaub' auch du hast viel geweint,
Dein Auge sah ich glänzen;
Nun bist du ruhig wie es scheint,
Und fährst zu Spiel und Tänzen.
Da stellt' ich mich ans Treppenhaus
Ins gaffende Gedränge;
Ein Wagen hielt, du stiegst heraus,
Und Lob ging durch die Menge.
Wie schien dein Putz zum Hohn mir gar!
Anstatt der Myrtenkrone,
Die einst ich träumt', umfing dein Haar
Ein Kranz von rotem Mohne.
Die Blumen der Vergessenheit
Trugst du mit Lachen und Scherzen,
Da dacht' ich der vergangenen Zeit
Und sprach zum klopfenden Herzen:
Heut' macht sie Glück, denn leicht und laut
Trägt sie im Haargeflechte
Als Schmuck für eine lust'ge Stund'
Den Schlummer meiner Nächte.
Hans Demetrius, Ritter von Hopfen