Direkt zum Hauptbereich

Das nur, damit es möglichst viele Menschen zur Kenntnis nehmen: Gretta Duisenberg,

Ehefrau des Präsidenten der Europäischen Zentralbank in Frankfurt, meinte öffentlich, daß die israelische Besetzung der Palästinensergebiete schlimmer sei als die deutsche Besetzung der Niederlande im Zweiten Weltkrieg.
© Wolfgang J. Reus

Bald kann man den Traum vom Leben nicht unterscheiden.
Wäre nicht doch das Losungswort: Liebe und Anhänglichkeit.
Johann Wolfgang von Goethe

Wenn der andre ein wenig Genie zeigt, so werden wir neidisch und ungerecht gegen ihn sein; wenn er aber uns zu sehr übertrifft, nicht.
Jean Paul

Gedanken, Leidenschaft, Entzücken,
was immer auch bewegt das Blut,
sind sämtlich nur der Liebe Diener
und nähren ihre heil'ge Glut.
Samuel Taylor Coleridge

Ein gute, aber schwierige Kombination: idealistische Zwecke
mit realistischen Mitteln verfolgen.
© Ernst Reinhardt

Wir wollen aber vernünfftig reden, ohne uns zu ärgern.
Luise Gottsched

Gemeoss

»Il faut cultiver notre jardin.« Den berühmten Schlußsatz aus dem ›Candide‹ versteht man

erst dann richtig, wenn man erfährt, daß Voltaire diesen Roman in Schwetzingen begonnen hat. © Ulrich Erckenbrecht Föhn Laß deinen Atem wehen, Frühling, du Held! Mag auch zugrunde gehen, Was morsch auf der Welt! Die Erde will keinen Freier, Der lahm und lack, Solch eine Hochzeitsfeier Feiert im Frack. Nein! einen wilden tollen Nackten Geselln, und in die Küsse sollen Todschreie gelln! Wogen sollen brüllen Gepeitscht an den Strand, Brechende Wälder füllen Mit Stöhnen das Land, Lawinen sollen dröhnen Ins zitternde Tal, Um das Brautbett tönen Soll Sturmchoral! So empfangen und zeugen Riesen ihr Kind. – – Uns ziemt es zu schweigen, Zwerge, die wir sind … A. de Nora

Grundsätze sind enge Kleider, die einen bei jeder freien

Bewegung genieren. Johann Nepomuk Nestroy Der Positivist war ein epistemologischer Nudist: Er schwärmte für nackte Tatsachen. © Anselm Vogt Hüte dich vor Illusionen, sie besitzen keine Schwächen. Unbekannt Gerechtigkeit: Eigenschaft und Phantom der Deutschen. Johann Wolfgang von Goethe Das einzig Intelligente an ihm ist sein Weisheitszahn. Mark Twain Wer sein Wissen laufend ergänzt, der glänzt. © Hubert Joost Ich möchte den Totenkopf des Mannes streicheln, der die Ferien erfunden hat. Jean Paul Die Zeit des Kalauers ist die Happy hour des Aphorismus. © Reiner Klüting Das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen. Rainer Maria Rilke Das Wetter wird wärmer – das Klima kälter. © Andrea Mira Meneghin

Jedermann wird zugestehen, daß der Mensch ein soziales Wesen ist. Wir sehen es

in seiner Abneigung gegen Einsamkeit sowie seinem Wunsch nach Gesellschaft über den Rahmen seiner Familie hinaus. Charles Darwin Wenn ich die Liebe an Attribute wie Schönheit und sonstige Werte knüpfe, dann arbeitet mein Denken, es prüft, wägt ab, vergleicht und die Liebe fliegt zum Fenster hinaus. © Peter Lauster Wollt ihr einen Fernsehsüchtigen heilen, verehrte Psychiater, so prüft zuerst ob sein Hirn noch mit Röhren bestückt, oder aber mit Transistoren ausgerüstet ist. © Martin Gerhard Reisenberg Die größte Angelegenheit des Menschen ist, zu wissen, wie er seine Stelle in der Schöpfung gehörig erfülle und recht verstehe, was man sein muß, um ein Mensch zu sein. Immanuel Kant Es dreht sich alles nur im Kreis, wenn das Ende den Anfang erreicht. © Hubert Joost Was immer auch Drogen tun können - ich kann es mit meiner Zunge tun! Unbekannt Betrüger kommen zwar selten weit, dafür geht es ihnen auf ihrer kurzen Strecke aber recht wohl. © Martin Gerhard Reisenberg Jeder...

