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Selbstliebe ist die Mutter der bürgerlichen Gesellschaft und Geselligkeit, der ganzen Entwicklung unserer

Körper und Geisteskräfte, aller Wissenschaft und Kunst – aber auch die Mutter aller Übel, der Gewalt des Starken über den Schwächeren, der Despoten und Priester, der Zwietracht und des Streites, der List und des Truges unter den Menschen, und, vor allen Dingen, der Selbsttäuschung und der Selbstüberhebung.
Heribert Rau

Wenn wir jemanden für uns gewinnen möchten, verbiegen wir uns oftmals kunstvoll, um so zu sein, wie der andere uns (vermeintlich) gerne hätte.
Später beklagen wir uns darüber, daß wir nicht so geliebt werden, wie wir eigentlich sind.
© Helga Schäferling

Nur die Begabung gibt die Natur, die Kunst des rechten Gebrauchs der angeborenen Gabe erwirbt sich der Mensch allein durch mühevolle Arbeit. Kein Genie kann ohne Fleiß das Höchste erreichen.
Jürgen Bona Meyer

Ehret das Weib! In seine Brust hat die Natur all die Stoff gelegt, die bei richtiger Schätzung und Entwicklung dem Manne das höchste Erdenglück verleihen.
Heinrich Martin

Leiter müssen je länger je mehr einsame Leute sein.
Hermann von Bezzel

Es ist nicht schwer, etwas Gutes zu tun, aber es ist schwer,
es ein ganzes Leben lang zu tun.
Aus China

Der Instinkt der Leidenschaft stellt nie eine falsche Berechnung an.
Honoré de Balzac

Ein Braten ohne Pfeffer ist wie ein Mädchen ohne Brüste.
Sprichwort

Hygiene begründet einen Triumph der Menschlichkeit.
© Raymond Walden

Gemeoss

Die Zeit in der ich zeichne, ist für das Publikum genauso spannend, wie

für den Karikierten. "Was macht der Karikaturist aus seinem Modell?" – Für mich ist das nicht weniger spannend, denn ich weiß auch nicht, was der Gezeichnete anschließend aus mir macht. © Andreas Otto Erfüllung Verhaltenes Geigengeriesel Zittert in mein Gemach – Ich horche auf ... und denke Den stillen Tönen nach ... Sie betasten meine Seele Liebkosend, scheu und mild – Es kommt in werbender Schöne Zu mir dein liebes Bild ... Das ist eine alte Geschichte – Man sieht's auf den ersten Blick: Ein lyrischer Dichter wird immer Das Opfer diskreter Musik ... Sie flockt so krauses Getändel, Sie plaudert entzückendes Zeug – Sie stöbert aus Seelengründen Vergeßner Gefühle Gesträuch! Auch mich hat sie ergriffen ... Tiefinnerstes aufgewühlt – Wie sehr ich dich doch liebe: Das habe ich da erst gefühlt! Nun schweigen die stillen Töne, Und alles hat sich erfüllt – Und in unendlicher Schöne Schau' ich dein liebes Bild ... Hermann Conradi

Viele Schatten der Abgeschiedenen beschäftigen sich nur damit, die Fluten des Totenflusses zu

belecken, weil er von uns herkommt und noch den salzigen Geschmack unserer Meere hat. Vor Ekel sträubt sich dann der Fluß, nimmt eine rückläufige Strömung und schwemmt die Toten ins Leben zurück. Sie aber sind glücklich, singen Danklieder und streicheln den Empörten. Franz Kafka Eine Waffe ist alles, womit man verwunden kann, und von diesem Standpunkt aus betrachtet sind die Gefühle vielleicht die grausamste Waffe, von der der Mensch Gebrauch machen kann, um seinesgleichen zu treffen. Honoré de Balzac Das größte Lokalereignis, das in allen Städten gleichzeitig und unaufhörlich sich begibt, wird am wenigsten beachtet: der Einbruch des Kommis in das Geistesleben. Karl Kraus Humor ist immer dämonischer Natur; das Reich von Witz, Ironie, Satire, dieser gefallene Engel des Geistes, ist innerhalb des Satanischen beschlossen. Arthur Schnitzler Verliere nie deine Nerven – auch der ehrlichste Finder könnte sie dir nicht zurückgeben! © Gerd W. Heyse Laßt mich reden, Menschen, wie...

