wir die bestimmten Wege dazu messen, gehört die Erhebung über den Zeitgeist. Nicht für die Gegenwart ist das Kind zu erziehen – denn diese thut es ohnehin unaufhaltsam und gewaltsam – sondern für die Zukunft.
Jean Paul
Der Bläser
Einsam steht der Bläser,
blickt mit grausig bleichem Gesicht
über rot gefärbte Gräser
auf das durchtränkte Blutgericht.
Vor Stunden saßen seine Freunde,
zählten froh verdientes Geld.
Zogen mit gezückten Waffen
auf das morgendliche Feld.
Rote Wogen dunklen Zorns
brechen sich an scharfen Klippen.
Das Schallen eines Kriegers Horns
schwer geboren von blut'gen Lippen.
Einen Tag später sitzt er ohne Sprache,
nimmt einen Dolch, stößt ihn ins Herz.
Noch immer in der feuchten Brache
will ihn ersticken, den dumpfen Schmerz.
Der letzte Überlebende beendet nun von eigner Hand
das Leben, das kein Feind je fand.
nie wieder sollen seine Lippen
Freund und Feind zum Kampfe bitten.
© Jörg Winter
Jean Paul
Der Bläser
Einsam steht der Bläser,
blickt mit grausig bleichem Gesicht
über rot gefärbte Gräser
auf das durchtränkte Blutgericht.
Vor Stunden saßen seine Freunde,
zählten froh verdientes Geld.
Zogen mit gezückten Waffen
auf das morgendliche Feld.
Rote Wogen dunklen Zorns
brechen sich an scharfen Klippen.
Das Schallen eines Kriegers Horns
schwer geboren von blut'gen Lippen.
Einen Tag später sitzt er ohne Sprache,
nimmt einen Dolch, stößt ihn ins Herz.
Noch immer in der feuchten Brache
will ihn ersticken, den dumpfen Schmerz.
Der letzte Überlebende beendet nun von eigner Hand
das Leben, das kein Feind je fand.
nie wieder sollen seine Lippen
Freund und Feind zum Kampfe bitten.
© Jörg Winter