Die Frauen müssen echte, tüchtige Vertreterinnen ihres Geschlechtes werden und keine schlechten Nachahmungen
der Männer. Sie sollen ihren Geist des Herzens wegen bilden und nicht umgekehrt; nur dann können sie Anspruch auf den göttlichen Beruf des Weibes erheben, indem sie Priesterinnen der Reinheit, Schönheit und Liebe werden.
Charles Kingsley
Wenn Gott ein Vater ist,
warum kann ich nicht zu ihm kommen
wie zu meiner Mutter in die Küche?
Wir lachen uns an,
ich gehe zum Kühlschrank,
hole Brot und Käse heraus,
trinke den letzten Schluck Milch.
Wenn Gott mein Vater ist,
wird er sich sicher freuen an mir,
streicht mir durchs Haar
im Vorbeigehen.
Warum verzerrte man mir den Vater
mit Ansprüchen, Drohungen, Tod –
schlimmer noch – mit Qual?
Warum pervertierte man ihn mir
als ständig schauendes Auge,
ein auf der Lauer Liegender,
ein fordernder Mächtiger?
Wenn Gott ein Vater ist,
wie kann er dem täglichen Sterben,
Verenden, Verrecken seiner Kinder zusehen,
von ihrem ersten Atem an?
Wo kann da noch meine Schuld sein,
bei diesem Vater?
Wo mache ich mich der Selbstsucht schuldig,
bei so viel Nacktheit und Kälte?
Um Verlassen zu werden, muß jemand
zugegen gewesen sein.
Wann warst Du das, Vater?
© Esther Klepgen
Charles Kingsley
Wenn Gott ein Vater ist,
warum kann ich nicht zu ihm kommen
wie zu meiner Mutter in die Küche?
Wir lachen uns an,
ich gehe zum Kühlschrank,
hole Brot und Käse heraus,
trinke den letzten Schluck Milch.
Wenn Gott mein Vater ist,
wird er sich sicher freuen an mir,
streicht mir durchs Haar
im Vorbeigehen.
Warum verzerrte man mir den Vater
mit Ansprüchen, Drohungen, Tod –
schlimmer noch – mit Qual?
Warum pervertierte man ihn mir
als ständig schauendes Auge,
ein auf der Lauer Liegender,
ein fordernder Mächtiger?
Wenn Gott ein Vater ist,
wie kann er dem täglichen Sterben,
Verenden, Verrecken seiner Kinder zusehen,
von ihrem ersten Atem an?
Wo kann da noch meine Schuld sein,
bei diesem Vater?
Wo mache ich mich der Selbstsucht schuldig,
bei so viel Nacktheit und Kälte?
Um Verlassen zu werden, muß jemand
zugegen gewesen sein.
Wann warst Du das, Vater?
© Esther Klepgen