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Wir sind am unglücklichsten, wenn wir uns eingestehen müssen, daß wir unser Naturell

nicht zu beherrschen vermögen.
Heinrich Laube

Die Frauen verfallen immer mehr ins Extrem: sie sind entweder besser oder schlechter als die Männer.
Jean de La Bruyère

Der Künstler ist schon in seiner Tätigkeit frei, er hat das höchste soziale Glück, außersozial zu sein.
Paul Ernst

An und für sich
ist die Dummheit unfruchtbar.
Das Dumme ist nur,
daß sie sich trotzdem
unaufhaltsam fortpflanzt.

© Ernst Ferstl

Glücksfreunde

Auf Glücksfreund' halte nichts; sie pflegen insgemein
Zur Armuth, aber nicht in Armuth gut zu sein.
Christian Wernike

Versäumt die Zeit nicht, die gemessen ist!
Leopold Schefer

Nicht wir gehen durchs Leben.
Das Leben geht durch uns.
© Peter Huhn

Der erscheint Gott am allerwenigsten leer,
der am meisten leer erscheint.
Martin Luther

Ist man voller Stolz, kann man niemals glücklich werden.
© Dalai Lama

Viel zu hören bekommen heißt nicht, auch viel zuhören zu können.
© Vera Hinselmann

Gemeoss

Die sogenannte Prinzipienreiterei ist eine üble Sache, und es würde uns nie einfallen,

von irgendeiner Arbeiterpartei zu verlangen, daß sie um des abstrakten Programmschemas willen auf naheliegende praktische Vorteile verzichte. Rosa Luxemburg Niemand ist so unglücklich wie ein Idol, das sich selbst überlebt hat. Joseph Addison Es gibt auch eine Macht der Gewöhnlichkeit. © Gerd W. Heyse Vom Eise befreit sind Gletscher und Pol durch des Menschen gierig beraubenden Blick. Im Tale schwindet Hoffnungsglück. © Andreas Tenzer Im Neuen sich treu, Und im Alten auch neu: Den Wahlspruch der Welt Hab' auch ich mir gestellt. © »Klassisches Vergißmeinnicht« Die Ausrede ist der Nachsatz zum guten Vorsatz. © Klaus Klages

Sagt der Theologe zum Philosophen: Philosophie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen

Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist. Erwidert der Philosoph: Aber Theologie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist, und dann ruft: "Ich hab sie!" Unbekannt Abendlied Ringsum nun wird es stille, Indeß der Tag versinkt, Und froh im Gras die Grille Den Thau der Dämmrung trinkt. Aufsteigt die Nacht im Westen, Sie athmet hörbar kaum Und wiegt von Ast zu Aesten Den Wald in Schlag und Traum. Den Vögeln wie sie brüten, Drückt sie die Augen zu Und lullt im Thal die Blüten, Die Aehren all' in Ruh'. Komm, Mutter Nacht, und lege Die Hand aufs Herz mir mild, Daß sie die wilden Schläge Dem Ruhelosen stillt! Adolf Friedrich Graf von Schack

Wenn du lange genug am Fluß sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines

Feindes vorbeischwimmen. Aus China Es genügt nicht zum Fluß zu kommen mit dem Wunsch, Fische zu fangen. Man muß auch das Netz mitbringen. Fernöstliche Weisheit Mütterchen, sagt immerdar, immerdar, Früh zu freien bringt Gefahr, bringt Gefahr, Ich soll warten mit dem Frein, mit dem Frein, Bis ich werde klüger, klüger sein. Doch ich fürcht' nicht die Gefahr, die Gefahr, Nehm' ein Weib noch dieses Jahr, dieses Jahr, Denn wenn ich erst klüger bin, klüger bin, Kommts mir nicht mehr, nicht mehr in den Sinn! © Ungarisches Volkslied Leuchtturm Wegweiser in Dunkelheit Einsamkeit Angst Not und Gefahr. Trotzt du Wellen und Wind im Sturm. Wie der Mensch der seine Stürme des Lebens auch meistert. Und das Licht der Hoffnung leuchtet in seinem Herz. © Karin Thießen Wer hoch hinaus will, sollte beim Blick in die Abgründe, die sich dann vor ihm auftun, schwindelfrei sein. © Dr. Achim Reichert In der Spaßgesellschaft erntet die meisten Lacher, wer ...