Die Zeit in der ich zeichne, ist für das Publikum genauso spannend, wie

für den Karikierten. "Was macht der Karikaturist aus seinem Modell?" – Für mich ist das nicht weniger spannend, denn ich weiß auch nicht, was der Gezeichnete anschließend aus mir macht. © Andreas Otto Erfüllung Verhaltenes Geigengeriesel Zittert in mein Gemach – Ich horche auf ... und denke Den stillen Tönen nach ... Sie betasten meine Seele Liebkosend, scheu und mild – Es kommt in werbender Schöne Zu mir dein liebes Bild ... Das ist eine alte Geschichte – Man sieht's auf den ersten Blick: Ein lyrischer Dichter wird immer Das Opfer diskreter Musik ... Sie flockt so krauses Getändel, Sie plaudert entzückendes Zeug – Sie stöbert aus Seelengründen Vergeßner Gefühle Gesträuch! Auch mich hat sie ergriffen ... Tiefinnerstes aufgewühlt – Wie sehr ich dich doch liebe: Das habe ich da erst gefühlt! Nun schweigen die stillen Töne, Und alles hat sich erfüllt – Und in unendlicher Schöne Schau' ich dein liebes Bild ... Hermann Conradi

Viele Schatten der Abgeschiedenen beschäftigen sich nur damit, die Fluten des Totenflusses zu

belecken, weil er von uns herkommt und noch den salzigen Geschmack unserer Meere hat. Vor Ekel sträubt sich dann der Fluß, nimmt eine rückläufige Strömung und schwemmt die Toten ins Leben zurück. Sie aber sind glücklich, singen Danklieder und streicheln den Empörten. Franz Kafka Eine Waffe ist alles, womit man verwunden kann, und von diesem Standpunkt aus betrachtet sind die Gefühle vielleicht die grausamste Waffe, von der der Mensch Gebrauch machen kann, um seinesgleichen zu treffen. Honoré de Balzac Das größte Lokalereignis, das in allen Städten gleichzeitig und unaufhörlich sich begibt, wird am wenigsten beachtet: der Einbruch des Kommis in das Geistesleben. Karl Kraus Humor ist immer dämonischer Natur; das Reich von Witz, Ironie, Satire, dieser gefallene Engel des Geistes, ist innerhalb des Satanischen beschlossen. Arthur Schnitzler Verliere nie deine Nerven – auch der ehrlichste Finder könnte sie dir nicht zurückgeben! © Gerd W. Heyse Laßt mich reden, Menschen, wie...

Man wundert sich über gar nichts, wenn man sich

über alles wundert: das ist der Zustand der Kindheit. Antoine Comte de Rivarol märz keimende strahlen malen auf unsere düsteren morgen ein zärtlich streichelndes licht in eisgrauen frost eingemauerte kälte zerfällt zu fließendem sonnenstaub im himmel beginnt das konzert des lebens unsere erstarrten körper beginnen zu schmelzen wir atmen frühling ist unterwegs © Cosima Bellersen Quirini Der Geist hofft nicht, er duldet, erduldet auf immer. © Peter Rudl Schiffahrt ist nothwendig, Leben ist nicht nothwendig! Inschrift am Haus der Seefahrt in Bremen Sage, was du denkst, ist richtig. Tue, was du denkst, ist wichtig. © Ernst Reinhardt Wie der Sturmwind kommt, zu scheiden Edles Korn von leerer Spreu, Kommt zu prüfen dich das Leiden. Friedrich Julius Hammer Für Langeweile ist das Leben viel zu kurz. © Engelbert Schinkel Armut ist schandmalerisch. © Ulrich Erckenbrecht Träume nicht vom Gestern, lebe das Heute! © Natunika Es gibt noch Riese...

