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Es gibt gewiß in dem Leben jedes Menschen Momente, in die sich die

ganze Zukunft zusammendrängt, in denen sich der Keim zukünftigen Glücks oder Unglücks entwickelt. Heil dem Menschen, den Gott befähigt, solche Stunden zu erkennen.
Fritz Reuter

Ihr Menschen lernet doch vom Wiesenblümelein
Wie ihr könnt Gott gefalln und gleichwohl schöne sein.
Angelus Silesius

Trunken bin ich vom Kuß der rosigen Lippen.
Der Kuß war Nektar:
es hauchte der Mund Götter-Ambrosia-Duft.
Platon

Ach! warum, ihr Götter, ist unendlich
Alles, alles, endlich unser Glück nur?
Johann Wolfgang von Goethe

Angst ist hartnäckig: Man kann sie einem einjagen, aber nicht so leicht austreiben.
© Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck

Wo es so aussieht als wäre nichts zu tun, ist bereits alles getan worden.
Jean Paul

Gemeoss

Nicht die Wahrheit, in deren Besitz irgendein Mensch ist oder zu sein vermeinet,

sondern die aufrichtige Mühe, die er angewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, macht den Wert des Menschen. Gotthold Ephraim Lessing Es gibt, und das gehört zu den wunderbarsten Gesetzen und Geheimnissen der Welt, eine gewisse Höhe des Lebens, wo Selbstsucht und Liebe, Kampf und Frieden, Ernst und Freude zusammenfallen. Friedrich Naumann Ein Mensch, der sich nachhaltig prägen läßt und diese Spuren kraft seines Geistes nicht zu verwischen vermag, steht mit dem Pawlowschen Hund auf einer Stufe. © Peter Rudl Millionen, Abermillionen Haustiere werden (leider!) vermenschlicht. Wie wäre es, wenn dies auch (endlich!) mit den Kindern der Welt passieren würde?! © Stefan Wittlin Glück ist eine Frage der Einstellung, nicht der Fortüne. © Ralf Bröker Man sollte seinen Dämonen immer mit Ehrfurcht begegnen. Aber auch immer furchtlos…. © Oliver Mally Hatten Adam und Eva auch schon im Paradies Sex, oder erst danach? Wenn nicht, hätte ich es auch unter Protest verlassen. © Erhar...

Wenn die Neugierde nicht wäre, würde wenig für das Wohl des Nächsten getan

werden. Aber die Neugierde schleicht sich unter dem Namen der Pflicht oder des Mitleides in das Haus des Unglücklichen und Bedürftigen. — Vielleicht ist selbst an der vielberühmten Mutterliebe ein gut Stück Neugierde. Friedrich Wilhelm Nietzsche Fastnacht Lust'ge, lust'ge Fastnachtszeit! Heute jubeln alle Leut', Heute sind wir alle toll, Alle bunter Scherze voll. Zieht die Schellenkappen um, Hänget bunte Kleider drum! Keiner kennt uns mehr heraus: Welt ist wie ein Narrenhaus. Räuber kommen wild heran, Ritter reihen stolz sich dran, Die Zigeuner fehlen nicht, Schäfersmann ist jener Wicht. Aus Tirol kommt der Gesell, Jener aus dem Land des Tell. Wenn ich doch ein Türke wär'! Seht, dort trollt sogar ein Bär! Auf der Geige auf dem Baß, Auf der Flöte spielt der Spaß. Kunterbunten Maskenscherz Treiben froh wir allerwärts. Lust'ge, lust'ge Fastnachtszeit! Heute jubeln alle Leut', Heute sind wir alle toll, Alle bunter Scherze voll. ...

In ihrer untätigen Gestalt zeigt sich die Selbstsucht als Neid gegen andere Menschen,

in tätiger Gestalt als Herrschsucht über die Menschen, als Habsucht gegenüber den Dingen. Franz von Holtzendorff Atomgegner – wer ist denn einer? Jener, der Atomkerne zertrümmert, oder der, der eben dies weder tun noch gutheißen will? Man müßte die Atomkerne fragen können. © Kurt Marti Wer Sätze preisgibt, hat Verantwortung für sie. Sie sollten möglichst in der äußeren Form ordentlich daherkommen, damit ihr Anblick nicht den Inhalt überdeckt. © Traudel Zölffel Die Ehe kann niemals eine Republik sein. Nur Selbstherrschertum auf der einen oder auf der andern Seite. Kraft auf seiten des Mannes oder auf seiten des Weibes. Peter Hille Das Unausbleibliche ist die Bleibe des Todes. © Dr. Hanspeter Rings Neue Fernsehkultur: Einschalten, um abzuschalten. © Helmut Glaßl Wer die Hand nur offen hält zum Empfangen, wird zum Bettler und steht am Ende mit leeren Händen da. © Waltraud Puzicha Du bist der Fächer meiner Seele, der ihr eine große Liebe verspricht… © Elmar Kupke N...

