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Was ist ein Mensch? Ein Bild der Schwäche, Beute des Augenblicks, ein Spielball

des Schicksals, ein Bild der Unbeständigkeit, eine Verbindung von Leid und Mißgeschick und das Übrige: Schleim und Galle.
Aristoteles

Wer weiß wo.

Auf Blut und Leichen, Schutt und Qualm,
auf roßzerstampften Sommerhalm
die Sonne schien.
Es sank die Nacht. Die Schlacht ist aus,
und mancher kehrte nicht nach Haus
einst von Kolin.

Ein Junker auch, ein Knabe noch,
der heut das erste Pulver roch,
er mußte dahin.
Wie hoch er auch die Fahne schwang,
der Tod in seinen Arm ihn zwang,
er mußte dahin.

Ihm nahe lag ein frommes Buch,
das stets der Junker mit sich trug
am Degenknauf.
Ein Grenadier von Bevern fand
den kleinen erdbeschmutzten Band
und hob ihn auf.

Und brachte heim mit schnellem Fuß
dem Vater diesen letzten Gruß,
der klang nicht froh.
Dann schrieb hinein die Zitterhand:
»Kolin. Mein Sohn verscharrt im Sand,
wer weiß wo.«

Und der gesungen dieses Lied,
und der es liest, im Leben zieht
noch frisch und froh.
Doch einst bin ich und bist auch du
verscharrt im Sand, zur ewigen Ruh,
wer weiß wo.
Detlev von Liliencron

Gemeoss

Viele Probleme erscheinen uns nur deshalb so groß, weil

wir sie mit zu wenig Abstand betrachten. © Jochen Mariss Ein Freund ist eine Seele, die in zwei Körpern wohnt. Aristoteles Willst du dich mit mir zanken, so beweise erst, daß ich unrecht habe. © Michail Genin Wo die Liebe hinfällt, zerschlägt sie nicht. © Erhard Horst Bellermann Das Christentum ist das Mittelalter der Menschheit. Anselm Feuerbach Benützt Klopapier beidseitig - der Erfolg liegt auf der Hand. Unbekannt Intoleranz toleriere ich nicht. © Matthias Geßner Die meisten Menschen sterben an ihren Arzneien und nicht an ihren Krankheiten. Molière Eine Zeitverschwendung sind opportune Menschen. © Raymond Walden Oft waren es Analphabeten, die Geschichte schrieben. © Ulvi Gündüz

Wir neigen heute leider dazu, uns mit Arbeit, Aufgaben und Terminen zu betäuben.

Dadurch spüren viele ihre Erschöpfung nicht mehr. Und das führt zur Gefühllosigkeit. Und wenn wir uns nicht mehr spüren, brauchen wir nicht mehr den Mut aufzubringen, unser Leben zu verändern und unsere Talente zu leben. Doch was kostest ein bisschen Mut zu einem erfüllten Leben verglichen mit der Betäubung? © Ilka Plassmeier Stehst du in dem golddurchwirkten, schatten-licht-durchglühten Herbstwald, magst du keinen Schritt mehr wagen, nur verweilen, nur noch fragen tief nach innen: Was ist Glück? © Dr. Carl Peter Fröhling Der schädlichste Politiker ist derjenige, den Selbstgerechtigkeit und strategische Konfusion kennzeichnen. © Gjergj Perluca Um das Gut des Friedens zu erlangen, muß vollen Bewußtseins festgehalten werden, daß Gewalt ein inakzeptables Übel ist und niemals Probleme löst. © Johannes Paul II. Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet werden. Bibel Die Erde gewährt dem nichts, der nichts der Erde gewährt. Paul Richard Luck wer immer...

Wie lang schienen mir die Stunden, wenn ich auf

das Fortgehen der Gesellschaft wartete. Charlotte Brontë Es gibt das Leben und den Tod. Das Leben ist ein immerwährender Kampf, der Tod ein Sieg für die Ewigkeit. © Birgit Hopstock-Bänsch Man nimmt eher einem Sympathischen das Falsche ab als einem Unsympathischen das Richtige. © Ernst Reinhardt Durch Schaden wird man klug! sagen alle klugen Leute. Schaden litt ich genug, doch bin ich ein Tor noch heute. Friedrich Rückert In Holland darf man Hasch in Coffeeshops rauchen, in Deutschland gibt's dafür Kyffhäuser. © Siegfried Wache Ballsäle sind die Schießstätten Amors. Verfasser unbekannt Wer sich ärgert, verkürzt sein Leben. © Hermann Lahm Alle Stärke liegt innen, nicht außen. Jean Paul Technischer Hinweis: Bei PC- Versagen steht Lächeln offline gratis als Smiley-Ersatz zur Verfügung. © KarlHeinz Karius