Manche witzigen Einfälle sind wie das überraschende Wiedersehen zweier befreundeter Gedanken nach einer

langen Trennung. Friedrich von Schlegel Kurz scheint das Leben dem Glücklichen, doch wer im Elend, dem scheint selbst eine Nacht unendlich lange zu währen. Lukian Wenn es für unser Leben etwas Ewiges geben soll, so sind es die Erschütterungen, die wir in der Jugend empfangen. Theodor Storm — Ein Grund, der Gründe hat, Wird durch die Wiederholung ja nicht schlecht; Und ist er schlecht, so ist es sehr probat, Umschrieben ihn zu wiederholen. Sprecht Hartnäckig, unverschämt von früh bis spat; Am Ende gibt euch euer Gegner recht Oder ermüdet, was auf eins hinauskommt; Was liegt am Wege, wenn man nur ins Haus kommt? Lord George Gordon Noel Byron Wer rief dich denn? Wer hat dich herbestellt? Wer hieß dich kommen, wenn es dir zur Last? Geh zu dem Liebchen, das dir mehr gefällt, Geh dahin, wo du die Gedanken hast. Geh nur, wohin dein Sinnen steht und Denken! Daß du zu mir kommst, will ich gern dir schenken. Geh zu dem Liebchen, das dir mehr gefällt, Wer rief dich denn?...

Die Natur hat gewollt, daß der Mensch keiner Glückseligkeit oder Vollkommenheit teilhaftig werde,

als die er sich selbst, frei vom Instinkt, durch eigene Vernunft verschafft hat. Immanuel Kant Der Teufel kann sich auf die Schrift berufen. Ein arg Gemüt, das heil'ges Zeugnis vorbringt, Ist wie ein Schalk mit Lächeln auf der Wange, Ein schöner Apfel, in dem Herzen faul: O wie der Falschheit Außenseite glänzt! William Shakespeare Fällt im Winter viel Schnee und bleibt er lange liegen, dann gibt's ein gutes Jahr, so hat man stets geschrieben. Bauernweisheit Seht das Kind, umgrunzt von Schweinen, Hilflos, mit verkümmerten Zeh'n! Weinen kann es, nichts als weinen – Lernt es jemals stehn und gehn? Unverzagt! Bald, sollt' ich meinen, Könnt das Kind ihr tanzen sehn! Steht es erst auf beiden Beinen, Wird's auch auf dem Kopfe stehn. Friedrich Wilhelm Nietzsche Nicht die Weltverbesserer in ihre Schranken, sondern die Weltverschlechterer in ihre Beschränktheit weisen. © Ulrich Erckenbrecht Niemand weiß, wieviele Visionen durch Televisionen ersetzt...

Fällt ein Stein auf den Topf: wehe dem Topf; fällt der Topf auf

einen Stein: wehe dem Topf; in jedem Fall: wehe dem Topf. Jüdisches Sprichwort Der Bonaparte hat uns seine beschissenen Unterhosen zurückgelassen! Wenn wir nach Europa kommen, schmeißen wir sie ihm ins Gesicht. Jean-Baptiste Kléber Wolken haben die Stadt genommen überall ein Gestöber aus Weiß Schnee erobert Haus um Haus die Nacht verspricht uns nur Kälte und Eis © Hans-Christoph Neuert Mai Der Flieder am Tor dringt rötlich hervor, das himmlische Blau erduftet im Tau. Noch blendets vom Blühn, schon rieselt es grün und flimmert und bebt, von Licht überschwebt. O seliger Mai und morgen vorbei: ein trunkener Zug, ein blitzender Flug! Richard von Schaukal Die Natur lässt keine Menschen verhungern, das macht die Zivilisation. © Fred Ammon Der Erfolg ist von der Ausstattung des Messinstrumentes abhängig. © Mitre Popovski Die Tugend des Glücks ist Mäßigung, die Tugend des Unglücks ist Tapferkeit. Sir Francis von Verulam Bacon Ein gewesener Freund schli...

In neun von zehn Fällen ist es die pure Zeitverschwendung, einem deutschen Apophthegma

