Leidenschaften ausübt. Ein von Meisterhand komponiertes Stück rührt unfehlbar das Gefühl, und hat mehr Einfluß als eine gute Schrift über Moral, welche die Vernunft überzeugt, ohne auf unsere Gewohnheiten einzuwirken.
Napoleon I. Bonaparte
Hammonia
Dort in der Ferne, wo sich das Morgenrot erhebt,
über den Fluten meiner Sehnsucht,
dort habe ich einst gelebt.
Wandelte ich in den Alleen, Terrassen geschwungener Flucht,
suchend um zu verstehen.
Ich ward am Strome geboren, meine Seele war die Seine
Und habe mich oft in Zerstreuung in seinem Antlitz verloren.
Mir ist, als ob all die Wahrheit aus seiner Tiefe scheine,
die Vollendung des Wissens aller Zeit.
Du gibst mir Halt, trägst mich fort in fern're Höhn
Auf den Schwingen engelsgleicher Gestalt.
Oh Du meine Stadt, geliebte kleine Welt, weinest Du?
Besitzest doch mein Herz das ganz verliebt, Dich bei sich hält.
Eines Tages sehr bald schon, fällt der Tag in Nächtens Ruh',
Und an deiner Seite wachet brav dein treuer Sohn.
Oh, zu dieser Stunde nun, da ich dem Himmel bin,
begrabet mich in dieser Erde, in ihr möcht’ ich ewig ruhn'.
© Christian Röhrs
Napoleon I. Bonaparte
Hammonia
Dort in der Ferne, wo sich das Morgenrot erhebt,
über den Fluten meiner Sehnsucht,
dort habe ich einst gelebt.
Wandelte ich in den Alleen, Terrassen geschwungener Flucht,
suchend um zu verstehen.
Ich ward am Strome geboren, meine Seele war die Seine
Und habe mich oft in Zerstreuung in seinem Antlitz verloren.
Mir ist, als ob all die Wahrheit aus seiner Tiefe scheine,
die Vollendung des Wissens aller Zeit.
Du gibst mir Halt, trägst mich fort in fern're Höhn
Auf den Schwingen engelsgleicher Gestalt.
Oh Du meine Stadt, geliebte kleine Welt, weinest Du?
Besitzest doch mein Herz das ganz verliebt, Dich bei sich hält.
Eines Tages sehr bald schon, fällt der Tag in Nächtens Ruh',
Und an deiner Seite wachet brav dein treuer Sohn.
Oh, zu dieser Stunde nun, da ich dem Himmel bin,
begrabet mich in dieser Erde, in ihr möcht’ ich ewig ruhn'.
© Christian Röhrs