wäre; so müßten wir mit dem gleichen Schauder der Zeit gedenken, da wir noch nicht waren. Denn es ist unumstößlich gewiß, daß das Nichtseyn nach dem Tod nicht verschieden seyn kann von dem vor der Geburt, folglich auch nicht beklagenswerther.
Arthur Schopenhauer
Der Herrenmensch
Ich bin der Herr, du bist der Knecht!
So gilt's nach freiem Herrenrecht –
Und muckst du noch und willst du trutzen,
So werd' ich dir den Kamm schon stutzen –
Du wirst gesperrt nach meinem Recht,
Denn ich bin Herr und du bist Knecht! –
Für mich des Überflusses Horn,
Für dich die Peitsche und der Sporn –
Für mich die Polster und die Kissen,
Für dich des Lebens Bitternissen –
So ist es gut, so ist es recht,
Denn ich bin Herr und du bist Knecht! –
Für mich Wein, Weiber und Gesang,
Für dich die Arbeit und der Zwang,
Die Hörigkeit bis fort zum Grabe,
Damit ich alles, alles habe. –
So ist es gut, so ist es recht,
Denn ich bin Herr und du bist Knecht! –
Ja, ich bin Herr und du bist Knecht! –
Was faselst du von Menschenrecht,
Die blöde, alberne Tirade?
Du, der nur lebt von meiner Gnade,
Von meinem angestammten Recht,
Denn ich bin Herr und du bist Knecht! –
So war's und muß es immer sein,
Darum, du Sklav', ergib dich drein –
Die ganze Welt zeigt dir die Spuren
Von Herren- und von Knechtsnaturen. –
Ich bin zum Herren auserseh'n,
Du kannst als Knecht nur fortbesteh'n. –
Heinrich Kämpchen
Arthur Schopenhauer
Der Herrenmensch
Ich bin der Herr, du bist der Knecht!
So gilt's nach freiem Herrenrecht –
Und muckst du noch und willst du trutzen,
So werd' ich dir den Kamm schon stutzen –
Du wirst gesperrt nach meinem Recht,
Denn ich bin Herr und du bist Knecht! –
Für mich des Überflusses Horn,
Für dich die Peitsche und der Sporn –
Für mich die Polster und die Kissen,
Für dich des Lebens Bitternissen –
So ist es gut, so ist es recht,
Denn ich bin Herr und du bist Knecht! –
Für mich Wein, Weiber und Gesang,
Für dich die Arbeit und der Zwang,
Die Hörigkeit bis fort zum Grabe,
Damit ich alles, alles habe. –
So ist es gut, so ist es recht,
Denn ich bin Herr und du bist Knecht! –
Ja, ich bin Herr und du bist Knecht! –
Was faselst du von Menschenrecht,
Die blöde, alberne Tirade?
Du, der nur lebt von meiner Gnade,
Von meinem angestammten Recht,
Denn ich bin Herr und du bist Knecht! –
So war's und muß es immer sein,
Darum, du Sklav', ergib dich drein –
Die ganze Welt zeigt dir die Spuren
Von Herren- und von Knechtsnaturen. –
Ich bin zum Herren auserseh'n,
Du kannst als Knecht nur fortbesteh'n. –
Heinrich Kämpchen