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Unter allem Streben und Begehren ist nur eines ganz lauter, das Verlangen nach

Gott, nach Vereinigung mit dem Höchsten. Es ist die Neigung des Tropfens zum Strom und des Stromes zum Meere – der Drang, das Einzelne, Getrennte, zur großen Allgemeinheit hinzuleiten, und mit und in ihm unsterblich zu sein. So ist der höchste Vorschritt des Menschen, das freie Heraustreten aus sich selbst – von Subjektivität zur Objektivität – die Verspielung des Teils an das Ganze.
Friedrich Albert Franz Krug von Nidda

"Gehen wir", sagte Amixipi.
"Wohin?"
"Einen Schlafplatz suchen."
"Wo denn?"
Amixipi mußte lachen:
"wir sagen es unseren Füßen, die tragen uns
zu einem schönen Platz."
Unbekannt

Wär' auch dein Haus so groß wie der Rhein,
g'hört doch nur ein Herr und eine Frau hinein.
Deutsches Sprichwort

Der unbefugte Kritikus

Ei, welch ein Einfall dir kömmt!
Du richtest die Kunst mir, zu schreiben,
Ehe du selber die Kunst,
Bester, zu lesen gelernt.
Heinrich von Kleist

Denke, daß du hundert Jahre leben wirst, aber morgen sterben kannst.
Aus Finnland

Wenn Sie feststellen, daß auch Sie nur ein durchschnittliches Menschlein sind: Fehlt Ihnen dann etwas, oder haben Sie etwas dazugewonnen?
© Wolfgang J. Reus

Der Fisch, der entkommt, ist immer der größte.
Aus China

Eine der schlimmsten Qualen für einen denkenden Menschen ist es, gezwungen zu sein, einem öden Schwätzer zuhören zu müssen.
© Erich Limpach

Das Leben ist schön, aber teuer – man kann es auch etwas billiger haben, aber dann ist es nicht mehr ganz so schön.
Unbekannt

Gemeoss

Die Grausamkeit gehört zur ältesten Festfreude der Menschheit. Folglich denkt man sich auch

die Götter erquickt und festlich gestimmt, wenn man ihnen den Anblick der Grausamkeit anbietet, — und so schleicht sich die Vorstellung in die Welt, daß das freiwillige Leiden, die selbsterwählte Marter einen guten Sinn und Wert habe. Friedrich Wilhelm Nietzsche Mit zwei Worten Am Gestade Palästinas, auf und nieder, Tag um Tag, "London?" frug die Sarazenin, wo ein Schiff vor Anker lag. "London!" bat sie lang vergebens, nimmer müde, nimmer zag, Bis zuletzt an Bord sie brachte eines Bootes Ruderschlag. Sie betrat das Deck des Seglers und ihr wurde nicht gewehrt. Meer und Himmel. "London?" frug sie, von der Heimat abgekehrt, Suchte, blickte, durch des Schiffers ausgestreckte Hand belehrt, Nach den Küsten, wo die Sonne sich in Abendglut verzehrt ... "Gilbert?" fragt die Sarazenin im Gedräng' der großen Stadt, Und die Menge lacht und spottet, bis sie dann Erbarmen hat. "Tausend Gilbert gibts in London!" Doch sie sucht un...

Man überlege mit der Vernunft, damit man nicht widerlegt

werde vom unglücklichen Ausgang. Baltasar Gracián y Morales Das Buch des Lebens Ein Mensch verkleidet sich als Clown Wird so zum wundersamen Wesen, Nur deshalb läßt es sich so gut In seinem Buch des Lebens lesen. Und darin steht, auch wenn er weint, daß dennoch stets die Sonne scheint. Auch wenn er lacht ist's sonnenklar, dann weint er nicht, so ist's nun mal. Drum die Moral von der Geschichte Mal weint der Mensch und mal mitnichten. So ist es auch im richt'gen Leben. Nach Regen wird's stets Sonne geben. © Wolfgang (WoKo) Kownatka Glück geht eigene Wege, aber gute Spurensucher finden die Hinweise. © Angelika Emmert Die Wahrheit ist etwas Verschiedenes auf den verschiedenen Ebenen des Lebens. Paul Ernst Zu reden, ohne zu wissen, ist unklug. Zu wissen und zu schweigen, ist feige. Han Fei-Tse (auch Han Fei Zi) Ich habe lange genug an der offenen Tür des Todes gestanden; es wird Zeit hinauszutreten und sie hinter mir zuzumachen. Friedrich Wi...