Was in der Antike das Schicksal bewirkte, leistet heute

die Statistik: Sie vernichtet Helden und Schurken. © Prof. Dr. phil. habil. Rainer Kohlmayer Beim Ratgeben sind wir alle weise, aber blind bei eigenen Fehlern. Euripides Niederlagen formen den Charakter wie Schmieden das Metall. © Kürsat Kardan Wer rechtschaffen ist, darf Gottes Angesicht schauen. Bibel Wer immer am Horizont lebt, kennt keinen Sonnenuntergang. © Alfred Selacher Geschichte erwirbt der Jugend den Verstand der Alten. Diodorus Siculus Es gibt keine Ozeane. Es gibt nur sehr viele Regentropfen. © Markus Weidmann Sprachkritiker: Hausmeister im Gebäude der Sprache. © Elmar Schenkel Klugheit ist kein menschliches Privileg, ein Muß ist sie. © Martin Gerhard Reisenberg Miteinander gut Kirschen essen ist auch ein Kernproblem. © Oliver Tietze Humor ist das Öl in unserer Lebenslampe. Aus Holland An der wärmsten Stelle sitzen immer die Unverfrorensten. Unbekannt

Es nützt dir gar nichts, nachträglich gescheiter zu werden: wo das Wahre und

Wichtige namentlich auftreten, sind Donner und Blitz schon im Gebälk, Überschwemmung ist angesagt, es ist nur noch von Strich und Faden die Rede – nämlich vom Stoff, aus dem wir alle gemacht sind: vom Sterben. © Billy Moral Aid(s). - Virtus aut virus. © Prof. Dr. phil. habil. Rainer Kohlmayer Keine Freude ist auf Erden ganz, Die Freude wird versalzen mit Leid, Honig wird mit Gallen zubereit't. Georg Rollenhagen Den Stoff sieht jedermann vor sich, den Gehalt findet nur der, der etwas dazuzutun hat, und die Form ist ein Geheimnis den meisten. Johann Wolfgang von Goethe Wir sind da, um uns zu bereichern. Glück oder Vergessen – wir werden sehen… © Brigitte Fuchs Gott! Acht du auf deine Arbeit, und wir auf unsere. Aus Griechenland

Ei der Tausend! Wie man doch die dummen Leute anführen kann! Diese Menschen

sitzen sämtlich wie die Raupe auf einem Blatte, jeder glaubt, seines sei das Beste und um den Baum bekümmern sie sich nicht. Heinrich von Kleist Aus der Ferne … Und wenn du groß bist – nein, du wirst's nicht wissen, Wie ich's so gut, so gut mit dir gemeint, Wie dieses stolze Aug' in heiße Kissen So oft in Sehnsucht hat um dich geweint. Ich möcht' die Ruh' nicht deines Herzens stören – Ich bin ja tot … verreist … ich weiß es nicht! Könnt' ich nur einmal noch dein Stimmchen hören: "Papa, Papa!" … O Gott, ein andrer flicht Dir nun den Frühlingskranz von Anemonen, Erzählt dir Märchen vom kristallnen Berg, Vom groben Riesen und vom schlauen Zwerg Und von dem Schloß, darin die Elfen wohnen … Ach, könnt' ich dann nur still durchs Zimmer gehn, Den Märchenglanz in deinen Kinderblicken, Die heißerglühten Bäckchen nur zu sehn, Und leis den Mund auf deinen Scheitel drücken … Ich schlich' mich heimlich, wie ein böser Dieb, An dir vorbe...