»Il faut cultiver notre jardin.« Den berühmten Schlußsatz aus dem ›Candide‹ versteht man

erst dann richtig, wenn man erfährt, daß Voltaire diesen Roman in Schwetzingen begonnen hat. © Ulrich Erckenbrecht Föhn Laß deinen Atem wehen, Frühling, du Held! Mag auch zugrunde gehen, Was morsch auf der Welt! Die Erde will keinen Freier, Der lahm und lack, Solch eine Hochzeitsfeier Feiert im Frack. Nein! einen wilden tollen Nackten Geselln, und in die Küsse sollen Todschreie gelln! Wogen sollen brüllen Gepeitscht an den Strand, Brechende Wälder füllen Mit Stöhnen das Land, Lawinen sollen dröhnen Ins zitternde Tal, Um das Brautbett tönen Soll Sturmchoral! So empfangen und zeugen Riesen ihr Kind. – – Uns ziemt es zu schweigen, Zwerge, die wir sind … A. de Nora

Grundsätze sind enge Kleider, die einen bei jeder freien

Bewegung genieren. Johann Nepomuk Nestroy Der Positivist war ein epistemologischer Nudist: Er schwärmte für nackte Tatsachen. © Anselm Vogt Hüte dich vor Illusionen, sie besitzen keine Schwächen. Unbekannt Gerechtigkeit: Eigenschaft und Phantom der Deutschen. Johann Wolfgang von Goethe Das einzig Intelligente an ihm ist sein Weisheitszahn. Mark Twain Wer sein Wissen laufend ergänzt, der glänzt. © Hubert Joost Ich möchte den Totenkopf des Mannes streicheln, der die Ferien erfunden hat. Jean Paul Die Zeit des Kalauers ist die Happy hour des Aphorismus. © Reiner Klüting Das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen. Rainer Maria Rilke Das Wetter wird wärmer – das Klima kälter. © Andrea Mira Meneghin

Jedermann wird zugestehen, daß der Mensch ein soziales Wesen ist. Wir sehen es

in seiner Abneigung gegen Einsamkeit sowie seinem Wunsch nach Gesellschaft über den Rahmen seiner Familie hinaus. Charles Darwin Wenn ich die Liebe an Attribute wie Schönheit und sonstige Werte knüpfe, dann arbeitet mein Denken, es prüft, wägt ab, vergleicht und die Liebe fliegt zum Fenster hinaus. © Peter Lauster Wollt ihr einen Fernsehsüchtigen heilen, verehrte Psychiater, so prüft zuerst ob sein Hirn noch mit Röhren bestückt, oder aber mit Transistoren ausgerüstet ist. © Martin Gerhard Reisenberg Die größte Angelegenheit des Menschen ist, zu wissen, wie er seine Stelle in der Schöpfung gehörig erfülle und recht verstehe, was man sein muß, um ein Mensch zu sein. Immanuel Kant Es dreht sich alles nur im Kreis, wenn das Ende den Anfang erreicht. © Hubert Joost Was immer auch Drogen tun können - ich kann es mit meiner Zunge tun! Unbekannt Betrüger kommen zwar selten weit, dafür geht es ihnen auf ihrer kurzen Strecke aber recht wohl. © Martin Gerhard Reisenberg Jeder...

Die Sünden gegen das 6. Gebot sind keineswegs die

schlimmsten, aber die klebrigsten. Thomas von Aquin Vom wilden Lärm der Städte fern, Im kühlen Hain weht Geist vom Herrn: Es ist der Andacht stiller Geist, Der uns dem Weltgewühl entreißt, In heil'ger Gluth die Herzen läutert, Und den Gedankenkreis erweitert. Wer Einsamkeit, die hehre, scheut, Wen eitler Thorheit Glanz erfreut, Wen nimmer die Natur entzückt, Wer keinen Freund an's Herz gedrückt; Für den ist Gottes Geist verloren, Er ward der Erde nur geboren. Konrad Georg Friedrich Elias von Schmidt-Phiseldeck Denn ein Herz voll Freude sieht alles fröhlich an, ein Herz voll Trübsal alles trübe. Martin Luther wenn die Soldaten könnten würden sie wohl alle fliehen © Anke Maggauer-Kirsche Die Welt ist nichts als ein Schaukelspiel; wo man kommt und geht, auf- und niedersteigt. Aus Arabien Worte! – Und nur Worte? Gibt es denn etwas, das furchtbarer, das kriegerischer wäre als Worte? Carl Ludwig Börne Nicht von der Gewohnheit abhängen. Bettina von Ar...

