uns kämpft, bald gegen uns das luft'ge Schwert erhebt; der uns Verstand verleiht durch den Erfolg, und oft den klügsten Plan durch seinen Hauch in Nichts verwandelt.
Ernst Georg Hermann Fürst zu Lynar
Gebet eines Selbstmörders
Stille! oh stille!
Hier schlägt ein letztes Herz,
Zerrinnt ein letzter Wille,
Verhallt im Nichts ein Schmerz.
Verbluten hier im Sande
An dieses Ufers Rand,
Im Angesicht der Sterne
Und jener Wolkenwand –
Ja, jener Nacht von Wolken,
Die drohend rückt heran,
Die dir den letzten Ausblick
Gar bald verfinstern kann!
Drum still, mein Herz! Verblute
In dieser stillen Nacht,
Solang ob Tod und Leben
Dir zusteht noch die Macht!
Denn weh, sie werden kommen,
Dich binden recht und schlecht,
Dein letztes Gut zu nehmen –
Dies häßliche Geschlecht.
Doch stille, oh stille!
Und störe nicht die Ruh:
Es strebt ein letzter Wille
Dem letzten Glücke zu …
Ludwig Scharf
Ernst Georg Hermann Fürst zu Lynar
Gebet eines Selbstmörders
Stille! oh stille!
Hier schlägt ein letztes Herz,
Zerrinnt ein letzter Wille,
Verhallt im Nichts ein Schmerz.
Verbluten hier im Sande
An dieses Ufers Rand,
Im Angesicht der Sterne
Und jener Wolkenwand –
Ja, jener Nacht von Wolken,
Die drohend rückt heran,
Die dir den letzten Ausblick
Gar bald verfinstern kann!
Drum still, mein Herz! Verblute
In dieser stillen Nacht,
Solang ob Tod und Leben
Dir zusteht noch die Macht!
Denn weh, sie werden kommen,
Dich binden recht und schlecht,
Dein letztes Gut zu nehmen –
Dies häßliche Geschlecht.
Doch stille, oh stille!
Und störe nicht die Ruh:
Es strebt ein letzter Wille
Dem letzten Glücke zu …
Ludwig Scharf