Treues Vorwärtswandern Seit' an Seit', eines macht den andern stark im Leid. Eines trägt des andern schwere Last, eines

hält des andern Hand umfaßt. Keines fragt den andern: Ist's noch weit? Selig ist das Wandern so zu zweit. Nachruf Das Glück ist Liebe, die Lieb' ist Glück, Ich hab' es gesagt und nehm's nicht zurück. Adelbert von Chamisso Wir möchten so viel: Haben. Sein. Und gelten. Daß einer alles hat: das ist selten. Kurt Tucholsky Alles Kluge, was man von sich gibt, ist schon gesagt worden. Und wenn man Glück hat, bemerkt es niemand. © Manfred Schröder Denn das Denken und Sein ist ein und dasselbe. Parmenides aus Elea

Grundsätze sind enge Kleider, die einen bei jeder freien

Bewegung genieren. Johann Nepomuk Nestroy Der Positivist war ein epistemologischer Nudist: Er schwärmte für nackte Tatsachen. © Anselm Vogt Hüte dich vor Illusionen, sie besitzen keine Schwächen. Unbekannt Gerechtigkeit: Eigenschaft und Phantom der Deutschen. Johann Wolfgang von Goethe Das einzig Intelligente an ihm ist sein Weisheitszahn. Mark Twain Wer sein Wissen laufend ergänzt, der glänzt. © Hubert Joost Ich möchte den Totenkopf des Mannes streicheln, der die Ferien erfunden hat. Jean Paul Die Zeit des Kalauers ist die Happy hour des Aphorismus. © Reiner Klüting Das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen. Rainer Maria Rilke Das Wetter wird wärmer – das Klima kälter. © Andrea Mira Meneghin

Jedermann wird zugestehen, daß der Mensch ein soziales Wesen ist. Wir sehen es

in seiner Abneigung gegen Einsamkeit sowie seinem Wunsch nach Gesellschaft über den Rahmen seiner Familie hinaus. Charles Darwin Wenn ich die Liebe an Attribute wie Schönheit und sonstige Werte knüpfe, dann arbeitet mein Denken, es prüft, wägt ab, vergleicht und die Liebe fliegt zum Fenster hinaus. © Peter Lauster Wollt ihr einen Fernsehsüchtigen heilen, verehrte Psychiater, so prüft zuerst ob sein Hirn noch mit Röhren bestückt, oder aber mit Transistoren ausgerüstet ist. © Martin Gerhard Reisenberg Die größte Angelegenheit des Menschen ist, zu wissen, wie er seine Stelle in der Schöpfung gehörig erfülle und recht verstehe, was man sein muß, um ein Mensch zu sein. Immanuel Kant Es dreht sich alles nur im Kreis, wenn das Ende den Anfang erreicht. © Hubert Joost Was immer auch Drogen tun können - ich kann es mit meiner Zunge tun! Unbekannt Betrüger kommen zwar selten weit, dafür geht es ihnen auf ihrer kurzen Strecke aber recht wohl. © Martin Gerhard Reisenberg Jeder...

Um allein zu leben, muss man ein Tier oder ein Gott sein —

sagt Aristoteles. Fehlt der dritte Fall: Man muss beides sein — Philosoph… Friedrich Wilhelm Nietzsche Solange sich die Erde dreht, bieten die Frauen eigentlich immer noch dasselbe. Aber es ist immer wieder sehenswert. Unbekannt Die Suche nach dem Sein des Menschen scheint sich heute fast ausschließlich darauf zu verengen, was ihm alles in seiner ihm gegebenen Spanne zusammenzuraffen gelingt. © Peter Rudl Shakespeare's Heinrich VI.: »Ich sage wenig – denke desto mehr.« Heutiger Politiker: »Ich denke wenig – sage desto mehr.« © Willy Meurer Der liebe Gott muß mir bald sagen, was er will und was ich darf. An ihm ist jetzt der Entschluß. Rainer Maria Rilke Wo das Glück zuhause ist, dort wohnt auch der Nachbar Neid. © Almut Adler In postfaktischen Zeiten ist es umso wichtiger, Fakten zu schaffen und sie wie Utopien zu erzählen. © Thomas Holtbernd Grüble nicht über dein Schicksal nach. Das Los ist geworfen. Nimm es denn, wie es fiel. Bild' es zum Bessern au...

