feinen, bildsamen, halb geistigen Masse vereinigt, woraus die Phantasie ihre Zauber schöpft, ist gar herrlich.
Christoph Martin Wieland
Der Garten
Blumen die roten und weißen
Schnitt ich achtlos vom Beet;
Die Roten haben verheißen,
Die Weißen haben gefleht.
Sie blühten aus edlem Samen,
Heut sind sie längst verdorrt;
Frau'n, die vorüberkamen,
Trugen im Gürtel sie fort.
Sie glühten an allen Orten
Und plauderten manches aus –
Nun bin ich sparsam worden
Und hüte Beete und Strauß.
Die draußen stehen und warten
Mit stechender Augen Begehr,
Die wispern jetzt: mein Garten
Trüg' keine Blumen mehr.
Sie kennen nicht meine Tage
Voll Sonne und mein Gemüt,
Und wie zu dir ich trage
Alles, was mir geblüht.
Rudolf Presber
Christoph Martin Wieland
Der Garten
Blumen die roten und weißen
Schnitt ich achtlos vom Beet;
Die Roten haben verheißen,
Die Weißen haben gefleht.
Sie blühten aus edlem Samen,
Heut sind sie längst verdorrt;
Frau'n, die vorüberkamen,
Trugen im Gürtel sie fort.
Sie glühten an allen Orten
Und plauderten manches aus –
Nun bin ich sparsam worden
Und hüte Beete und Strauß.
Die draußen stehen und warten
Mit stechender Augen Begehr,
Die wispern jetzt: mein Garten
Trüg' keine Blumen mehr.
Sie kennen nicht meine Tage
Voll Sonne und mein Gemüt,
Und wie zu dir ich trage
Alles, was mir geblüht.
Rudolf Presber