Die Schlange, welche sich nicht häuten kann, geht zugrunde. Ebenso die Geister, welche

man verhindert, ihre Meinungen zu wechseln; sie hören auf, Geist zu sein. Friedrich Wilhelm Nietzsche Die Liebe wird nicht sterben. Jene Hügel der Gräber, Asche und Staub, sind nur die Trophäen ihrer Unsterblichkeit. © »Klassisches Vergißmeinnicht« Es geht der Krieger, der gerechte, Mit frohem Mute zum Gefechte. Indessen ist es ihm doch lieber, Wenn alles erst mal gut vorüber. Wilhelm Busch Zwei Arten Menschen quälen sich umsonst und mühen sich vergebens: wer Geld sammelt und es nicht verzehrt und wer Wissen erwarb und es nicht anwendet. Demokrit Unbeholfenheit zeugt nicht selten Gewalt. © Peter Rudl Das nach wahrer Sitte und Einsicht regiert werde, ist ein noch höherer Zweck, als daß nach oder mit der öffentlich Meinung regiert werde. Friedrich Julius Stahl Leben heißt Sterben mit allen Sinnen. © Peter Rudl Jeden adelt sein eigenes Werk. Juvenal Für viele Redner ist der Anfang vom Anfang auch bereits der Anfang vom Ende. © KarlHeinz Karius Des Freiesten F...

Schokolade ist wunderbar, mild, sinnlich, tief, dunkel, üppig, befriedigend, potent, massiv, cremig, verführerisch,

anregend, prachtvoll, exzessiv, seidig, glatt, luxuriös, himmlisch. Schokolade ist Ruin, Glück, Vergnügen, Liebe, Ekstase, Phantasie ... Schokolade macht uns böse und schuldig, läßt uns sündigen, macht uns gesund, elegant und glücklich. Unbekannt Um die Morgenstunde Um die Morgenstunde, als die Nacht entfloh, erhob sich auch die Runde; angeheitert-froh. Noch ein helles Blöken; Noch ein sanftes Muh. Dann strebte jeder selig, seinem Stalle zu. © Manfred Schröder Warum gibt es Krankheiten in der Mehrzahl, Gesundheit aber nur in der Einzahl? © Walter Ludin Nicht Hektik und Hetze von einem Punkt zum anderen: Ein bewusster Atemzug – das Wehen der Äste im Wind – das Zwitschern eines Vogels – all dies kann die Gegenwart erfüllen. © Jo Taijun Fuss Freundlichkeit ist eine Leihgabe, die man lächelnd zurückbekommt. © Erwin Koch Bei näherem Hinhören wird manche Redewendung zur Redewindung. © Gerd W. Heyse Über des Wassers Wert belehrt uns am besten der Durst. Aus Rußl...

Das, was unter der Gestalt der Wahrheit unter allen Völkern herumschleicht und auch

von den Blödsinnigsten angenommen wird, ist gewiß keine Wahrheit, und man darf nur getrost die Hand, sie zu entkleiden, anlegen, so wird man den scheußlichsten Irrtum nackend vor sich stehen sehen. Gotthold Ephraim Lessing Ein Maientag in den Ardennen Wie weiße Segel auf dem Meer am blauen Himmel Wolken treiben, ganz langsam nur, als wollten sie in diesem Märchenlande bleiben, wo frühlingsgrün die Wiesen leuchten und Wanderer den Bächlein lauschen, die murmelnd von den sanften Hügeln herab in stille Täler rauschen. Geborgen wie in Gottes Händen sich Dörfer in die Täler schmiegen, als ob die Unrast dieser Welt, ihr Lärm und Streit ganz ferne liegen. Der strahlendgelbe Ginster blüht, rahmt jede Wiese leuchtend ein, rahmt auch die dunkelgrünen Wälder und gleißt wie Gold im Sonnenschein. Der Mai, er feiert sich hier selbst mit diesem prächtig bunten Treiben. Den farbenfrohen Frühlingstag kann selbst ein Maler kaum beschreiben. © Christa Kluge

