bedeutet, man selbst zu sein, zu erkennen, daß alles im Fluß ist, und sich dennoch ruhig zu fühlen, in der Welt zu leben, ohne alles mit der Erkenntnis durchdringen zu wollen, und ihr dennoch zu vertrauen.
© Irina Rauthmann
An einen Weltverbesserer
»Alles opfert' ich hin«, sprichst du, »der Menscheit zu helfen,
Eitel war der Erfolg, Haß und Verfolgung der Lohn.« –
Soll ich dir sagen, Freund, wie ich mit Menschen es halte?
Traue dem Spruche! noch nie hat mich der Führer getäuscht,
Von der Menschheit – du kannst von ihr nie groß genug denken,
Wie du im Busen sie trägst, prägst du in Taten sie aus.
Auch dem Menschen, der dir im engen Leben begegnet,
Reich ihm, wenn er sie mag, freundlich die helfende Hand.
Nur für Regen und Tau und fürs Wohl der Menschengeschlechter
Laß du den Himmel, Freund, sorgen wie gestern so heut.
Johann Christoph Friedrich von Schiller
© Irina Rauthmann
An einen Weltverbesserer
»Alles opfert' ich hin«, sprichst du, »der Menscheit zu helfen,
Eitel war der Erfolg, Haß und Verfolgung der Lohn.« –
Soll ich dir sagen, Freund, wie ich mit Menschen es halte?
Traue dem Spruche! noch nie hat mich der Führer getäuscht,
Von der Menschheit – du kannst von ihr nie groß genug denken,
Wie du im Busen sie trägst, prägst du in Taten sie aus.
Auch dem Menschen, der dir im engen Leben begegnet,
Reich ihm, wenn er sie mag, freundlich die helfende Hand.
Nur für Regen und Tau und fürs Wohl der Menschengeschlechter
Laß du den Himmel, Freund, sorgen wie gestern so heut.
Johann Christoph Friedrich von Schiller