wilde Zuversicht ausartet, die alles aufs Spiel setzt und die dann kaum mehr Mut, sondern Waghalsigkeit genannt werden dürfte.
Friedrich Adolf Ludwig von Bismarck
Mit jemandem ein Hühnchen rupfen
Um das Huhn haben sich im Laufe der Jahrhunderte mancherlei Redensarten gebildet. Die bekannteste ist wohl die Formulierung, man habe noch mit jemandem ein Hühnchen zu rupfen. Dabei handelt es sich in der Regel immer darum, daß man mit dieser Person irgendeine Angelegenheit bereinigen muß, daß man sie zur Rede stellen sollte und nicht gewillt ist, den augenblicklichen Zustand hinzunehmen. Diese Formulierung ist noch gar nicht so alt; man datiert sie auf die dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Freilich lassen sich auch hier ältere Redewendungen belegen. Z.B. ”Wer dich nicht zufrieden läßt, dem schmeiß’ Federn in die Augen.“ Noch älter ist die Redewendung: ”Ich habe einen Apfel mit dir zu schälen“ oder ”ein Nüßchen knacken“. Jedenfalls ist damit immer eine Tätigkeit gemeint, die von beiden Beteiligten ausgeführt werden muß und Schärfe und Verletzung andeutet. Das trifft den Punkt! Schonen wollen wir ja unseren Kontrahenten nicht, sondern ihm ausgiebig die Meinung sagen.
Was allerdings das arme gerupfte Hühnchen mit unseren menschlichen Schwächen zu tun hat, wissen die Götter! Vielleicht weil das Rupfen nicht zu den angenehmsten Tätigkeiten gehört.
Redensart
Friedrich Adolf Ludwig von Bismarck
Mit jemandem ein Hühnchen rupfen
Um das Huhn haben sich im Laufe der Jahrhunderte mancherlei Redensarten gebildet. Die bekannteste ist wohl die Formulierung, man habe noch mit jemandem ein Hühnchen zu rupfen. Dabei handelt es sich in der Regel immer darum, daß man mit dieser Person irgendeine Angelegenheit bereinigen muß, daß man sie zur Rede stellen sollte und nicht gewillt ist, den augenblicklichen Zustand hinzunehmen. Diese Formulierung ist noch gar nicht so alt; man datiert sie auf die dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Freilich lassen sich auch hier ältere Redewendungen belegen. Z.B. ”Wer dich nicht zufrieden läßt, dem schmeiß’ Federn in die Augen.“ Noch älter ist die Redewendung: ”Ich habe einen Apfel mit dir zu schälen“ oder ”ein Nüßchen knacken“. Jedenfalls ist damit immer eine Tätigkeit gemeint, die von beiden Beteiligten ausgeführt werden muß und Schärfe und Verletzung andeutet. Das trifft den Punkt! Schonen wollen wir ja unseren Kontrahenten nicht, sondern ihm ausgiebig die Meinung sagen.
Was allerdings das arme gerupfte Hühnchen mit unseren menschlichen Schwächen zu tun hat, wissen die Götter! Vielleicht weil das Rupfen nicht zu den angenehmsten Tätigkeiten gehört.
Redensart