an ihr, so bereitet uns das bange Stunden, und kommt jemand, der unsern Glauben an uns selbst leugnet oder gar verlacht, so kann er uns nicht weher tun als dadurch.
Paul Keller
Fein gegen fein wird niemals gutes Futter sein.
Fin contre fin n'est pas bon pour faire doublure.
[Info] Die Entstehung dieses französischen Sprichworts, dessen man sich bedient, um zu sagen, daß zwei listige Personen sich gegenseitig nicht leicht betrügen lassen, soll folgende sein: Der Marquis de Veron hatte den Maler Jean Mabuse in seine Dienste genommen, der in demselben Maße geschickt wie dem Trunke ergeben war. Alle Besserungsversuche, die der Marquis mit ihm anstellte, blieben erfolglos. Eines Tags wurde dem Marquis der Besuch des Kaisers Karl V. angemeldet. Um diesen würdig zu empfangen, sollten seine Leute alle in weißen Damast gekleidet erscheinen. Der Maler Mabuse verkaufte aber den Stoff, vertrank das Geld und erschien in einem Kleide von feinem Papier. Der Kaiser staunte, als er den Maler sah. Noch niemals, erklärte er, habe er so feinen Stoff gesehen, und ließ den Künstler näher treten, worauf er in ein schallendes Gelächter ausbrach. Auf die Frage, warum er das getan habe, antwortete er: »Ich wollte alle Zuschauer durch diese Feinheit in Erstaunen setzen.« - »Ins Gefängnis!« rief erzürnt der Marquis und fügte hinzu: »et sache que fin contre fin n'est pas bon pour doublure.« Doch erwirkte der Kaiser Erlaß der Strafe für ihn.
Aus Frankreich
Paul Keller
Fein gegen fein wird niemals gutes Futter sein.
Fin contre fin n'est pas bon pour faire doublure.
[Info] Die Entstehung dieses französischen Sprichworts, dessen man sich bedient, um zu sagen, daß zwei listige Personen sich gegenseitig nicht leicht betrügen lassen, soll folgende sein: Der Marquis de Veron hatte den Maler Jean Mabuse in seine Dienste genommen, der in demselben Maße geschickt wie dem Trunke ergeben war. Alle Besserungsversuche, die der Marquis mit ihm anstellte, blieben erfolglos. Eines Tags wurde dem Marquis der Besuch des Kaisers Karl V. angemeldet. Um diesen würdig zu empfangen, sollten seine Leute alle in weißen Damast gekleidet erscheinen. Der Maler Mabuse verkaufte aber den Stoff, vertrank das Geld und erschien in einem Kleide von feinem Papier. Der Kaiser staunte, als er den Maler sah. Noch niemals, erklärte er, habe er so feinen Stoff gesehen, und ließ den Künstler näher treten, worauf er in ein schallendes Gelächter ausbrach. Auf die Frage, warum er das getan habe, antwortete er: »Ich wollte alle Zuschauer durch diese Feinheit in Erstaunen setzen.« - »Ins Gefängnis!« rief erzürnt der Marquis und fügte hinzu: »et sache que fin contre fin n'est pas bon pour doublure.« Doch erwirkte der Kaiser Erlaß der Strafe für ihn.
Aus Frankreich