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Die Revolution ist zwanzig Jahre lang so sehr analysiert worden, daß man beginnt,

sie nicht mehr zu verstehen.
Pierre Marie Augustin Filon

Das Schweigen, die Körpersprache und im allgemeinen jede Geste können interpretiert, aber nicht durch Worte ersetzt werden.
© Gjergj Perluca

Geht nun hin und grabt mein Grab!
Denn ich bin des Wanderns müde.
Von der Erde scheid' ich ab;
Denn mir ruft des Himmels Friede,
Denn mir ruft die süße Ruh'
Von den Engeln droben zu.

Geht nun hin und grabt mein Grab!
Meinen Lauf hab' ich vollendet,
Lebe nun den Wanderstab
Hin, wo alles Ird'sche endet,
Lege selbst mich nun hinein
In das Bette sonder Pein.

Was soll ich hienieden noch
In dem dunkeln Thale machen?
Denn wie mächtig, stolz und hoch
Wir auch stellen unsre Sachen,
Muß es doch wie Sand vergehn,
Wenn die Winde drüber wehn.

Darum, Erde, fahre wohl,
Laß mich nun in Frieden scheiden!
Deine Hoffnung, ach, ist hohl,
Deine Freuden selber Leiden,
Deine Schönheit Unbestand,
Eitel Wahn und Trug und Tand.

Darum, letzte gute Nacht,
Sonn' und Mond und liebe Sterne!
Fahret wohl mit Eurer Pracht;
Denn ich reis' in weite Ferne,
Reise hin zu jenem Glanz,
Drinnen ihr verschwindet ganz.

Die ihr nun in Trauer geht,
Fahret wohl, ihr lieben Freunde!
Was von oben niederweht,
Tröstet ja des Herrn Gemeinde.
Weint nicht ob dem eiteln Schein!
Ew'ges kann nur droben sein.

Weinet nicht, daß ich nun will
Von der Welt den Abschied nehmen,
Daß ich aus dem Irrthum will
Aus den Schatten, aus den Schemen,
Aus dem Eiteln, aus dem Nichts
Hin ins Land des ew'gen Lichts!

Weinet nicht! mein süßes Heil,
Meinen Heiland hab' ich funden,
Und ich habe auch mein Theil
In den heil'gen Todeswunden,
Woraus einst sein theures Blut
Floß der ganzen Welt zu gut.

Weint nicht! mein Erlöser lebt;
Hoch vom finstern Erdenstaube
Hell empor die Hoffnung schwebt,
Und der Himmelsheld, der Glaube;
Und die ew'ge Liebe spricht:
Kind des Vaters, zittre nicht!
Ernst Moritz Arndt

Gemeoss

Der vollendete Umgang mit Menschen ist die Fähigkeit, zugleich ehrlich und liebenswürdig zu sein.Jean PaulEinsamkeit,

Abgeschiedenheit von Menschen, äußre Ruhe um mich her und innre Beschäftigung sind der einzige Zustand, in dem ich noch gedeihe. Johann Christoph Friedrich von Schiller Wenn das Pflichtbewusstsein nachlässt, bemerken es diejenigen immer zuerst, die es damit nicht so genau nehmen. © Horst Reiner Menzel Zitate in meiner Arbeit sind wie Räuber am Weg, die bewaffnet hervorbrechen und dem Müßiggänger die Überzeugung nehmen. Walter Benjamin Es steht den Menschen Furcht und Zittern an, wenn die gewaltigen Götter solche Boten furchtbarer Warnung uns zu schrecken suchen. William Shakespeare Ein Gedanke kann einen Menschen töten. Honoré de Balzac Heuchelei ist die Tugend des Feiglings. Voltaire Das Wesen einer freien Regierung besteht in einer wirksamen Kontrolle der Rivalitäten. John Adams Es ist kein Mensch, den nicht um irgendetwas Hunderttausende, ja Millionen beneiden können. Wilhelm Raabe Wieviel Freiheit in der Verborgenheit steckt, davon wird das Weltkind, das s...

Warum lesen Leute, die behaupten, aus der Geschichte lernen zu wollen, meist die

Literatur der Gegenwart? Hätten sie, die selbsternannten Intellektuellen, tatsächlich die Werke gewesener Philosophen, Weisen und Gelehrten verstanden, würden sie die sogenannte Presse zum Teufel jagen. Denn sie ist es, die den Menschen ihre Meinung erpresst und sie dadurch am Erkennen hindert. © Christian Amann Mir ward zu tragen viel An Leid und tiefem Gram. Das Schicksal kam und nahm Und ist noch nicht am Ziel. Was ich aus Liebe gab, wird mir als Schuld geziehn. Das, ich dess' schuldig bin, Das büß ich reulos ab. Erich Mühsam Die Wahrheit macht es möglich: Mancher Schaden sieht von hinten aus wie eine Gunst! © Gerd Peter Bischoff Schreite mutig weiter, egal wie beschwerlich eine Situation ist. Am Ende des Tunnels ist stets ein Licht sowie neue Möglichkeiten, die sich dir auftun. © Susanne Anderauer Gutes tun ist die einzige Tat, die uns bestimmt Heil verleiht. Leo (Lew) Nikolajewitsch Graf Tolstoi Eine Perle ist auch nur eine Perle. Ein Traum auch nur ein ...

