schalten wir unsere alten Erinnerungen ein. Nur wenig erleben wir augenblicklich, spontan und direkt. Daher ist das Denken nur das Hilfsmittel für das alltägliche Leben. Für unser Leben und unsere Lebendigkeit ist es völlig unnütz und störend.
© Irina Rauthmann
Blinde Liebe
Vor dir zerbricht mein ganzer Wagemut,
All meine Keckheit schmiegt sich vor dich hin
Und birgt, wie ein gezähmter Löwe tut,
Ihr starkes Haupt an deinen weichen Knien.
Wodurch bezwingst du mich? Ist es dein Blick?
Dein Lächeln? Ach, ich weiß nicht, was es ist!
Vielleicht ist, dir zu folgen, mein Geschick,
Weil du die Stärkere an Liebe bist!
Vielleicht ist meine Schwäche deine Kraft!
Vielleicht sogar bist du dir scheu bewußt
Nur deiner eignen tiefen Leidenschaft,
Und, daß du siegen oder – fallen mußt!
Ich weiß es nicht! Ich liebe dich zu sehr
Als daß ich wüßte, was mich zu dir trieb –
Und wenn ich es zu wissen einst begehr',
Dann, – ach, vielleicht hab' ich dich nimmer lieb.
A. de Nora (Pseudonym für Anton Alfred Noder)
© Irina Rauthmann
Blinde Liebe
Vor dir zerbricht mein ganzer Wagemut,
All meine Keckheit schmiegt sich vor dich hin
Und birgt, wie ein gezähmter Löwe tut,
Ihr starkes Haupt an deinen weichen Knien.
Wodurch bezwingst du mich? Ist es dein Blick?
Dein Lächeln? Ach, ich weiß nicht, was es ist!
Vielleicht ist, dir zu folgen, mein Geschick,
Weil du die Stärkere an Liebe bist!
Vielleicht ist meine Schwäche deine Kraft!
Vielleicht sogar bist du dir scheu bewußt
Nur deiner eignen tiefen Leidenschaft,
Und, daß du siegen oder – fallen mußt!
Ich weiß es nicht! Ich liebe dich zu sehr
Als daß ich wüßte, was mich zu dir trieb –
Und wenn ich es zu wissen einst begehr',
Dann, – ach, vielleicht hab' ich dich nimmer lieb.
A. de Nora (Pseudonym für Anton Alfred Noder)