In Europa sind wir gewohnt, die Unruhe des Geistes und die maßlose Gier

nach Reichtum als große soziale Gefahr anzusehen. Doch diese Dinge verbürgen Amerika eine lange und friedliche Zukunft. Glückliches Land, wo der Gesellschaft die Laster der Menschen fast ebenso nutzen wie seine Tugenden. Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville Das ist wirkliche Verehrung des Heiligen und Erhabenen, daß sie uns das Augenmaß zerstört. Carl Jatho Und wenn es einen Gott gibt, so ist er die Wahrheit. Gibt es aber keinen, so bleibt diese die berechtigte Nachfolgerin des gestorbenen Gottes. Paul Schwartzkopff Nach den Aussagen der Pisa Studien liegen wir mit unserem Bildungssystem schief. © Siegfried Wache Die günstigen Momente kommen einem teuer zu stehen! © Thomas S. Lutter Die meisten Prognosen sind gut, aber die Zukunft kümmert sich wenig darum. © Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger

Pathos und Geist vertragen sich selten, wenn doch, wird es schnell tragikomisch und man nennt

es zum Beispiel Liebe. So irre, daß man, kennte sie der Geist denn nur, fast die eine oder andere Träne darüber zu verdrücken versucht wäre. © Peter Rudl Leise von den Alleen Ergriffen, rechts und links, Folgend dem Weitergehen Irgendeines Winks, Tritts du mit einem Male In das Beisammensein Einer schattigen Wasserschale Mit vier Bänken aus Stein; In eine abgetrennte Zeit, die allein vergeht. Auf feuchte Postamente, Auf denen nichts mehr steht, Hebst du einen tiefen Erwartenden Atemzug; Während das silberne Triefen Vor dem dunkeln Bug Dich schon zu den Seinen Zählt und weiterspricht. Und du fühlst dich unter Steinen, Die hören, und rührst dich nicht. Rainer Maria Rilke

Es ist keine Kunst, eine Göttin zur Hexe, eine Jungfrau zur Hure zu

machen; aber zur umgekehrten Operation, Würde zu geben dem Verschmähten, wünschenswert zu machen das Verworfene, dazu gehört entweder Kunst oder Charakter. Johann Wolfgang von Goethe Das ist der beste Tod, wenn bei ungeschwächter Geisteskraft und gesunden Sinnen die Natur selbst das Werk, das sie zusammengefügt hat, auch wieder auflöst. Marcus Tullius Cicero Was ist der Mensch für ein sonderbares Geschöpf! Aber gut, daß er so ist, daß er den Verzerrungen des Schmerzes eine possierliche Grimasse, der furchtbarsten Leidenschaft ihre Lächerlichkeit abzugewinnen versteht. Carl Ludwig Börne Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten. Bibel Für einen Wurm in einer Meerrettichwurzel ist die ganze Welt eine Meerrettichwurzel. Unbekannt Was tut die Blume wohl mit Gott? sie läßt sich Gott gefallen. In der Blume, als Blume träumt er seinen schönsten Traum, da widerstrebt ihm nichts. Christian Morgenstern

Ja, warum will ich auf den Mond? Wollen Sie nicht auf'n Mond? Nein?

Also. Einmal die Erde von weitem sehen, den blauen Planteten. (Zwischenfrage: "Aber Sie wissen, die Leute, die auf dem Mond waren, sind alle ein bißchen gaga geworden. Die haben das nicht verkraftet."). Ich bin gut in Übung. Und nach dem Wahlkampf sowieso. © Regine Hildebrandt Nun lach nicht mehr so schaurig! Nun lach nicht mehr so schaurig! Dein Leben macht mich traurig! Und sprich zu mir ein Wort! Das Schweigen tötet die Liebe. Du aber sollst mich lieben – Ach, hörst Du mich denn nicht? Paul Scheerbart Fürchte den Stier von vorne, den Esel von hinten und die Kollegen von allen Seiten. Unbekannt Vivere militare est - Das Leben ist ein Kampf. Lateinisches Sprichwort Tabu. – Das sogenannte Selbstverständliche ist die vorlaute Antwort auf Fragen, die man nicht stellen darf. © Prof. Dr. phil. habil. Rainer Kohlmayer Ein verblendetes Haus strahlt etwas Positives aus – ein verblendeter Mensch nur Negatives. © Willy Meurer