Es scheint mir, daß man von Ort und Landschaft abhängt in Stimmung, Leidenschaft,

Geschmack, Gefühl und Geist. Jean de La Bruyère Jede Hebung des Standes der Arbeiter bringt mindestens die Elite desselben in eine Position, die als Verrstärkung des Mittelstandes gelten kann. Gustav von Schmoller Wer mit den Bösen koaliert, muß mindestens genauso böse sein wie sie, sonst gehört er als nächster zur Achse des Bösen! © Adrian Peivareh Denken Sie immer daran: Wenn Menschen Fähigkeiten haben, die Sie nicht haben, warum sollten Sie keine Fähigkeiten haben, die andere nicht haben? © Wolfgang J. Reus Lieber alt werden, als alt aussehen. © peter e. schumacher "Eigentlich dürfte ja sowieso nichts existieren", meinte der Selbstmörder, "also stelle ich ganz einfach den normalen Zustand wieder her." © Wolfgang J. Reus Menschliche Wesen sind Engel mit amputierten Flügeln. © Pavel Kosorin Prüderie ist eine besondere Art von Geiz, und zwar die schlimmste, die es geben kann. Henri Stendhal Wer ein Kätzchen will, muß Mäuse haben. © Peter Sil...

Definition: Beamtentriathlon: - Knicken - Lochen - Abheften. Die zeitgemäße Erweiterung anno HARTZ/1(2005):

- Kopieren - die Kopie knicken, lochen, abheften - das Original schreddern. © Frank Wisniewski Wenn ihr den Wunsch hegt, euren Nächsten zu verdammen, bedenkt, welcher Schaden daraus entstehen kann für eure Seele, und wie sehr dies Gott zuwider ist; dann wird sich euer Herz beruhigen. Leo (Lew) Nikolajewitsch Graf Tolstoi Heimweh (An Kl.) O Gott! Das hab' ich nicht gewußt, Daß meine Seele sterben mußt, Da ich dich hab' verlassen, Du heilig Tal, du Heimat-Tal Mit deinen stillen Sonntagsgassen. Nun hab' ich meiner Sehnsucht Ungestillte Qual. Karl Ernst Knodt Alles geschieht in der Welt der Poesie wegen, die Geschichte ist der allgemeinste Ausdruck dafür, das Schicksal führt das große Schauspiel auf. Karl Joachim Friedrich Ludwig »Achim« von Arnim Liebe mich nicht viel - doch lange. Unbekannt Genügsamkeit kann Reichtum genießen, ohne sich von ihm besitzen zu lassen. © Helga Schäferling Unpünktliche Menschen vergeuden anderer Leute Zeit, als wäre e...

Man wundert sich über gar nichts, wenn man sich

über alles wundert: das ist der Zustand der Kindheit. Antoine Comte de Rivarol märz keimende strahlen malen auf unsere düsteren morgen ein zärtlich streichelndes licht in eisgrauen frost eingemauerte kälte zerfällt zu fließendem sonnenstaub im himmel beginnt das konzert des lebens unsere erstarrten körper beginnen zu schmelzen wir atmen frühling ist unterwegs © Cosima Bellersen Quirini Der Geist hofft nicht, er duldet, erduldet auf immer. © Peter Rudl Schiffahrt ist nothwendig, Leben ist nicht nothwendig! Inschrift am Haus der Seefahrt in Bremen Sage, was du denkst, ist richtig. Tue, was du denkst, ist wichtig. © Ernst Reinhardt Wie der Sturmwind kommt, zu scheiden Edles Korn von leerer Spreu, Kommt zu prüfen dich das Leiden. Friedrich Julius Hammer Für Langeweile ist das Leben viel zu kurz. © Engelbert Schinkel Armut ist schandmalerisch. © Ulrich Erckenbrecht Träume nicht vom Gestern, lebe das Heute! © Natunika Es gibt noch Riese...

Um allein zu leben, muss man ein Tier oder ein Gott sein —

sagt Aristoteles. Fehlt der dritte Fall: Man muss beides sein — Philosoph… Friedrich Wilhelm Nietzsche Solange sich die Erde dreht, bieten die Frauen eigentlich immer noch dasselbe. Aber es ist immer wieder sehenswert. Unbekannt Die Suche nach dem Sein des Menschen scheint sich heute fast ausschließlich darauf zu verengen, was ihm alles in seiner ihm gegebenen Spanne zusammenzuraffen gelingt. © Peter Rudl Shakespeare's Heinrich VI.: »Ich sage wenig – denke desto mehr.« Heutiger Politiker: »Ich denke wenig – sage desto mehr.« © Willy Meurer Der liebe Gott muß mir bald sagen, was er will und was ich darf. An ihm ist jetzt der Entschluß. Rainer Maria Rilke Wo das Glück zuhause ist, dort wohnt auch der Nachbar Neid. © Almut Adler In postfaktischen Zeiten ist es umso wichtiger, Fakten zu schaffen und sie wie Utopien zu erzählen. © Thomas Holtbernd Grüble nicht über dein Schicksal nach. Das Los ist geworfen. Nimm es denn, wie es fiel. Bild' es zum Bessern au...