Geradlinigkeit ist wohl selten der kürzeste Weg zwischen zwei

Menschen. © Dr. rer. pol. André Brie Mit meinen Büchern führe ich die meisten Gespräche. Lucius Annaeus Seneca Oft genug muß man sich trennen, zuletzt noch vom Leben. Gott will es so und dann ist es gut. Nachruf Öffentliche Meinung ist nicht mehr als das, was Leute glauben, daß andere Leute glauben. Alfred Austin Wer dein Schweigen nicht versteht, versteht auch deine Worte nicht. Elbert G. Hubbard Sobald wir alt werden, verkriecht sich die Schönheit nach innen. Ralph Waldo Emerson Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler. Ralph Waldo Emerson Alle hassen den Krieg, aber den Soldaten wird zugejubelt. Unbekannt Der schwächliche Mensch ist fortwährend von einer Trauer umhaftet. Konstantinos Petrou Kavafis Wenn eine Frau liebt, gleicht sie einem Untersuchungsrichter: Ständig verlangt sie neue Beweise. Unbekannt

Ja, wenn man doch erleben könnte, daß man gestorben

ist, dann brauchte man keine Argwohn zu haben gegen den Tod. © Joachim Panten Die Liebe Die Liebe willst du finden? So suche sie im Mai, Da sitzt auf Blütenbäumen Die wunderholde Fei. Da flattert allerwegen Ihr weiches, grünes Haar, Aus jeder Blume lächelt Ihr Schelmenaugenpaar. Doch soll ich gut dir raten, So bleib ihr lieber fern, Denn Necken und Betrügen, Das hat sie gar zu gern. Sie kost mit dir ein Weilchen Und lässt dich dann allein, Sie giebt für kurze Wonne Dir lange, bange Pein. Mia Holm Nicht wer zuerst losrennt, hat gewonnen, sondern wer zuerst im Ziel ist. © Kurt Haberstich Die Lüge ist der einfachste Weg, die Wahrheit über dein Ich zu offenbaren. © Hakan Deniz Geist: der einzige Schatten, der mitunter Balance schafft. © Peter Rudl Niederlage Bei einer Niederlage stehen bleibend probst du den Auf-Stand für dein Sein. © Irina Rauthmann Vorurteile: Blinde Flecken im Weltbild © Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger Lüge wie gedru...

Wenige haben den Mut, zu essen, wenn sie hungern, noch weniger den Mut,

zu schlafen, wenn sie müde sind. Alle haben wir eine Neigung, uns zum Sklaven der Stunde und der Überlieferung zu machen. Theodor Fontane Der Mensch hat neun Öffnungen. Wenn er mit seiner Aufmerksamkeit bei der einen verharrt, so stehen die andern acht leer. Stehen aber die andern acht dauernd leer, so stirbt der Leib. Lü Bu We Gebet, Gesang in letzter Stund' Sind Honig um des Richters Mund! Natürlich! Das gebührt sich da, Sie kennen ihn von Alters ja, Denn wohin auch und wie sie wandeln, Der Alte läßt ja mit sich handeln! Henrik Ibsen Ich höre die lautlose Stimme der Natur: "Geniesse die Schönheit des Herbstes und denke nicht an die Blumen des Frühlings. Man kann nicht beides gemeinsam erleben wollen." © Willy Meurer Der Glaube an einen lenkenden, strafenden Gott ist die letzte große Illusion der Menschheit, und was, wenn auch diese verloren ist? Dann ist sie klüger geworden - aber reicher, glücklicher? Jens Peter Jacobsen Wer das Feld seines Glücks ...

Habgier und Glück sahen einander nie, wie sollten sie

da miteinander vertraut werden? Benjamin Franklin Von allen Waren dieser niedrigen Welt ist die Gerechtigkeit unbestritten die teuerste. Honoré de Balzac Im Herbst scheint die deutsche Sonne nur auf einen Regenschirm. © Elmar Kupke Ein jeder werde sich klar über seine Schwächen. © Paul Schibler Der Mensch wird mit einem Bedürfnis nach Liebe geboren, dem er nie entwächst. Unbekannt Ich fahre heute nach Zürich mein Geld besuchen. Unbekannt Wenn der Weg bereits das Ziel ist, was kommt dann am Ende des Weges? © Elmar Schulz Die Zeit ist kurz, um Beweise unserer Liebe zu geben, und wir leben nur einmal. Maximilian Maria Kolbe Wer soll einen Menschen lieben, wenn dieser sich selbst haßt? © Till Brendel Die Sehnsucht tanzt ganz wundervoll mit unerfüllten Träumen. © Heike Ullmann