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man keine besitzt.
Marquise Madeleine de Sablé (de Souvré)

Einsicht ist, wenn man aus den Erfahrungen der andern lernt.
© Erhard Blanck

Der Geldverleiher ist einem Könige überlegen.
Aus dem Pandschab

Zuviel Bedürfnisse werden leicht zu Sklavenketten.
© Erich Limpach

Die meisten Menschen verstehen nur das, was sie selbst erlebt haben.
© Horst-Joachim Rahn

Wir werden die Welt verstehn, wenn wir uns selbst verstehn, weil wir und sie integrante Hälften sind.
Novalis

Ich bin schon beim Schreiben ertrunken und hab beim Ertrinken geschrieben.
© Manfred Hinrich

Der Einsatz militärischer Gewalt ist nie das Normale. Ihr geht immer ein Scheitern der Politik voraus.
© Wolfgang Huber

Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein?
Bibel

Ich glaube, das Alter gebiert die Überlegenheit.
© Damaris Wieser

Gemeoss

Sagt der Theologe zum Philosophen: Philosophie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen

Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist. Erwidert der Philosoph: Aber Theologie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist, und dann ruft: "Ich hab sie!" Unbekannt Abendlied Ringsum nun wird es stille, Indeß der Tag versinkt, Und froh im Gras die Grille Den Thau der Dämmrung trinkt. Aufsteigt die Nacht im Westen, Sie athmet hörbar kaum Und wiegt von Ast zu Aesten Den Wald in Schlag und Traum. Den Vögeln wie sie brüten, Drückt sie die Augen zu Und lullt im Thal die Blüten, Die Aehren all' in Ruh'. Komm, Mutter Nacht, und lege Die Hand aufs Herz mir mild, Daß sie die wilden Schläge Dem Ruhelosen stillt! Adolf Friedrich Graf von Schack

Die sogenannte Prinzipienreiterei ist eine üble Sache, und es würde uns nie einfallen,

von irgendeiner Arbeiterpartei zu verlangen, daß sie um des abstrakten Programmschemas willen auf naheliegende praktische Vorteile verzichte. Rosa Luxemburg Niemand ist so unglücklich wie ein Idol, das sich selbst überlebt hat. Joseph Addison Es gibt auch eine Macht der Gewöhnlichkeit. © Gerd W. Heyse Vom Eise befreit sind Gletscher und Pol durch des Menschen gierig beraubenden Blick. Im Tale schwindet Hoffnungsglück. © Andreas Tenzer Im Neuen sich treu, Und im Alten auch neu: Den Wahlspruch der Welt Hab' auch ich mir gestellt. © »Klassisches Vergißmeinnicht« Die Ausrede ist der Nachsatz zum guten Vorsatz. © Klaus Klages

Wenn du lange genug am Fluß sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines

Feindes vorbeischwimmen. Aus China Es genügt nicht zum Fluß zu kommen mit dem Wunsch, Fische zu fangen. Man muß auch das Netz mitbringen. Fernöstliche Weisheit Mütterchen, sagt immerdar, immerdar, Früh zu freien bringt Gefahr, bringt Gefahr, Ich soll warten mit dem Frein, mit dem Frein, Bis ich werde klüger, klüger sein. Doch ich fürcht' nicht die Gefahr, die Gefahr, Nehm' ein Weib noch dieses Jahr, dieses Jahr, Denn wenn ich erst klüger bin, klüger bin, Kommts mir nicht mehr, nicht mehr in den Sinn! © Ungarisches Volkslied Leuchtturm Wegweiser in Dunkelheit Einsamkeit Angst Not und Gefahr. Trotzt du Wellen und Wind im Sturm. Wie der Mensch der seine Stürme des Lebens auch meistert. Und das Licht der Hoffnung leuchtet in seinem Herz. © Karin Thießen Wer hoch hinaus will, sollte beim Blick in die Abgründe, die sich dann vor ihm auftun, schwindelfrei sein. © Dr. Achim Reichert In der Spaßgesellschaft erntet die meisten Lacher, wer ...

