als Zufälligkeiten, die wieder vergehen, ohne Spuren hinterlassen zu haben, und die Gedanken haben ihre toten und ihre lebendigen Zeiten.
Robert Musil
Bei Ragatz
Dort, wo der Rheinstrom breit und träg
hinfluthet durch's Markgrafenland,
Dort knüpften wir ein inniges,
ein engumschlingend-festes Band.
Hier, wo er voll von Jugendmuth
dahin sich stürzt in raschem Lauf,
Hier wurde uns're Liebe kalt,
hier hörte sie zu lieben auf.
In's Leben wonnetrunk'ner Lust
stürzt' ich hinein mich rasch und wild;
Da war ich stolz, da war ich kühn,
war ganz des jungen Rheines Bild.
Doch seit – wie dieser Strom sich gießt
in's blaue, ruhig-große Meer –
Ich mich so ganz verlor in ihr,
find' ich mein eigen Selbst nicht mehr.
Heinrich Leuthold
Robert Musil
Bei Ragatz
Dort, wo der Rheinstrom breit und träg
hinfluthet durch's Markgrafenland,
Dort knüpften wir ein inniges,
ein engumschlingend-festes Band.
Hier, wo er voll von Jugendmuth
dahin sich stürzt in raschem Lauf,
Hier wurde uns're Liebe kalt,
hier hörte sie zu lieben auf.
In's Leben wonnetrunk'ner Lust
stürzt' ich hinein mich rasch und wild;
Da war ich stolz, da war ich kühn,
war ganz des jungen Rheines Bild.
Doch seit – wie dieser Strom sich gießt
in's blaue, ruhig-große Meer –
Ich mich so ganz verlor in ihr,
find' ich mein eigen Selbst nicht mehr.
Heinrich Leuthold