Einer kann stets sein Wort halten, seine Vorsätze ausführen und doch veränderlich sein;

er führt nämlich nur die gesagten aus; aber in den gedachten ist er veränderlich; und niemand weiß es. Jean Paul Bitte Frag' mich nicht um mein Geheimnis; Laß mich's tragen ganz allein, Bis es wie ein stiller Funke Wird erstickt in Asche sein. Rein und klar ist dein Gemüte, Und der Himmel lacht es an: Laß mir meinen trüben, wilden, Stumgepeitschten Ocean. Frag' mich nicht um mein Geheimnis; Senke deiner Augen Strahl; Nimm von meiner armen Seele Der Versuchung süße Qual: Mehr als alle Lorbeerkränze, Die der Weise sich erwirbt, Gilt dem Himmel eine Thorheit, Die noch ungeboren stirbt. Viktor Blüthgen

Der vollendete Umgang mit Menschen ist die Fähigkeit, zugleich ehrlich und liebenswürdig zu sein.Jean PaulEinsamkeit,

Abgeschiedenheit von Menschen, äußre Ruhe um mich her und innre Beschäftigung sind der einzige Zustand, in dem ich noch gedeihe. Johann Christoph Friedrich von Schiller Wenn das Pflichtbewusstsein nachlässt, bemerken es diejenigen immer zuerst, die es damit nicht so genau nehmen. © Horst Reiner Menzel Zitate in meiner Arbeit sind wie Räuber am Weg, die bewaffnet hervorbrechen und dem Müßiggänger die Überzeugung nehmen. Walter Benjamin Es steht den Menschen Furcht und Zittern an, wenn die gewaltigen Götter solche Boten furchtbarer Warnung uns zu schrecken suchen. William Shakespeare Ein Gedanke kann einen Menschen töten. Honoré de Balzac Heuchelei ist die Tugend des Feiglings. Voltaire Das Wesen einer freien Regierung besteht in einer wirksamen Kontrolle der Rivalitäten. John Adams Es ist kein Mensch, den nicht um irgendetwas Hunderttausende, ja Millionen beneiden können. Wilhelm Raabe Wieviel Freiheit in der Verborgenheit steckt, davon wird das Weltkind, das s...

Zeitungsenten sind immer mit Vorsicht zu genießen - nicht nur wegen der grassierenden

Geflügelpest. © Willy Meurer Es werden Engel, aber nicht Gefallene geschaffen. – Nie kann ein Kind für zu unschuldig und gut gehalten werden. Jean Paul Zum Bußtage (Jesaja 38, Vers 17) Um Trost war mir sehr bange! Oft hab' ich Tag und Nacht, auf meinem Pilgergange in Tränen zugebracht. Wenn mich die Trübsalswogen umtost mit Sturmgebraus, dann schaut' ich nach dem Bogen des ew' gen Friedens aus. Um Trost war mir sehr bange! Wie hat mein zagend Herz gerufen: „Herr, wie lange! Ach heile meinen Schmerz!“ War ich in Angst und Sorgen, aß ich mein Tränenbrot, dann klagt' ich jeden Morgen, mein Gott, dir alle Not. Um Trost war mir sehr bange! Ich seufzte Tag für Tag, wenn Leid und Grämen lange auf meinem Herzen lag. Und ward des Kampfes Ringen in deiner Kraft vollbracht, dann zog auf Andachtsschwingen zu dir ich in der Nacht. Um Trost war mir sehr bange in meiner Sündennot, und drohte mir die Schlange mit ew' gem Höllentod, dann wär i...

Wenn Christus sagt: "Friede sei mit euch!" – so haben wir unser ganzes

Leben zu tun und werden es wohl im Himmel erst verstehen lernen, was das einzige Wort "Frieden" in seinem Munde heißt. Matthias Claudius Daß hoffnungslose Romantiker keine Realisten sein können, scheint eine ebenso weit verbreitete Annahme zu sein wie die Vermutung, daß gute Tänzer auch gute Liebhaber sind © Tobias Schneider Deine Bilder geben mir Rätsel auf, mein Traum, doch im Zusammenspiel von Denken und Fühlen komme ich deinem Geheimnis auf die Spur. © Helga Schäferling Und das Verhaßteste von allem wird einst geschehen: Man wird mir ›Milderungsgründe zubilligen‹. ("Er war ein guter Mensch, er wollte das Beste usw.") Christian Morgenstern Der Menschenkopf gerade mal so klug, wie sein Evolutionsstand erlaubt. © Paul Mommertz Noch ein Anstoß öffentlichen Ärgernisses: die nackte Wahrheit. © peter e. schumacher Der Wald beschert uns die vielfältigste Einsamkeit. Haltet nur mal in ihm still, ihr werdet es sogleich verspüren. © Martin Gerha...