irgendeinen Sinn entnehmen zu wollen, oder, besser gesagt, aus all diesen Sinnsprüchen der Deutschen läßt sich alles und jeder herauslesen. Edgar Allan Poe Glauben Das Denken ist der Freund von Gott. Und die Zeit hat ohne einen Glauben keinen Sinn. Und nur die Liebe erhält dem Leben seine Freiheit. Das was Gott ist! Oder die Zeit! Oder die Wahrheit! Ist Poesie! Immer das Leben zu sehen! Auch mit geschlossenen Augen! Neben der Liebe lebt die Gerechtigkeit. Nur Träume geben dem Leben einen Sinn. Und Gott schenkt uns mit jeder Sekunde einen Diamanten. Das Leben ist eine Reise zu neuen Gedanken. Die Kleidung der Welt ist die Liebe. Und die Zeit ist ein Lied, das Kriege verhindern kann. Sekunden sind nur mit Phantasie mehr als Zeit. Die Hauptrolle in diesem Leben spielt die Liebe. Und Gott ist ein Künstler, der das Leben stets neu zeigt. Jeder Mensch ist so wichtig wie die Sonne. Und für alles, was lebt, ist Gott ein Lehrer. Und ein Gedanke, der 1000 Türen öffnet,...

Was wäre die Menschengeschichte ohne die Heroen, die uns den weiten Blick ins

Geistreich geben? Etwas vom freien reinen Atem der Berge zieht in uns ein, wenn wir uns neben die Heroen des Geistes versetzen. Berthold Auerbach Den Löffel abgeben (auch: hinlegen; fallen lassen; wegschmeißen) 2. Version Der Löffel steht in dieser saloppen Wendung für die lebensnotwendige Tätigkeit des Essens. Das Ende des Lebens wird verhüllend als Ende der Nahrungsaufnahme umschrieben: Wenn der Mensch stirbt, dann gibt er den Löffel ab oder legt ihn hin, läßt ihn fallen oder schmeißt ihn weg. In den beiden letzten Versionen sagt die Wahl des Verbs zugleich etwas über die Art des Sterbens aus: »fallen lassen« deutet darauf hin, daß der Tod überraschend und plötzlich kam: »wegschmeißen« beinhaltet, daß einem entweder das Leben lästig geworden ist und man sich dann befreit, d.h. sich das Leben nimmt, oder aber wie in dem folgenden Beispiel aus Ernst Penzoldts Erzählung »Korporal Mombour« daß die Sache, wofür man gestorben ist den Einsatz des Lebens nicht lohnt: Das dauert noch e...

Schweinegeld – was gut ist, ist auch teuer und nicht nur das. Und

im Volksmund wird gesagt: das kostet ja ein Schweinegeld – der Mensch, der das bezahlen kann, der hat dann ja wohl Schwein gehabt, womöglich ist er gar einer, der als Schwein bezeichnet wird und es gibt ja tatsächlich welche, die nur so mit dem Geld herumsauen – und welche, die sich durch Schweinereien bereichern. Wichtig ist, daß alle genug haben, damit jeder sich das kaufen kann, was für Schweinegeld alles so geboten wird. Mein Vorschlag für die Namengebung der künftigen Euro-Währung ist: "Schweinetaler" – das ist ein Vorschlag unter anderen! © Bruno O. Sörensen Ein gemeines Gassenweib, Als Witz maskirt zum Zeitvertreib, Nimmt am Tisch die Zote Platz. Fühlt sie keinen Gegensatz In der Sinnesart der Zecher, Lüftet sie die Maske frecher. Bis allabendlich zuletzt, Nackt sie an den Tisch sich setzt. Verfasser unbekannt Die Gemeinschaft der Menschen besteht nicht von Natur, sondern um des Zuträglichen und des Bedürfnisses Willen. Epikur von Samos Leben ist alles ...

Wer Verantwortung übernimmt, macht sich um die Gegenwart verdient

Wer die Freiheit verteidigt, schafft Voraussetzungen für eine bessere Zukunft. Aber erst Freiheit und Verantwortung zusammen machen den eigentlichen Wert unseres Lebens aus. © Wolfgang (WoKo) KownatkaZwei WorteZu früh, zu spät – zwei Worte, welche eigendem Menschenleben, auch dem deinen, sind. Du siehst, daß dir die Stunden schnell verstreichenund daß mit ihnen deine Zeit verrinnt. Du ahnst den Irrtum nicht, an dem du leidest;du hast ja Zeit, du hast unendlich Zeit,und wenn du dich in ihr zu früh entscheidest,entscheidest du für deine EwigkeitEs war zu früh, als du die Rechnung schlossestund in das Defizit den Himmel warfst,zu früh, als du begeistert überflossestfür Zwecke, denen du nicht dienen darfst. Es war zu früh; du warst nicht reif zum Denken,als du deinZiel nur an das Grab gestellt,denn du verstandest noch nicht, dich in die Gruft zu senken,um aufzustehn schon hier in dieser Welt. Es war zu spät, als plötzlich du erkanntest,daß du vielleicht, vielleicht nicht recht...