Glück haben ist – Glück, aber glücklich sein ist

eine Kunst. Verfasser unbekannt Wenn man zu weit in sich geht, kommt dabei meistens nichts Gescheites heraus. © Ernst Ferstl Sie leben nicht, sie wollen nur leben - alles schieben sie auf. Lucius Annaeus Seneca Wenn das die Eva damals gewesen wäre und ich der Adam, dann würdet ihr alle nicht da sein. © Hermann Lahm Gedanken lieben es, während ihrer Entstehung zu mogeln. © Billy Das Erschreckende ist die Erkenntnis, daß es nicht mehr zurück geht. Unbekannt Stolz will nicht schulden, Eigennutz nicht zahlen. François VI. Duc de La Rochefoucauld Ein Buch ist ein guter Freund, der die Fehler der Vergangenheit aufzeigt. Aus Indien Die Neugier ist die Freßlust der Sinne. © Ernst R. Hauschka Die Langeweile ist die getreue Freundin der Phrase. Deutsches Sprichwort

Wenn Christus sagt: "Friede sei mit euch!" – so haben wir unser ganzes

Leben zu tun und werden es wohl im Himmel erst verstehen lernen, was das einzige Wort "Frieden" in seinem Munde heißt. Matthias Claudius Daß hoffnungslose Romantiker keine Realisten sein können, scheint eine ebenso weit verbreitete Annahme zu sein wie die Vermutung, daß gute Tänzer auch gute Liebhaber sind © Tobias Schneider Deine Bilder geben mir Rätsel auf, mein Traum, doch im Zusammenspiel von Denken und Fühlen komme ich deinem Geheimnis auf die Spur. © Helga Schäferling Und das Verhaßteste von allem wird einst geschehen: Man wird mir ›Milderungsgründe zubilligen‹. ("Er war ein guter Mensch, er wollte das Beste usw.") Christian Morgenstern Der Menschenkopf gerade mal so klug, wie sein Evolutionsstand erlaubt. © Paul Mommertz Noch ein Anstoß öffentlichen Ärgernisses: die nackte Wahrheit. © peter e. schumacher Der Wald beschert uns die vielfältigste Einsamkeit. Haltet nur mal in ihm still, ihr werdet es sogleich verspüren. © Martin Gerha...

Die dir zugemessene Zeit ist so kurz, daß du, wenn du

eine Sekunde verlierst, schon dein ganzes Leben verloren hast, denn es ist nicht länger; es ist immer nur so lang wie die Zeit, die du verlierst. Franz Kafka Was der Mensch nicht durch Taten beweist, das ist er nicht. Christian Garve Wer nicht vergeben kann, vergibt sich etwas. © Esther Klepgen "Auf dieser Buchmesse", stammelte der Kulturfeaturist ins Mikrofon, "blieb die schriftstellerische Elite zwar aus. Aber die Prominenz der Bücherdiebe trat dafür geschlossen an". © Martin Gerhard Reisenberg Durch Scheitern lernt man, das Leben als Achterbahnfahrt zu genießen. © Thomas Holtbernd Was Freundschaften unauflöslich macht und deren Reiz verdoppelt, ist ein Gefühl, das der Liebe fehlt: Die Sicherheit! Honoré de Balzac

Wir Psychologen der Zukunft — wir haben wenig guten Willen zur Selbstbeobachtung: wir

nehmen es fast als ein Zeichen von Entartung, wenn ein Instrument „sich selbst zu erkennen“ sucht: wir sind Instrumente der Erkenntnis und möchten die ganze Naivität und Präzision eines Instrumentes haben; — folglich dürfen wir uns selbst nicht analysieren, nicht „kennen“. Friedrich Wilhelm Nietzsche Wenn plötzlich in dein Lebenslicht die finsterste der Nächte bricht, du nicht begreifst, woher sie kommt, du nicht begreifst, zu was sie frommt, dich tiefer Gram macht sprachlos stumm, tröst’ dich der Spruch: Gott weiß warum. Justinus Kerner Wer, durch Wissenschaft und Erfahrung belehrt, alles menschliche Wesen als schal und nichtig erkennt, der ist in jedem Sinne wahrhaft frei. Mahābhārata Man darf die Erziehung nicht geringschätzen, da sie unter den größten Gütern welche den besten Menschen zuteil werden, den ersten Rang einnimmt. Platon Ahnungslosigkeit: oft der schnellste Weg zum Erfolg. © Peter Rudl Ob die Tiere uns auch vertierlichen? © Anke Maggauer-Kirsche So...