Manche witzigen Einfälle sind wie das überraschende Wiedersehen zweier befreundeter Gedanken nach einer

langen Trennung. Friedrich von Schlegel Kurz scheint das Leben dem Glücklichen, doch wer im Elend, dem scheint selbst eine Nacht unendlich lange zu währen. Lukian Wenn es für unser Leben etwas Ewiges geben soll, so sind es die Erschütterungen, die wir in der Jugend empfangen. Theodor Storm — Ein Grund, der Gründe hat, Wird durch die Wiederholung ja nicht schlecht; Und ist er schlecht, so ist es sehr probat, Umschrieben ihn zu wiederholen. Sprecht Hartnäckig, unverschämt von früh bis spat; Am Ende gibt euch euer Gegner recht Oder ermüdet, was auf eins hinauskommt; Was liegt am Wege, wenn man nur ins Haus kommt? Lord George Gordon Noel Byron Wer rief dich denn? Wer hat dich herbestellt? Wer hieß dich kommen, wenn es dir zur Last? Geh zu dem Liebchen, das dir mehr gefällt, Geh dahin, wo du die Gedanken hast. Geh nur, wohin dein Sinnen steht und Denken! Daß du zu mir kommst, will ich gern dir schenken. Geh zu dem Liebchen, das dir mehr gefällt, Wer rief dich denn?...

Vor Gericht wird eigentlich nur mit Autoritäten gestritten, der Autorität der Gesetze, die

fest steht: das Geschäft der Urteilskraft ist das Auffinden des Gesetzes, d.h. der Autorität, die im gegebenen Fall Anwendung findet. Die Dialektik hat aber Spielraum genug, indem, erforderlichenfalls, der Fall und ein Gesetz, die nicht eigentlich zueinander passen, gedreht werden, bis man sie füreinander passend ansieht: auch umgekehrt. Arthur Schopenhauer Dem Hungernden gehört das Brot, das du zurückhältst, dem Nackten das Kleidungsstück, das du im Schrank verwahrst, dem Barfüßigen der Schuh, der bei dir verfault, dem Bedürftigen das Silber, das du vergraben hast. Du tust also vielen Unrecht, denen du hättest helfen können. Basilius der Große Wer eine Welt in sich trägt, wird der äußeren Welt schwerlich jemals ganz verfallen können. © Dr. Carl Peter Fröhling Verrate deine Pläne nicht allen Menschen; wer nämlich sein Vorhaben bei sich behält, der hat die Möglichkeit, einen noch besseren Entschluß zu fassen. Aus Arabien Auch wenn der Mensch noch so trotzt: Das Schicksal...

Gewiß kein Freund der Gärtnerei wäre zufrieden, wenn auf einmal alles reif gewachsen

da stände und er nichts zu tun hätte als zu pflücken. Jean Paul Was ich so hübsch finde: wenn eine illustrierte Zeitschrift – als Verzierung – auch etwas Text enthält. Otto Weiss (auch: Weiß) Gerechtigkeit? Die Polizei sucht nach dem Täter, der den andern umgebracht, jedoch bleibt meistens ungeschoren, wer mit Worten kalt gemacht. © Gisela Schäfer Mein lieber Setzer! Wir verhalten uns zueinander wie Leib und Seele, müssen daher, wie diese, einander unterstützen, auf daß das Werk zustande komme, daran der Herr Wohlgefallen habe. Arthur Schopenhauer Wir können heutzutage nicht mehr einer rein dynastischen Politik folgen; wir müssen nationale Politik betreiben, wenn wir bestehen wollen. Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck Mit lieben klugen Menschen leben, ist wie ein täglich Sicherneuern, es bewirkt gedankliches Jungwerden. Luise Baer Eine allzu reichliche Gabe lockt Bettler herbei, anstatt sie abzufertigen. Johann Wolfgang von Goethe Hungerlöhne mästen den...

Gott: eine Maske zwischen dem Menschen und dem Göttlichen. Eine Maske, die das

unfaßbar Göttliche hinter der Maske faßbar, sichtbar macht. Eine Maske, die das unendlich große Göttliche dahinter auf den Punkt bringt. Eine Maske, die das unberührbar Göttliche menschlich macht. Eine Maske, die das wortlos Göttliche ansprechbar macht. Die Maske: eine Vorstellung. Das Göttliche dahinter: Realität. © Markus Weidmann Im Angesicht der Sterne Einen Kuß der Liebsten durch die Nacht, über den Himmel im Angesicht der Sterne und dem ganzen Firmament, vorbei am Vollmond, bis zum Wiedersehen freue ich mich und warte auf Dich. © Ladore de Schygall Die Weisheiten eines Fußballers vor und nach dem Spiel, erinnern einen immer an das Volk der Dichter und Denker. Schmerzlich! © Erhard Blanck Er hatte einen Traum, der zu schön war, um wahr zu sein. Sie hatte eine Wirklichkeit, die zu wahr war, um schön zu sein. Gegensätze, die sich nicht anzogen. Unbekannt Zwerge, die sich als Riesen glauben, versetzen nur Hügel. © Stefan Schütz Frau Gegenwart ist in gesegnet...

