unserer Seele, dessen Altäre er entkleidet und von dessen Wänden er Glanz und Schönheit nimmt. Was dann übrigbleibt, ist kahle Armut, sind harte nüchterne Trümmer.
Paul Keller
Erinnerungen
Ich kann mich noch erinnern
an die schwere Nachkriegszeit,
nur wegen ein paar Spinnern
gab es Not, Kummer und Leid.
Die Straßen kaum befahrbar,
viele Häuser zertrümmert,
um den hungernden Nachbar
hat sich niemand gekümmert.
Man hatte selbst nicht genug,
jeden Tag etwas Maisbrei,
das Ganze glich einem Spuk,
tagein, tagaus Quälerei.
Steine klopfen war ein Muss,
Wiederaufbau eine Pflicht,
als Belohnung gab’s 'nen Kuss
von der Mutter aufs Gesicht.
Die ganze Kindheit war futsch,
unsere Jugend versaut,
erwachsen mit einem Rutsch,
aber die Zukunft verbaut.
Heut gibt es Dankesschreiben
von der regierenden Brut,
man muss es sich einverleiben:
der Dank lautet –Zweifel macht arm und verödet das Herz; er ist der Bilderstürmer im Dom unserer Seele, dessen Altäre er entkleidet und von dessen Wänden er Glanz und Schönheit nimmt. Was dann übrigbleibt, ist kahle Armut, sind harte nüchterne Trümmer.
Paul Keller
Erinnerungen
Ich kann mich noch erinnern
an die schwere Nachkriegszeit,
nur wegen ein paar Spinnern
gab es Not, Kummer und Leid.
Die Straßen kaum befahrbar,
viele Häuser zertrümmert,
um den hungernden Nachbar
hat sich niemand gekümmert.
Man hatte selbst nicht genug,
jeden Tag etwas Maisbrei,
das Ganze glich einem Spuk,
tagein, tagaus Quälerei.
Steine klopfen war ein Muss,
Wiederaufbau eine Pflicht,
als Belohnung gab’s 'nen Kuss
von der Mutter aufs Gesicht.
Die ganze Kindheit war futsch,
unsere Jugend versaut,
erwachsen mit einem Rutsch,
aber die Zukunft verbaut.
Heut gibt es Dankesschreiben
von der regierenden Brut,
man muss es sich einverleiben:
der Dank lautet –Altersarmut.
© Horst Rehmann
Paul Keller
Erinnerungen
Ich kann mich noch erinnern
an die schwere Nachkriegszeit,
nur wegen ein paar Spinnern
gab es Not, Kummer und Leid.
Die Straßen kaum befahrbar,
viele Häuser zertrümmert,
um den hungernden Nachbar
hat sich niemand gekümmert.
Man hatte selbst nicht genug,
jeden Tag etwas Maisbrei,
das Ganze glich einem Spuk,
tagein, tagaus Quälerei.
Steine klopfen war ein Muss,
Wiederaufbau eine Pflicht,
als Belohnung gab’s 'nen Kuss
von der Mutter aufs Gesicht.
Die ganze Kindheit war futsch,
unsere Jugend versaut,
erwachsen mit einem Rutsch,
aber die Zukunft verbaut.
Heut gibt es Dankesschreiben
von der regierenden Brut,
man muss es sich einverleiben:
der Dank lautet –Zweifel macht arm und verödet das Herz; er ist der Bilderstürmer im Dom unserer Seele, dessen Altäre er entkleidet und von dessen Wänden er Glanz und Schönheit nimmt. Was dann übrigbleibt, ist kahle Armut, sind harte nüchterne Trümmer.
Paul Keller
Erinnerungen
Ich kann mich noch erinnern
an die schwere Nachkriegszeit,
nur wegen ein paar Spinnern
gab es Not, Kummer und Leid.
Die Straßen kaum befahrbar,
viele Häuser zertrümmert,
um den hungernden Nachbar
hat sich niemand gekümmert.
Man hatte selbst nicht genug,
jeden Tag etwas Maisbrei,
das Ganze glich einem Spuk,
tagein, tagaus Quälerei.
Steine klopfen war ein Muss,
Wiederaufbau eine Pflicht,
als Belohnung gab’s 'nen Kuss
von der Mutter aufs Gesicht.
Die ganze Kindheit war futsch,
unsere Jugend versaut,
erwachsen mit einem Rutsch,
aber die Zukunft verbaut.
Heut gibt es Dankesschreiben
von der regierenden Brut,
man muss es sich einverleiben:
der Dank lautet –Altersarmut.
© Horst Rehmann