Die Sünden gegen das 6. Gebot sind keineswegs die

schlimmsten, aber die klebrigsten. Thomas von Aquin Vom wilden Lärm der Städte fern, Im kühlen Hain weht Geist vom Herrn: Es ist der Andacht stiller Geist, Der uns dem Weltgewühl entreißt, In heil'ger Gluth die Herzen läutert, Und den Gedankenkreis erweitert. Wer Einsamkeit, die hehre, scheut, Wen eitler Thorheit Glanz erfreut, Wen nimmer die Natur entzückt, Wer keinen Freund an's Herz gedrückt; Für den ist Gottes Geist verloren, Er ward der Erde nur geboren. Konrad Georg Friedrich Elias von Schmidt-Phiseldeck Denn ein Herz voll Freude sieht alles fröhlich an, ein Herz voll Trübsal alles trübe. Martin Luther wenn die Soldaten könnten würden sie wohl alle fliehen © Anke Maggauer-Kirsche Die Welt ist nichts als ein Schaukelspiel; wo man kommt und geht, auf- und niedersteigt. Aus Arabien Worte! – Und nur Worte? Gibt es denn etwas, das furchtbarer, das kriegerischer wäre als Worte? Carl Ludwig Börne Nicht von der Gewohnheit abhängen. Bettina von Ar...

Am innigsten aber wird Sprache und Rede durch Umgang gebildet; und leider wir

Deutsche nutzen den Umgang zu Bildung unsrer Sprache und Rede fast gar nicht: daher heißen wir bei andern Nationen so oft stumme, oder ungeschickt Sprechende, grobe Barbaren. Johann Gottfried von Herder Das Gefühl der Lust, darf man sagen, ist mit der Natur des Menschen aufs innigste verwachsen; deshalb regiert man ja auch die Jugend beim Werke der Erziehung durch das Mittel von Lust und Schmerz. Aristoteles Die Moral steckt in kurzen Sprüchen besser, als in langen Reden und Predigten. Karl Leberecht Immermann Hochfliegende Pläne führen nicht immer in eine erstrebenswerte Zukunft. © Willy Meurer Ich begegne täglich Menschen, dieAm innigsten aber wird Sprache und Rede durch Umgang gebildet; und leider wir Deutsche nutzen den Umgang zu Bildung unsrer Sprache und Rede fast gar nicht: daher heißen wir bei andern Nationen so oft stumme, oder ungeschickt Sprechende, grobe Barbaren. Johann Gottfried von Herder Das Gefühl der Lust, darf man sagen, ist mit der Natur des Menschen ...

Es scheint mir, daß man von Ort und Landschaft abhängt in Stimmung, Leidenschaft,

Geschmack, Gefühl und Geist. Jean de La Bruyère Jede Hebung des Standes der Arbeiter bringt mindestens die Elite desselben in eine Position, die als Verrstärkung des Mittelstandes gelten kann. Gustav von Schmoller Wer mit den Bösen koaliert, muß mindestens genauso böse sein wie sie, sonst gehört er als nächster zur Achse des Bösen! © Adrian Peivareh Denken Sie immer daran: Wenn Menschen Fähigkeiten haben, die Sie nicht haben, warum sollten Sie keine Fähigkeiten haben, die andere nicht haben? © Wolfgang J. Reus Lieber alt werden, als alt aussehen. © peter e. schumacher "Eigentlich dürfte ja sowieso nichts existieren", meinte der Selbstmörder, "also stelle ich ganz einfach den normalen Zustand wieder her." © Wolfgang J. Reus Menschliche Wesen sind Engel mit amputierten Flügeln. © Pavel Kosorin Prüderie ist eine besondere Art von Geiz, und zwar die schlimmste, die es geben kann. Henri Stendhal Wer ein Kätzchen will, muß Mäuse haben. © Peter Sil...

Die Erscheinung ist vom Betrachter nicht losgelöst, vielmehr in die Individualität desselben verschlungen

und verwickelt. Johann Wolfgang von Goethe Wir gehören zu denen, welche ein wenig für sich leben und ein wenig für ihre Freunde, in der Hauptsache für ihr Volk. Gustav Freytag Wer Einblick hat, kann verstehen. Wer Durchblick hat, kann entscheiden. Wer Weitblick hat, weiß die Dinge zu lenken. © Peter Amendt Die Welt ein Buch Die Welt, die ist ein Buch, ein jeder eine Letter; Die Länder sind der Bund; die Zeiten sind die Blätter. In diesem find't man mehr betört als kluge Sachen; In diesem find't man mehr zum Klagen als zum Lachen; In diesem find't man mehr zu meiden als zu üben; In diesem find't man mehr zu hassen als zu lieben. Friedrich Freiherr von Logau Befehle zu erhalten war fast das Schlimmste für ihn noch schlimmer für ihn war keine Befehle zu erhalten © Gerald Dunkl Man kann sich in Geschwätz flüchten, aber auch in Geschweigen. © Gregor Brand Den Faulenzer soll jeder Beliebige zur gerichtlichen Verantwortung ziehen dürfen. Solon W...