eigentliches Wesen zu bekommen. Erwachsene müssen zuerst den Weg zurückgehen und hoffen, dann Zulaß zu bekommen.
© Irina Rauthmann
Die deutsche Muse
Kein Augustisch Alter blühte,
Keines Mediceers Güte
Lächelte der deutschen Kunst;
Sie ward nicht gepflegt vom Ruhme,
Sie entfaltete die Blume
Nicht am Strahl der Fürstengunst.
Von dem größten deutschen Sohne,
Von des großen Friedrichs Throne
Ging sie schutzlos, ungeehrt.
Rühmend darf's der Deutsche sagen,
Höher darf das Herz ihm schlagen:
Das Kleinkind hat noch die Gelegenheit Einblick in die Existenz des Sonnenkindes, sein eigentliches Wesen zu bekommen. Erwachsene müssen zuerst den Weg zurückgehen und hoffen, dann Zulaß zu bekommen.
© Irina Rauthmann
Die deutsche Muse
Kein Augustisch Alter blühte,
Keines Mediceers Güte
Lächelte der deutschen Kunst;
Sie ward nicht gepflegt vom Ruhme,
Sie entfaltete die Blume
Nicht am Strahl der Fürstengunst.
Von dem größten deutschen Sohne,
Von des großen Friedrichs Throne
Ging sie schutzlos, ungeehrt.
Rühmend darf's der Deutsche sagen,
Höher darf das Herz ihm schlagen:
Selbsterschuf er sich den Wert.
Darum steigt in höherm Bogen,
Darum strömt in vollen Wogen
Deutscher Barden Hochgesang;
Und in eigner Fülle schwellend
Und aus Herzens Tiefen quellend,
Spottet er der Regeln Zwang.
Johann Christoph Friedrich von Schiller
© Irina Rauthmann
Die deutsche Muse
Kein Augustisch Alter blühte,
Keines Mediceers Güte
Lächelte der deutschen Kunst;
Sie ward nicht gepflegt vom Ruhme,
Sie entfaltete die Blume
Nicht am Strahl der Fürstengunst.
Von dem größten deutschen Sohne,
Von des großen Friedrichs Throne
Ging sie schutzlos, ungeehrt.
Rühmend darf's der Deutsche sagen,
Höher darf das Herz ihm schlagen:
Das Kleinkind hat noch die Gelegenheit Einblick in die Existenz des Sonnenkindes, sein eigentliches Wesen zu bekommen. Erwachsene müssen zuerst den Weg zurückgehen und hoffen, dann Zulaß zu bekommen.
© Irina Rauthmann
Die deutsche Muse
Kein Augustisch Alter blühte,
Keines Mediceers Güte
Lächelte der deutschen Kunst;
Sie ward nicht gepflegt vom Ruhme,
Sie entfaltete die Blume
Nicht am Strahl der Fürstengunst.
Von dem größten deutschen Sohne,
Von des großen Friedrichs Throne
Ging sie schutzlos, ungeehrt.
Rühmend darf's der Deutsche sagen,
Höher darf das Herz ihm schlagen:
Selbsterschuf er sich den Wert.
Darum steigt in höherm Bogen,
Darum strömt in vollen Wogen
Deutscher Barden Hochgesang;
Und in eigner Fülle schwellend
Und aus Herzens Tiefen quellend,
Spottet er der Regeln Zwang.
Johann Christoph Friedrich von Schiller