Man darf die Menschen nicht danach beurteilen, was sie nicht wissen, sondern danach,

was sie wissen und wie sie es wissen. Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues Manche Ehemänner sind Menschen, die ihren treuesten Zechkumpan am besten gleich geehelicht hätten. © Christa Schyboll Freundschaft und Liebe blühen, wo Menschen sanft geworden sind, sanft in ihrem Urteil, sanft in ihren Worten und sanft in ihrem Umgang miteinander. © Phil Bosmans Die Tage sind ja Blätter nur im Buche deines Lebens. Füll sie mit guten Taten an und Wirken reinen Strebens. Daniel Sanders Das Meer beruhigt, weil es sich bewegt. © Jürgen K. Hultenreich Außen fix, innen nix. Außen nix, innen fix. Alter Spruch Wer die Natur nicht durch die Liebe kennen lernt, der wird sie nie kennen lernen. Friedrich von Schlegel Obwohl ich genau weiß, wer ich nicht bin, weiß ich noch nicht wer ich bin. Unbekannt Wer seine Stunden besser zu nutzen versteht, behält noch Zeit übrig. Jean de La Bruyère Manchmal fühle ich mich so einsam, daß ich mich sogar über eine Rechnung im Briefkaste...

Für alle jene Lebewesen, die keine Verträge darüber schließen konnten, einander gegenseitig weder

zu schädigen noch sich schädigen zu lassen, gibt es keine Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit. Ebenso auch bei den Völkern, die Verträge, einander gegenseitig weder zu schädigen noch sich schädigen zu lassen, entweder nicht schließen konnten oder nicht wollten. Epikur von Samos Psychoanalyse Was ist's mit Analysen? Kann da ein Zweifel bleiben? Die Methode ist bewiesen an jenen, die sie treiben. Daß man mit euch nur scherzte – welch törichter Gedanke! Im Gegenteil: die Ärzte sind Kranke. Karl Kraus Ironie des Schicksals: Die für ihre Freiheit kämpfen, erlegen sich die größten Zwänge auf. © Wolfgang Mocker Geschickt sind sie, sie haben kluge Finger: Was will meine Einfalt bei ihrer Vielfalt! Alles Fädeln und Knüpfen und Weben verstehn ihre Finger: also wirken sie die Strümpfe des Geistes! Friedrich Wilhelm Nietzsche Ich wurde schon vor der Geburt zu lebenslänglich und zum Tode verurteilt. Nur das Datum der Hinrichtung blieb noch offen. © Arthur Feldmann Der Ru...

Oft kommen mir die Tage nur wie aneinander gereihte Stunden vor; wenn wir

auf die nächsten warten, wollen die jetzigen nicht vergehen. Und Nächte, aus denen wir nicht erwachen wollen. .... Im Gedanken an diesen Abend sind schnell 4 Wochen vergangen. Keine Ahnung, ob die Zeit gegen uns spielt, aber mit ihr spielen liegt mir fern. Vielleicht ist das mein Problem: selbst wenn ich mit euch lache, ist mir die Zeit wichtig. © Bettina Reidies Meine Freiheit Mögt ihr mich tausendmal mit Zwang Auf eine Wendung schrauben – Ich werde der Spirale Gang Mir selbst zu ziehn erlauben. Karl Friedrich Henckell Nur der Mensch ist so sinnlos blöd und führt Kriege gegen seine Mitmenschen. Haben Sie schon einmal gehört, daß Tiere untereinander Krieg führen? Eben….! © Stefan Wittlin Der Mensch ist zur Welt geboren, als ein Gottesgedanke, desgleichen noch keiner war, anderen früheren zur Ergänzung, späteren zur Vorbereitung, allen nötig, nirgend überflüssig. Hermann von Bezzel Charaktereigenschaften anderer Völker schätzen und bewerten. Sich gegenseitig messen, übe...