Die Frömmelei des einen Teils der vornehmen Weiber fließt aus derselben Quelle wie

die Koketterie des anderen Teils: Müßiggang und Langeweile. Sie vertrödeln den Tag an der geistlichen Toilette wie die anderen an den leiblichen. Der Beichtvater ist ihr Marchande des modes, die Beichte ihr Ankleidspiegel, Kirchgänge sind ihre Rendezvous, Haß und Verfolgung Andersdenkender ihre depits amoureux. Franz Grillparzer Wer nicht gelitten, hat nur halb gelebt, wer nicht gefehlt, hat wohl auch nicht gestrebt, wer nie geweint, hat halb auch nur gelacht, wer nie gezweifelt, hat wohl kaum gedacht. Robert Burns Willst Du ganz ehrlich und unzweideutig gelobt sein, so musst Du es schon selbst besorgen. © Wolfgang Pfleiderer Die auf öffentlichen Plätzen errichteten Statuen sehen leider oft aus, daß der betreffende Gefeierte in seiner ganzen Stellung und Haltung sagt: Ich stehe Denkmal. Berthold Auerbach Wie tief ein Mensch leidet, kann der andere nie erfahren. Nachruf Es ist für alle ein Glück, daß jeder Mensch auf seine Art glücklich werden kann. © Ernst Ferst...

Rache heißt, um der Vergangenheit willen handeln, sie ist also eine um 180

Grad falsch gedrehte Energie. Prentice Mulford Daß Ernst nicht immer ernst sein muß, zeigt sich daran, daß man, auch ohne immer ernst zu sein, Ernst sein und heißen kann. © Stefan Wittlin In je drei Eigenschaften zeichnet sich der echte Israelit aus, in Mitleid, Schamhaftigkeit und Wohltätigkeit. Talmud Armbrustzeichen Das Eigenschaftswort »schweizerisch« meint eine spezifische Art, mit unseren Problemen nicht fertig zu werden. © Kurt Marti Ein Reisender mit Geschmack bemerkt sofort, daß die Weisen überall höflich sind, während die Narren nur zu Hause höflich sind. Oliver Goldsmith Es gibt fünf Ernten auf der Welt, also braucht niemand zu hungern. Wu Cheng-En Ein Buch muss schon alleine deswegen immer wieder gelesen werden, weil der Leser sich ständig weiterentwickelt. © Roger Blacan Es quietscht in den Scharnieren vom ständigen Sanieren. © Henry Schaffner Häufig machen Kleingeister mit großer Klappe große Geister mundtot. © Michael Marie Jung Es gibt Mens...

Viele Probleme erscheinen uns nur deshalb so groß, weil

wir sie mit zu wenig Abstand betrachten. © Jochen Mariss Ein Freund ist eine Seele, die in zwei Körpern wohnt. Aristoteles Willst du dich mit mir zanken, so beweise erst, daß ich unrecht habe. © Michail Genin Wo die Liebe hinfällt, zerschlägt sie nicht. © Erhard Horst Bellermann Das Christentum ist das Mittelalter der Menschheit. Anselm Feuerbach Benützt Klopapier beidseitig - der Erfolg liegt auf der Hand. Unbekannt Intoleranz toleriere ich nicht. © Matthias Geßner Die meisten Menschen sterben an ihren Arzneien und nicht an ihren Krankheiten. Molière Eine Zeitverschwendung sind opportune Menschen. © Raymond Walden Oft waren es Analphabeten, die Geschichte schrieben. © Ulvi Gündüz

Wir neigen heute leider dazu, uns mit Arbeit, Aufgaben und Terminen zu betäuben.

Dadurch spüren viele ihre Erschöpfung nicht mehr. Und das führt zur Gefühllosigkeit. Und wenn wir uns nicht mehr spüren, brauchen wir nicht mehr den Mut aufzubringen, unser Leben zu verändern und unsere Talente zu leben. Doch was kostest ein bisschen Mut zu einem erfüllten Leben verglichen mit der Betäubung? © Ilka Plassmeier Stehst du in dem golddurchwirkten, schatten-licht-durchglühten Herbstwald, magst du keinen Schritt mehr wagen, nur verweilen, nur noch fragen tief nach innen: Was ist Glück? © Dr. Carl Peter Fröhling Der schädlichste Politiker ist derjenige, den Selbstgerechtigkeit und strategische Konfusion kennzeichnen. © Gjergj Perluca Um das Gut des Friedens zu erlangen, muß vollen Bewußtseins festgehalten werden, daß Gewalt ein inakzeptables Übel ist und niemals Probleme löst. © Johannes Paul II. Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet werden. Bibel Die Erde gewährt dem nichts, der nichts der Erde gewährt. Paul Richard Luck wer immer...