bestimmten Gottesverehrung zwingen darf, dann aber verlangt man in dem gleichen Ton, daß er alle zur eigenen Gottesverehrung der Christen zwingen muß, und zwar mit Anwendung aller Gewalt.
Carl Schneider
Die heilige Leere
Sie finden nicht mehr den heiligen Ort,
wo nur beten passte
und schon lange kennen sie
die Worte nicht mehr,
die ihnen einmal geläufig waren.
Auch ist die Gemeinschaft zerfallen,
in der sie sich feierten, zusammen mit dem,
der sie feierte.
Die Äcker sind brach,
die großen Herden gestorben,
die Obstbäume verwildern.
Aber als kostbaren Schatz
tragen sie das Loch in sich,
die Abwesenheit, die versandete Spur,
die heilige Leere,
die alle Formeln von früher ersetzt.
Je mehr es sich ausbreitet,
desto mehr ist es die Frage,
ob sie durchhalten werden,
oder ob die Angst über sie hinwegfegt
und sie sich wieder den Worten übergeben,
die sie nicht mehr glauben.
© Ulrich Schaffer
Carl Schneider
Die heilige Leere
Sie finden nicht mehr den heiligen Ort,
wo nur beten passte
und schon lange kennen sie
die Worte nicht mehr,
die ihnen einmal geläufig waren.
Auch ist die Gemeinschaft zerfallen,
in der sie sich feierten, zusammen mit dem,
der sie feierte.
Die Äcker sind brach,
die großen Herden gestorben,
die Obstbäume verwildern.
Aber als kostbaren Schatz
tragen sie das Loch in sich,
die Abwesenheit, die versandete Spur,
die heilige Leere,
die alle Formeln von früher ersetzt.
Je mehr es sich ausbreitet,
desto mehr ist es die Frage,
ob sie durchhalten werden,
oder ob die Angst über sie hinwegfegt
und sie sich wieder den Worten übergeben,
die sie nicht mehr glauben.
© Ulrich Schaffer